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Bericht der Landesgruppe Baden-Württemberg (Rosa Beilag zur VPP 3/2014)


Psychotherapeutenkammer LPK-BW

Inzwischen fand ein Treffen unserer Kammeraktiven von der DGVT-Liste statt. Wir haben uns einen ganzen Nachmittag Zeit genommen, um für die kommenden Jahre Ziele und Perspektiven zu überlegen. Da wir in neuer Zusammensetzung in der Kammer arbeiten, wurden auch grundsätzliche Fragen besprochen.

  • Eine Satzungsänderungskommission wird einberufen, um unsere Satzungen auf Unstimmigkeiten zu überprüfen. Einzelheiten sind noch nicht bekannt, wohl aber werden mögliche Änderungswünsche vermutet. Wir haben einen Vertreter in dieser Kommission und schon vorab einige Punkte für die Überarbeitung überlegt.

  • Die Wahlrechtskommission nimmt ihre Arbeit auf. Wie schon mehrfach betont, ist der Wahlmodus in Baden-Württemberg eine  Persönlichkeitswahl, die mit nur einer Stimme für den Wahlkörper auch die Gestaltung der Zusammensetzung einschränkt. Hier in Baden-Württemberg kennen wir andererseits in der Kommunalwahl die Möglichkeit zu kumulieren und  zu  panaschieren und damit Einfluss auf die Zusammensetzung des Gemeinderats zu nehmen. Das scheint uns überlegenswert zu sein. Auch sollten die Wahlordnungen der anderen Psychotherapeutenkammern  auf Vor- und Nachteile durchgesehen werden. Weitere Überlegungen unsererseits waren Internetwahl, moderate Reduktion der Sitze und die Frage der PiA-Vertretung. Unser Vertreter in der Wahlrechtskommission wird sich für eine Änderung unserer Wahlordnung einsetzen.

  • Wie immer noch hochaktuell, haben wir die neuesten Entwicklungen in der Diskussion der Psychotherapeutenausbildung ausgetauscht. Berichtet wurde über eine Veranstaltung der Kammer: In Baden-Württemberg wurden die Delegierten für den nächsten Deutschen Psychotherapeutentag (DPT) in die Kammergeschäftsstelle zu einem Informationsgespräch eingeladen. Vertreter des Wissenschaftsministeriums und des Sozialministeriums haben den Stand aus ihrer Sicht geschildert und Fragen beantwortet. Von den Vertretern des Wissenschaftsministerium wurden einige interessante Aspekte aufgezeigt: das zu reformierende Psychotherapeutengesetz muss die Umstellung des Psychologiestudiums auf Bachelor und Master  nachvollziehen; auch ein mögliches Psychotherapiestudium müsste mit der Bachelor- und Masterlogik kompatibel sein, so die Vertreter des Wissenschaftsministeriums. Der Bachelorabschluss sollte demnach berufsqualifizierend sein, man will keine Studiengänge, die nicht mehrere Berufsalternativen haben. Die Initiative einiger Bundesländer, wonach in einem ersten Reformschritt die neuen zugangsberechtigenden Studienabschlüsse ins Gesetz integriert werden, wurde grundsätzlich unterstützt, um die Zulassungsbehörden bzgl. der aktuellen Probleme rasch zu entlasten. Allerdings wurde Skepsis hinsichtlich der Bereitschaft des Bundesministeriums für Gesundheit geäußert, einen solchen Reformschritt vorschalten zu wollen. Für den DPT im Herbst wird vom Bundeskammervorstand eine Richtungsentscheidung angestrebt, die an die Politik gerichtet sein soll.

  • Wie bislang schon wollen wir auch weiterhin den Haushalt kritisch auf Einsparpotentiale  prüfen und entsprechende Vorschläge in die Vertreterversammlung (VV) einbringen. Da schon in der letzten Wahlperiode in der letzten VV die Option eines Umzuges der Geschäftsstelle im Haus gebilligt und in den Haushaltsplan aufgenommen wurde, war nach einer Vorstandsentscheidung für den Umzug keine Entscheidung der neu gewählten Vertreter mehr gefragt. Nichts desto trotz hätten die DGVT-Delegierten sich hier eine Beteiligung der gewählten VertreterInnen gewünscht.  Der Haushaltsplan 2014 dürfte aufgrund des Umzuges nun nicht gehalten werden.

  • Die Mitarbeit in den Ausschüssen wurde jeweils dargestellt und Ziele formuliert.

 

Renate Hannak-Zeltner
Landessprecherin Baden-Württemberg

Kontakt:
bawue@dgvt.de; bawue@dgvt-bv.de


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