< vorheriger Artikel

Das Risiko erneuter Auslandseinsätze bei Soldaten mit einsatzbezogener Posttraumatischer Belastungsstörung


Zusammenfassung

Die Versorgung von Soldatinnen und Soldaten mit einer einsatzbezogenen posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) ist neben militärischen Einrichtungen auch zunehmend Aufgabe ziviler PsychiaterInnen und PsychotherapeutInnen. Dabei besteht eine teilweise kontrovers geführte Diskussion, ob die Wiederherstellung der Dienstfähigkeit mit der Möglichkeit erneuter Auslandseinsätze ein Ziel der Behandlung von Soldatinnen und Soldaten mit einer einsatzbezogenen PTBS sein kann. Dieser Artikel fasst wichtige Forschungsergebnisse zur Frage möglicher Risiken erneuter Auslandseinsätze zusammen. Dabei wird auf Risiken der Aggravation der bestehenden Störung, des Auftretens weiterer Symptomatiken sowie auf potenzielle negative Folgen für die laufende Therapie eingegangen. Darüber hinaus werden Befunde zu möglichen Risiken eines Ausschlusses von weiteren Auslandseinsätzen vorgestellt. Diese Betreffen vor allem den Bereich der „Forward Psychiatry“, die Bedeutung der beruflichen Rehabilitation sowie denkbaren Auswirkungen auf das Offenbarungs- und Hilfesuchverhalten. Schließlich werden Forschungslücken sowie Schritte zur Ergänzung bestehender Maßnahmen der Prävention und Intervention abgeleitet und diskutiert.

Abstract

The treatment of soldiers with deployment- related posttraumatic stress disorder (PTSD) has become a task for both military and civilian psychiatrists and psychotherapists. In this process, there is an ongoing discussion whether the restoration of the ability for service implying the possibility of further deployments can be a justifiable treatment goal for soldiers with deployment-related PTSD. This article summarizes major empirical findings regarding the potential risk of further deployments. We consider the risk of aggravation of existing disorders, the occurrence of further symptoms as well as putative negative consequences for the current treatment. Beyond that, findings on potential risks of an exclusion from further deployments are also presented. These concern the field of “forward psychiatry”, the meaning of occupational rehabilitation as well as putative consequences for disclosure and help-seeking behavior. Finally, research gaps and potential steps towards an extension of existing prevention and intervention measures are discussed.

Schlüsselwörter: Posttraumatische Belastungsstörung, Behandlung, Auslandseinsatz, Risiko, Forward Psychiatry

1. Hintergrund

Militärische Einsätze wie in Afghanistan sind mit einem hohen Risiko für belastende und traumatische Ereignisse verbunden (Hoge et al., 2008; Wittchen et al., 2012). Dabei ist in der Bundeswehr die Zahl der Soldatinnen und Soldaten mit einer einsatzbezogenen Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) in den letzten Jahren stetig gestiegen (Zimmermann, Hahne, & Ströhle, 2009). Gemäß einer repräsentativen Untersuchung an Bundeswehrsoldaten der ISAF (International Security Assistance Force) Mission in Afghanistan kehren 2,9% aller deutschen Soldaten mit einer PTBS aus einem Einsatz zurück (Wittchen et al., 2012). Betrachtet man die Vielzahl der Soldatinnen und Soldaten, die über die verschiedenen Einsatzkontingente hinweg in den letzten Jahren im Einsatz waren, geht die Zahl der Betroffen vermutlich in die Tausende (Wittchen et al., 2012). Daraus ergibt sich ein erheblicher therapeutischer Versorgungsbedarf.

