< vorheriger Artikel

Psychotherapeuten-Honorare Zugesagte Neubewertung bleibt aus – Schriftliche Frage an die Bundesregierung


Der Bewertungsausschuss hatte sich Ende letzten Jahres eigenständig verpflichtet, die Höhe der Vergütung der antragpflichtigen psychotherapeutischen Leistungen des EbM-Abschnitts 35.2 auf deren Angemessenheit zu überprüfen. Die zum 30.06.2014 angekündigte Überprüfung blieb allerdings, aus für unseren Berufsstand unerfindlichen Gründen, aus. Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN stellte unter Frau Maria Klein-Schmeink eine schriftliche Anfrage an die Bunderegierung, ob diese ihm Rahmen ihrer Rechtsaufsicht über die Selbstverwaltungsgremien es für erforderlich halte, den Bewertungsausschuss, d.h. Kassenärztliche Bundesvereinigung und GKV-Spitzenverband, aufzufordern, die ihnen jeweils übertragenen Pflichten zu erfüllen und die angemessene Höhe der Vergütung psychotherapeutischer Leistungen sicherzustellen.

In ihrer Antwort wies die Bundesregierung darauf hin, dass für den Bewertungsausschuss keine gesetzliche Frist bestehe, die Vorgaben des Bundessozialgerichts bis zum 30. Juni 2014 umzusetzen. Des Weiteren dauern, nach Kenntnis des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG), die Beratungen und Analysen unter Einbezug des Instituts des Bewertungsausschusses an. Vor diesem Hintergrund werde das BMG die Entwicklung weiter sehr aufmerksam beobachten, aber zunächst nichts weiter unternehmen.

Unsere Stellungnahme zu diesem Thema „Versprochen – und wieder einmal gebrochen - Zugesagte Neubewertung der antragspflichtigen psychotherapeutischen Leistungen bleibt aus“ finden Sie in der aktuellen Ausgabe der VPP (3/2014) und auf unserer Homepage unter www.dgvt-bv.de/aktuell/.


Anna Millek


Quelle: Rosa Beilage 3/2014, S. 33

 


Zurück