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Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung

Der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung wird alljährlich am 3. Dezember begangen. Nahezu punktgenau hat die sich DGVT auf ihrem Intergremientreffen mit dem Thema Inklusion beschäftigt und erwägt die Gründung einer entsprechenden Fachgruppe.


Der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung (auch: Internationaler Tag der Behinderten) ist ein von den Vereinten Nationen ausgerufener Gedenktag, der das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die Probleme von Menschen mit Behinderung wachhalten und den Einsatz für die Würde, Rechte und das Wohlergehen dieser Menschen fördern soll. In Deutschland gibt es sieben Millionen Menschen, die schwerstbehindert sind; und weitere 17 Millionen Menschen, die gesundheitliche Beeinträchtigungen haben. Die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen wurde 2006 verabschiedet, Deutschland trat 2009 bei.

Seit langem sprechen die Fachleute nicht mehr von Integration, sondern von Inklusion: Der Begriff der Inklusion richtet sich an die Gesellschaft, die sich öffnen und ändern muss. Der Begriff der Integration richtet sich an den Menschen mit Beeinträchtigungen, der sich anpassen und ändern muss. Gefordert wird die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen. Vielfalt sollte möglich sein, Barrieren müssen abgebaut werden, Beeinträchtigungen dürfen nicht zu Behinderung führen.

In ihrer Ansprache zu dem Gedenktag verwies Bundeskanzlerin Angela Merkel auf die Leistungen der Bundesregierung in punkto Inklusion und auf künftige Vorhaben: Ein Eingliederungsgesetz soll in dieser Legislaturperiode geschaffen werden. Dabei gehe es vor allem darum, mit den Ländern und den Kommunen gemeinsam Möglichkeiten zu finden, das Leben für Menschen mit Behinderungen einfacher zu machen: Sei es im Arbeitsbereich, sei es in der Schule, sei es in anderen Bereichen des Lebens. Denn von den alltäglichen Schwierigkeiten angefangen – wenn es um das Einkaufen oder das Benutzen des öffentlichen Personennahverkehrs geht – bis hin zu den Möglichkeiten, erwerbstätig zu sein, eine Ausbildung zu machen oder aber der Möglichkeit für Kinder in Schule, gibt es noch viel zu tun.

Die DGVT will sich in diesen Prozess einbringen und vor allem den Bereich „Psychotherapie mit Menschen mit Beeinträchtigungen“ fokussieren. Dabei könne es um ganz konkrete Fragen gehen wie: Gibt es einen barrierefreien Zugang zur Praxis? Gibt es Informationen in Leichter Sprache? Wie sieht es mit dem Selbstbestimmungsrecht des Menschen mit Beeinträchtigungen in Therapie und Beratung aus?

Angela Baer


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