Bisher erfolgt die Therapie von Soldatinnen und Soldaten mit einsatzbezogenen Erkrankungen vorrangig innerhalb bundeswehrinterner Einrichtungen (Kowalski et al., in Druck). Um der Herausforderung einer adäquaten Versorgung noch besser begegnen zu können, erfolgte zum 16. September 2013 eine Vereinbarung zwischen dem Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) und der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK), um Wege in die Behandlung innerhalb ambulanter psychotherapeutischer Einrichtungen zu erleichtern. Darüber hinaus wurde die Durchführung regelmäßiger gemeinsamer Fortbildungsveranstaltungen vereinbart. Diese im Prinzip positive Entwicklung löste in den therapeutischen Berufs- und Interessensverbänden jedoch starke Diskussionen über die Ziele der Therapie von SoldatInnen mit einer einsatzbezogenen PTBS aus. So wurde vermehrt Zweifel laut, ob die Wiederherstellung der Dienstfähigkeit mit dem mittelbaren Ziel einer erneuten Einsatzfähigkeit in Anbetracht möglicher negativer Folgen für Therapie- und Störungsverlauf ein vertretbares Behandlungsziel darstellen könne. Gleichsam besteht wenig Klarheit darüber, ob die Alternative, nämlich ein Ausschluss von betroffenen Soldatinnen und Soldaten von weiteren Einsätzen, ebenfalls mit negativen Konsequenzen assoziiert sein kann.

Vor diesem Hintergrund sollen in diesem Artikel zentrale Ergebnisse der empirischen Forschung zur Frage des Risikos eines erneuten Einsatzes bei Soldatinnen und Soldaten mit einer einsatzbezogenen PTBS in der Vorgeschichte vorgestellt und diskutiert werden. Dafür werden zunächst die geltenden Regelungen zur Wiederverwendung von Soldatinnen und Soldaten mit einer PTBS beschrieben. Anschließend werden Befunde zu möglichen Folgen erneuter Einsätze aufgeführt, wobei auch auf mögliche Moderatoren eingegangen wird. Daran anschließend werden Ergebnisse bezüglich möglicher Konsequenzen eines Ausschlusses von weiteren Einsätzen aufgeführt. Abschließend werden die Befunde diskutiert und entsprechende Schlussfolgerungen abgeleitet.

2. Regelung der Wiederverwendung von Soldatinnen und Soldaten

Die gesundheitliche Eignung zur Ausübung aller Tätigkeiten des Soldatenberufs ist in zwei Dienstvorschriften geregelt, der Zentralen Dienstvorschrift Nr. 46/1 sowie dem Allgemeinen Umdruck 80 (Fachdienstliche Anweisung des Inspekteurs des Sanitätswesens;Bundesministerium der Verteidigung, 2013). Der zentrale gutachterlich relevante Begriff ist die „Verwendungsfähigkeit“. Sie ist inhaltlich der Erwerbs- bzw. Berufsfähigkeit im Sozialrecht vergleichbar und ist in vier Abstufungen unterteilt: (1) volle Verwendungsfähigkeit: es besteht die gesundheitliche Eignung für die Ausübung aller Tätigkeiten, einschließlich der Auslandseinsätze. (2) eingeschränkte Verwendungsfähigkeit: es bestehen gesundheitlich begründete Einschränkungen für bestimmte Tätigkeiten; in diesem Rahmen kann auch ein (zumindest vorübergehender) Ausschluss von Auslandseinsätzen bestimmt werden. (3) vorübergehende oder dauerhafte Verwendungsunfähigkeit: es besteht für einen bestimmten Zeitraum (6 Monate bis zu drei Jahren) oder dauerhaft keine Verwendungsfähigkeit für jegliche Tätigkeiten als Soldat; bei der dauerhaften Verwendungsunfähigkeit erfolgt im Regelfall eine vorzeitige Entlassung aus dem Wehrdienst bzw. eine Frühpensionierung. Insbesondere bei psychischen Erkrankungen ist die fachärztliche Begutachtung der gebräuchliche Standard, die meist unter Einbezug eines psychologischen Zusatzgutachtens mit testpsychologischer Diagnostik erfolgt.

