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Bericht vom 7. Deutschen Psychotherapeutentag in Dortmund am 13. Januar 2006

Von: Heinz Liebeck, Göttingen

Einziger (wesentlicher) Tagesordnungspunkt bei diesem - extra zu diesem Zweck einberufenen - 7. DPT war die Beratung und die Beschlussfassung der Musterberufsordnung (http://www.bptk.de/show/100623.html ), die bereits auf dem 5. DPT in München und beim 6. DPT in Hamburg behandelt werden sollte.


Nach anfänglichen (entscheidenden!) Geschäftsordnungsdiskussionen über das Prozedere begannen die fast 90 Delegierten durchaus zügig mit der Beratung des Entwurfes, wenn einmal davon abgesehen wird, dass vor der Mittagspause vielleicht doch ein wenig zu detailliert diskutiert wurde. Am Nachmittag wurde dann durch ein gestrafftes Vorgehen - hier sei der Versammlungsleitung ausdrücklich für ihr strukturiertes Vorgehen gedankt - erreicht, dass nicht nur zwei wesentliche Paragraphen ausführlich diskutiert und beraten und schließlich die gesamte Musterberufsordnung ohne Diskussion "weniger wichtiger" Paragraphen beschlossen werden konnte.
Zu den beiden Paragraphen, die am Nachmittag im Zentrum der Diskussion standen, sei an dieser Stelle nur kurz vermerkt, dass der § 6 (Abstinenz) ohne Überregulierungen im Detail beschlossen werden konnte.
Und für § 26 (Psychotherapeuten als Lehrende, Ausbilder und Lehrtherapeuten sowie als Supervisoren) wurde schließlich ein im Entwurf vorgesehener Absatz 5 gestrichen. Er hätte verlangt, dass nur solche Prüfer in den Approbationsprüfungen tätig sind, die bei keinem der Prüflinge Supervision gemacht haben - damit wäre die Durchführung der Prüfungen praktisch unmöglich gemacht worden. Im Nachhinein zeigte sich, dass eine gründliche Vorbereitung und vorausschauende Verfolgung eines Änderungsantrages in Kooperation der Vertreter von DGVT, UniTH (Universitäre Ausbildungsinstitute) und DVT (Deutscher Fachverband für Verhaltenstherapie) zum Erfolg bei diesem Änderungsantrag geführt haben. Dass die Prüfungen ohnehin schon viel zu aufwendig und kompliziert in der Durchführung sind, wurde in der Diskussion von mehreren Seiten betont und es wurde festgehalten, dass es zukünftig darum gehen muss, u. a. die Ausbildungs- und Prüfungsverordnungen vor dem Hintergrund vorliegender Erfahrungen zu novellieren.
Insgesamt ein DPT, der unter disziplinierter Diskussion ohne "besondere Vorkommnisse" verlaufen ist, vielleicht ein Beispiel für die Zukunft?


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