< vorheriger Artikel

Bericht der Landesgruppe Berlin (Rosa Beilage zur VPP 4/2013)


Aus der Kammer

Nach Abschluss der Kammerwahl im Juni 2013 waren wir gewählten KammervertreterInnen in den Sommermonaten mit Sondierungsgesprächen beschäftigt. Die Besetzung des neuen Kammervorstands war längere Zeit heftig umstritten, besonders im Hinblick auf die zahlenmäßige Repräsentanz der Listen. Nach einigem politischen Gezerre gab es dann aber einen einvernehmlichen Kompromiss, so dass alle Mitglieder des Vorstands ohne GegenkandidatInnen zur Wahl standen. Wie schon in der vorangegangenen Legislaturperiode wird die DGVT-Liste NEUE WEGE von Armin Kuhr im Vorstand vertreten. Seine Arbeitsschwerpunkte sind, erstens, die Weiterentwicklung der Versorgung (Neue Versorgungsformen) und, zweitens, die Beobachtung der Entwicklungen in Europa für unsere Berufsgruppe.

Für mich als Neu-Delegierte war es die erste (und auch spannende) konstituierende Delegiertenversammlung (DV). Die Arbeit in der DV ist eine intensive Auseinandersetzung mit sehr vielen berufspolitischen Informationen, die teilweise Neuland sind. Ich freue mich darauf, mein Wissen in der konkreten, alltäglichen Kammerarbeit zu erweitern. Auch wenn der Schwerpunkt der DGVT auf der Verhaltenstherapie liegt, ist sie doch offen für andere therapeutische Ansätze. Insofern spiegelt meine Aktivität in der DGVT als Tiefenpsychologin die unterschiedlichen professionellen Identitäten und vielfältigen Netzwerke in Berlin wider. Ich denke, dass die enge Zusammenarbeit in unserer Liste und der intensive Austausch sowohl mit den Berliner DGVT-Mitgliedern als auch mit den Mitgliedern der PTK Berlin insgesamt sehr wichtig ist und die Arbeit der Kammer voranbringen wird.

Gerade wir als Neu-Delegierte haben den Wunsch, die KollegInnen an der „Basis“ zu erreichen. Wir hoffen durch unsere Aktivitäten, durch Fragen und manchmal auch durch unser begrenztes, damit aber scheuklappenfreies, Wissen, die Arbeit in der DV konstruktiv zu verändern und im guten Fall auch verkrustete Kammerstrukturen aufzubrechen. Ein zentrales Ziel besteht darin, die Interessen der Jung-Approbierten zu vertreten und unser psychotherapeutisches Berufsbild, nicht zuletzt in der Auseinandersetzung mit der ärztlichen Berufsgruppe, zu schärfen.

Die Aufgaben der Kammer, die zurzeit auf den Prüfstand gestellt werden, sind vielfältig und können mit den vorhandenen personellen Ressourcen nur eingeschränkt wahrgenommen werden. Deswegen suchen wir immer Verstärkung und laden interessierte KollegInnen ein, sich einzubringen und an den Treffen der Kammergruppe teilzunehmen.

Beate Lämmel
Delegierte PTK Berlin für die DGVT-Liste NEUE WEGE


Zurück