Prinzipiell gilt, dass jeder Soldat und jede Soldatin, der/die für den Dienst im Inland gesundheitlich geeignet ist, auch an einem Auslandseinsatz teilnehmen kann. Dabei sind Besonderheiten zu beachten, die nur für den Einsatz gelten. Zu diesen Besonderheiten können in einigen Fällen in der Begutachtungspraxis auch psychische Erkrankungen zählen. Insbesondere SoldatInnen mit psychotischen Störungen sowie Substanzabhängigkeiten werden im Regelfall von Auslandseinsätzen ausgeschlossen. Für den Fall einer bestehenden Traumafolgestörung aus einem vorhergehenden Auslandseinsatz gelten keine pauschalisierten Regelungen sondern es werden Einzelfallabschätzungen vorgenommen. Eine unbehandelt bestehende Traumafolgestörung (z.B. PTBS) führt meist zu einem Ausschluss von einer Einsatzverwendung. Ist dagegen eine vorher bestehende einsatzbezogene psychische Erkrankung fachgerecht behandelt worden und ist eine auch testpsychologisch nachweisbare Symptomremission eingetreten, wird nach einer ausreichenden Latenzzeit nach Ende der Behandlung (6-12 Monate) von einer wiederhergestellten Auslandsverwendungsfähigkeit ausgegangen. Als Standard einer fachgerecht abgeschlossenen Therapie gilt im Regelfall eine ambulante Langzeitpsychotherapie (45-50 Sitzungen) mit traumatherapeutischen Elementen (z.B. EMDR, CBT, Prolonged Exposure). Das Einverständnis des Soldaten zu Auslandseinsätzen ist für das Begutachtungsergebnis nicht zwingend erforderlich. Jedoch wird regelhaft bei der Einschätzung als wesentlicher Faktor mit berücksichtigt, ob sich die Soldatin oder der Soldat zu erneuten Einsätzen in der Lage fühlt. Umgekehrt kommt es auch vor, dass der ausdrückliche Wunsch eines Begutachtungs-Probanden nach erneuten Einsätzen abgelehnt wird. Um eine objektivierbare Dokumentation zu erleichtern, wird in der Bundeswehr voraussichtlich ab 2015 für alle EinsatzteilnehmerInnen ein verpflichtendes psychometrisches Screening eingeführt (Psychological Fitness Konzept). Zielrichtung dieser Maßnahmen ist allerdings nicht primär die Auswahl geeigneter oder der Ausschluss ungeeigneter Soldaten für Einsätze sondern die Erkennung von Zielgruppen für verbesserte Primär- und Sekundärprävention.

3. Mögliche Risiken erneuter Einsätze

Prinzipiell gibt es zwei denkbare Quellen möglicher negativer Folgen einer Wiederverwendung von Soldatinnen und Soldaten mit einer einsatzbezogenen PTBS in der Vorgeschichte im Rahmen erneuter Auslandseinsätze: (1) ein erhöhtes Risiko für negative psychische Folgen nach erneuten Einsätzen und (2) negative Auswirkungen auf die Therapie selbst durch die Antizipation der Möglichkeit erneuter Traumatisierungen. Bislang gibt es keine uns bekannten Studien, welche diese Fragen direkt bei Soldatinnen und Soldaten untersucht hätten und Aufschluss über das tatsächliche Ausmaß dieser Risiken geben könnten. Es gibt allerdings eine Reihe von Befunden, aus denen sich ein solches Risiko ableiten lässt. Befunde zum Vorliegen einer PTBS als Risikofaktor für psychische Morbidität im Allgemeinen sowie Risikofaktoren für das Auftreten einsatzbezogener Störungen geben Hinweise bezüglich des Risikos für negative psychische Folgen durch erneute Einsätze bei SoldatInnen mit einer PTBS in der Vorgeschichte. Bei der Bewertung dieser Risikofaktoren müssen jedoch Befunde zu moderierenden Faktoren mit berücksichtigt werden. In Bezug auf mögliche Auswirkungen auf den Therapieverlauf existieren vor allem allgemeine Befunde und Modelle zur Behandlung der PTBS, aus denen sich Einflüsse auf das Therapieoutcome ableiten lassen.

