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Bericht der Landesgruppe Berlin (Rosa Beilage zur VPP 1/2014)


Berliner News
… oder warum es in Berlin eine Vielzahl an Privatpraxen gibt

Berlin als lebendige Metropole ist auch gekennzeichnet von einem enormen Bedarf an psychotherapeutischer Behandlung. Rechnerisch gilt Berlin laut letztem Bedarfsplan als überversorgt. Die Realität sieht anders aus. Die ca. 1500 niedergelassenen PsychotherapeutInnen können den Bedarf nicht decken. Immer mehr neu approbierte PP starten nach einer langwierigen, teuren Ausbildung ihre Selbstständigkeit in der Kostenerstattung und ihre Praxen sind schnell voll ausgelastet. Die Kostenerstattung eröffnet diesen KollegInnen eine Möglichkeit, ihrer Ausbildung entsprechend zu arbeiten, da es auch im Angestelltenbereich nur begrenzte Stellen gibt. Auch wenn uns keine genauen Zahlen vorliegen, vermuten wir doch, dass die 20 Ausbildungsstätten in Berlin jährlich mehr als 200 AbsolventInnen haben.

Für die PatientInnen bedeutet Kostenerstattung einen erheblichen Mehraufwand – neben einer ärztlichen Notwendigkeitsbescheinigung müssen auch möglichst mehrere  Absagen von niedergelassenen KV-zugelassenen KollegInnen vorgelegt werden. Die Vorgehensweisen der Krankenkassen unterscheiden und ändern sich ständig. Zur Informationssammlung müssen die KollegInnen vorab die probatorischen Sitzungen beantragen oder diese mit dem Risiko der Nicht-Genehmigung durchführen. Und das ist nur ein Ausschnitt. In der Summe entsteht während dieses Vorlaufs ein fragwürdiges Bündnis mit den PatientInnen: „Wir gegen die Kasse“.

Der DGVT-BV ermöglicht den persönlichen Erfahrungsaustausch der Mitglieder zur Psychotherapie in der Kostenerstattung mit Hilfe von Mailinglisten. Unseren Berliner Mitgliedern steht eine regionale Mailingliste zu Fragen der Kostenerstattung zur Verfügung (Anmeldungen über info@dgvt-bv.de). Auf den Mailinglisten werden kontinuierlich Informationen zu den aktuellen politischen Entwicklungen gegeben. Damit der Start in die Selbstständigkeit leichter fällt, stellt die DGVT-BV-Bundesgeschäftsstelle Mitgliedern eine Zusammenstellung von Formularen und Hinweisen zur Verfügung.

Seit dem letzten November gibt es einen Stammtisch für KostenerstatterInnen.  Die Kammergruppe von DGVT/DGVT-BV war von Beginn an vertreten. Termine und Orte der Treffen werden rechtszeitig u.a. über die Mailingliste des DGVT-BV bekannt gegeben.

… und was in der PTK Berlin anders ist

Nach der Vorbereitung durch eine eigens eingerichtete Kommission zur Bildung von Ausschüssen (Anzahl, Inhalte und Ziele von Ausschüssen), hat die Delegiertenversammlung bei einer ganztägigen Versammlung im November 2013 die Bildung der Ausschüsse diskutiert und beschlossen. Zur verbesserten Ergebnis- und Mitgliederorientierung  soll die Verzahnung mit der Delegiertenversammlung enger gestaltet werden.

Die folgende Auflistung nennt die Ausschüsse mit den jeweiligen VertreterInnen der DGVT-Liste.

  1.  Aus-, Fort- und Weiterbildung: Alfred Luttermann,
  2. KJP-Ausschuss: Alfred Luttermann,
  3. Finanzausschuss: Alexandra Rohe,
  4. Psychotherapie in Institutionen:Alexandra Rohe,
  5. Ambulante Versorgung: Beate Lämmel,
  6. Berufsordnung, Wissenschaft, Qualität: Beate Lämmel

Armin Kuhr wird Vertreter des Vorstands im Ausschuss Ambulante Versorgung sein.

Ulrike Worringen ist Mitglied der Redaktionskommission für das Psychotherapeutenjournal.

Ich erlebe es als positiv, dass die Delegierten gegenüber Neuerungen offen sind und dass es  recht viele gibt, die das Anliegen haben, für unsere Berufsgruppe eine konstruktive Politik zu gestalten.

Alexandra Rohe, Delegierte der PTK Berlin für die DGVT-/DGVT-BV-Liste Neue Wege

Approbation – was nun?

Wir möchten unsere Mitglieder in Berlin ganz herzlich zur nachfolgenden Veranstaltung einladen:

„Approbation - was nun?“

Informationen rund um die
Niederlassung / KV-Zulassung/
Kostenerstattung sowie angestellte Tätigkeit in Klinik / Beratungsstelle / MVZ etc.
Referentinnen: Dipl.-Psych. Monika Basqué und Dipl.-Psych. Eva Heimpel

am Donnerstag, 6. März 2014
von 19.00 bis 20.30 Uhr

im Systemischen Institut für Achtsamkeit - SIA
Friedelstr. 40, 12047 Berlin

Auf dieser Veranstaltung sollen insbesondere die Bereiche „Kostenerstattung“, KV-Zulassung, Praxissitz-Erwerb, insbesondere das „Verzichtsmodell“ und „Sonderbedarfszulassung“ zur Sprache kommen. Auch alle Fragestellungen rund um die angestellte Tätigkeit in Klinik/Beratungsstelle/MVZ und in der sogenannten integrierten Versorgung werden wir inhaltlich aufgreifen.

Die Veranstaltung beginnt zunächst mit einem Überblicksreferat, in dessen Anschluss auf konkrete Fragen und Probleme eingegangen wird.

Eure/Ihre Fragen/Problemfälle möchten wir vorab schon sammeln und bündeln, so dass sie für den Vortrag und die anschließende Diskussion berücksichtigt werden können.

Wir freuen uns sehr, wenn ihr/Sie die Veranstaltung mitgestaltet/n, indem Ihr/Sie uns vorab Fragen, Probleme und Interessen per Mail zukommen lasst/en – bitte bis spätestens zum 28. Februar 2014 unter der Mailadresse berlin@dgvt-bv.de.

Monika Basqué und Eva Heimpel
Landessprecherinnen Berlin


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