3.1 Psychische Folgen erneuter Einsätze

3.1.1 PTBS in der Vorgeschichte als Risikofaktor

Auslandseinsätze sind mit einer erhöhten Anzahl traumatischer Ereignisse assoziiert (Wittchen et al 2012). Demzufolge besteht ein hohes Risiko, dass Personen mir einer einsatzbezogenen PTBS während weiterer Auslandseinsätze erneut traumatische Ereignisse erleben. In diesem Zusammenhang konnten Breslau, Peterson, & Schultz (2008) zeigen, dass die Entwicklung einer PTBS auf ein früheres traumatisches Ereignis die Entwicklung einer PTBS in Reaktion auf ein späteres Ereignis vorhersagt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass, trotz vorübergehender Remission, bei einem Teil der Patienten vor allem im Langzeitverlauf erneut Symptome auftreten können (Högberg et al., 2008). In diesem Fall könnte das Erleben erneuter traumatischer Ereignisse zu einer Aggravation der Störung führen könnte. Darüber hinaus gibt es erste Hinweise, dass auch die Antizipation des Erlebens erneuter traumatischer Ereignisse der gleichen Art mit einer Verstärkung der PTBS-Symptomatik assoziiert sein könnte. Dafür sprechen Befunde bei Krebspatienten, bei denen ein positiver Zusammenhang zwischen der Angst vor einem Rückfall und PTBS-Symptomen gefunden wurde (Black & White, 2005; Skaali et al, 2009).

Über das Risiko für eine Aggravation der PTBS-Symptomatik im Falle erneuter traumatischer Ereignisse hinaus ist das Vorliegen einer PTBS ein Risikofaktor für das Auftreten weiterer psychischer Störungen (Breslau, Davis, Peterson, & Schultz, 1997; Debell et al., 2014) bzw. liegen bei Personen mit einer PTBS gemeinsame Risikofaktoren für andere Störungen vor (Kilpatrick et al., 2003; Raabe & Spengler, 2013; Sartor et al., 2011). Auch andere psychische Störungen wie depressive Störungen oder Störungen durch Substanzkonsum, welche häufig komorbid zu einer PTBS vorliegen (Kessler, Sonnega, Bromet, Hughes, & Nelson, 1995; Perkonigg, Kessler, Storz, Wittchen, 2000), können Risikofaktoren für das Auftreten weiterer Störungen sein (Kenneson, Funderburk, & Maisto, 2013). Vor dem Hintergrund, dass eine bestehende Vulnerabilität besonders in Kombination mit dem Erleben von belastenden Ereignissen mit einem erhöhten Risiko für das Auftreten psychischer Störungen verbunden ist (Hankin & Abela, 2005), sprechen die genannten Befunde dafür, dass das Vorliegen einer PTBS mit einem erhöhten Risiko für das Auftreten psychischer Störungen nach dem Erleben weiterer traumatischer Ereignisse assoziiert sein kann.

Bei der Frage des Risikos einer Aggravation von bestehenden bzw. des Auftretens weiterer Symptome im Zusammenhang mit einer vorbestehenden PTBS ist zu berücksichtigen, dass einige Studien zeigen konnten, das eine adäquat durchgeführte Traumatherapie die Resilienz von Personen erhöhen kann (Connor & Zhang, 2006; Davidson et al., 2005). Man kann also vermutlich davon ausgehen, dass die oben beschriebenen Risiken durch erneute Traumatisierung bei Personen mit einer PTBS in der Vorgeschichte durch eine effektive Therapie zumindest abgemildert werden können.

3.1.2 Vorbestehende Störungen und Symptome als Risikofaktoren einsatzbezogener Störungen

Die Rolle vorbestehender Störungen – vor allem der PTBS – ist nicht nur als Risikofaktor für das (erneute) auftreten von Psychopathologie allgemein sondern auch im Rahmen militärischer Einsätze relativ gut untersucht. So zeigte sich in verschiedenen Kohortenstudien an US-Soldaten, dass die Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer PTBS-Diagnose nach dem Einsatz umso größer war, je schlechter der psychische Gesundheitszustand vor dem Einsatz ausfiel (LeardMann et al., 2009; Wittchen et al., 2013; Wright, Cabrera, Eckford, Adler, & Bliese, 2012). Eine andere Studie fand vergleichbare Befunde spezifisch für die PTBS-Symptomatik. In dieser prospektiven Untersuchung an im Irak stationierte US-SoldatInnen waren belastende Einsatzereignisse umso mehr mit einem Anstieg der PTBS-Symptomatik assoziiert, je mehr PTBS Symptome bereits vor dem Einsatz vorhanden waren (Vasterling et al., 2010). Ähnliche Zusammenhänge zu vorbestehenden Symptomen wurden bei SoldatInnen beobachtet, die während des Einsatzes verletzt wurden (Sandweiss et al., 2011). Vor allem das Vorhandensein von Übererregung (Hyperarousal) und Symptomen emotionaler Taubheit (Emotional Numbing) vor dem Einsatz zeigte sich als Prädiktor für die Stärke der PTBS-Symptomatik nach Einsatz (MacDonald, Proctor, Heeren, & Vasterling, 2013). Die Risikoerhöhung für einen einsatzbezogenen Anstieg der PTBS-Symptomatik durch eine bereits bestehende Symptomatik geht vermutlich zumindest teilweise auf einen Anstieg der wahrgenommen Bedrohung während des Einsatzes zurück, welche mit dem Ausmaß der vorhandenen PTBS –Symptomatik ansteigt und selbst wiederum mit einem erhöhten PTBS-Risiko assoziiert ist (Franz et al., 2013).


3.1.3. Moderatoren des Risikos erneuter Einsätze

Trotz der Bedeutung vorbestehender psychischer Symptome für das Auftreten neuer oder die Aggravation bestehender PTBS-Symptome gibt es Evidenz dafür, dass das Risiko durch erneute Einsätze nicht bei allen Personen mit vorbestehender Symptomatik gleich ist. So kam es in der oben genannten Studie (Vasterling et al., 2010) nur dann zu einer Risikoerhöhung, wenn während des Einsatzes belastende Kampfereignisse auftraten. In einer Untersuchung zur Persistenz vor dem Einsatz bestehender PTBS-Symptome (Smith et al., 2008), zeigten SoldatInnen mit einem geringen Ausmaß an Kampfhandlungen sogar eine niedrigere Persistenzrate als SoldatInnen ohne einen Einsatz im selben Zeitraum. Ein weiterer bedeutsamer moderierender Faktor ist das Ausmaß der sozialen Unterstützung nach einem Einsatz. So konnte gezeigt werden, dass die Risikoerhöhung für das einsatzbezogene Auftreten von PTBS Symptomen im Zusammenhang mit bereits vorbestehenden PTBS-Symptomen durch das Ausmaß der erfahrenen Unterstützung in der Einheit ausgeglichen werden kann (Rona et al., 2009). Diese Befunde stützen die in den letzten Jahren zunehmend bestätigte Ansicht, dass militärische Einsätze nicht per se sondern nur unter bestimmten kritischen Konstellationen (kritische Ereignisse, ungünstige individuelle und Umgebungsfaktoren) mit einem erhöhten Risiko für psychische Störungen assoziiert sind (Jones et al., 2013). Dies scheint auch für das Risiko der psychischen Morbidität durch erneute Einsätze bei Soldatinnen und Soldaten mit einer einsatzbezogenen PTBS in der Vorgeschichte zu gelten.

3.2 Auswirkungen auf den Therapieverlauf

Die S3-Leitlinie (Flatten et al., 2011) empfiehlt zur Therapie der posttraumatischen Belastungsstörung die Konfrontation mit den Traumaerinnerungen im geschützten therapeutischen Setting. Negative Auswirkungen auf die Therapie durch die Antizipation der Möglichkeit erneuter Traumatisierungen werden in der Leitlinie implizit angenommen. Daher wird als erste therapeutische Maßnahme die Herstellung einer sicheren Umgebung mit dem Ziel des Schutzes vor weiterer Traumatisierung empfohlen. Auch in den NICE-Guidelines (National Collaborating Centre for Mental Health, 2005) werden das Fortbestehen und die Möglichkeit einer erneuten Traumatisierung als Kontraindikationen für traumabearbeitende Therapie genannt. Die Sorge dahinter scheint zu sein, dass Patientinnen und Patienten nicht stabil genug für die traumafokussierte Therapie sein könnten und es zu einer Symptomverschlimmerung kommen könnte. Vor allem die Annahme, dass das erneute Erleben desselben traumatischen Ereignisses während der Therapie eine Symptomverstärkung zur Folge haben kann wird durch empirische Evident gestützt (z.B. Myrick, Brand & Putnam, 2013). Im Gegensatz dazu werden in den Leitlinien keine expliziten Aussagen zu möglichen Auswirkungen auf die Therapieprognose für den Fall getroffen, dass während der Therapie eine erneute Traumatisierung ausgeschlossen werden kann, diese aber nach erfolgreicher Therapie wieder möglich ist. Zieht man jedoch das Modell von Ehlers und Clark (2000) heran, könnte ein möglicher negativer Einfluss der Antizipation weiterer traumatischer Ereignisse auf den Therapieverlauf abgeleitet werden, da ein zentrales Therapieziel die Reduktion des Gefühls der aktuellen Bedrohung ist. Dies könnte durch die Erwartung, in absehbarer Zeit der entsprechenden Bedrohung erneut ausgesetzt zu werden, erschwert werden.

4. Mögliches Risiken eines Ausschlusses von erneuten Einsätzen

Betrachtet man die oben aufgeführten Befunde, so lässt sich vermuten, dass erneute Auslandseinsätze im Falle einer vorbestehenden PTBS, zumindest unter bestimmten Bedingungen, mit negativen Folgen verbunden sein können. Es stellt sich jedoch ebenfalls die Frage, welche Auswirkungen die Alternative, nämlich ein Ausschluss von einmal an PTBS erkrankten Soldatinnen und Soldaten von weiteren Einsätzen haben kann. Auslandseinsätze sind häufig integraler Bestandteil des Berufsbildes von Soldatinnen und Soldaten und damit auch Teil der Karriereentwicklung. Ein Einschnitt in diesen Bereichen kann, wie bei anderen Berufsgruppen auch, Auswirkungen auf das Selbstkonzept und das psychische Wohlbefinden haben. Ebenso wie zu den Risiken erneuter Einsätze gibt es unseres Wissens nach keine kontrollierten Untersuchungen, welche direkt Aufschluss darüber geben könnten, ob ein Ausschluss von weiteren Einsätzen auch mit Risiken verbunden sein kann. Einige Befunde deuten jedoch zumindest auf mögliche negative Konsequenzen eines solchen Vorgehens für die psychische Gesundheit der Soldatinnen und Soldaten hin. Diese betreffen Erkenntnisse der „Forward Psychiatry“, die Bedeutung der beruflichen Rehabilitation für den Störungsverlauf, sowie mögliche Auswirkungen auf das Offenbarungs- und Hilfesuchverhalten von Soldatinnen und Soldaten.

4.1 Erkenntnisse der „Forward Psychiatry“

Die Frage nach möglichen negativen Folgen eines Ausschlusses von SoldatInnen mit einsatzbezogenen psychischen Belastungsreaktionen von weiteren Einsätzen berührt den Bereich der „Forward Psychiatry“. Dieser bereits im ersten Weltkrieg entwickelte Ansatz hat die konsequente Rückführung von SoldatInnen mit einsatzbezogenen Belastungsreaktionen in ihre Einheit und den Dienst in Kampfeinsätzen zum Ziel (Cozza & Hales, 1991; Jones & Wessely, 2003). Der Ansatz besteht aus drei Kernprinzipien: (1) Nähe zum Kampfeinsatz (Proximity to the Battle) (2) Unmittelbarkeit (Immediacy) und (3) Genesungserwartung (Expectation of Recovery). Gemäß den englischen Begriffen werden die Prinzipien als „PIE-Principles“ bezeichnet. Angewendet bedeuten diese Prinzipien, dass Soldatinnen und Soldaten, bei denen während eines Einsatzes psychische Symptome auftreten, schnellstmöglich noch im Einsatz behandelt und wieder ihrer Einheit und ihren Aufgaben zugeführt werden. Dabei wird erwartet, dass dieses Vorgehen eher zu einer Wiederherstellung der psychischen Gesundheit führt, als ein Abbruch des Einsatzes mit anschließender, teilweise langwieriger stationärer Behandlung. Gemäß diesen Prinzipien könnte sich also eine große Latenz zwischen Auftreten der psychischen Symptomatik und der Wiederaufnahme im Rahmen von Einsätzen oder gar ein Ausschluss von weiteren Einsätzen negativ auf die Wiederherstellung der psychischen Gesundheit auswirken. Es existieren einige empirische Befunde aus Einsätzen in vergangenen Konflikten, welche diese Annahmen stützen. So konnten mehr SoldatInnen mit einsatzbezogener Stressreaktion in ihre Einheiten zurückkehren, die nach den PIE-Principles behandelt wurden (Noy, Levy, & Solomon, 1984). Bei der bisher bedeutsamsten Studie zur Wirkung der Forward Psychiatry an im Libanonkrieg eingesetzten israelischen Soldaten zeigte sich die Erwartung, in jedem Fall wieder in den Einsatz zurück zu kehren, als stärkster Prädiktor für die Wiederherstellung der Dienstfähigkeit. Ebenso fand man einen umgekehrter Zusammenhang zwischen der Anwendung der PIE-Principles und der PTBS-Rate ein Jahr nach dem Konflikt: Bei Soldaten, die unmittelbar in ihre Einheit zurückgeführt wurden, berichteten 38% eine PTBS, bei Soldaten die nicht zurückkehrten und in Krankenhäusern oder ambulanten psychiatrischen Einrichtungen behandelt wurden, waren es 74% (Solomon & Benbenishty, 1986).

Trotz Evidenz für das Potenzial der Forward Psychiatry und deren Prinzipien gibt es berechtigte Kritik an den existierenden Wirksamkeitsstudien. So gibt es nur wenige kontrollierte und keine randomisierte Untersuchungen. Dies ist besonders kritisch, da davon ausgegangen werden kann, dass Soldatinnen und Soldaten mit einer leichten Symptomatik und guter Prognose eher wieder ihrer Einheit zugeführt werden als solche mit schwerer Symptomatik, wodurch die Rückkehr zur Einheit sowohl Maßnahme als auch Outcome darstellen kann (Solomon & Benbenishty, 1986). Häufig werden keine Angaben zur Art der Behandlung gemacht und der häufig berichtete Erhalt der Dienstfähigkeit stellt nur ein unzureichendes Outcomemaß dar. Schließlich zeigten sich langfristig hohe Raten psychischer Störungen bei Veteranen trotz des Einsatzes der PIE-Principles, was deren Wirksamkeit in Frage stellt (Jones & Wessely, 2003). Dennoch weisen neuere Studien darauf hin, dass es während eines Einsatzes durchaus zu einer Besserung einer bestehenden PTBS-Symptomatik kommen kann (Bonanno et al., 2012), auch wenn andere Befunde zeigen, dass diese Verbesserung zumindest bei bestimmten Teilgruppen nur temporär sein können (Berntsen et al., 2012).

4.2 Bedeutung der beruflichen Rehabilitation

Das Vorhandensein einer zufriedenstellenden Erwerbstätigkeit spielt beim Verlauf psychischer Störungen eine wichtige Rolle, da sie sowohl Quelle von sozialer Unterstützung als auch von Selbstwert und Sinnfindung ist und damit eine wichtige Ressource darstellt (Schnurr & Lunney, 2012). Personen mit einer PTBS haben häufig Schwierigkeiten in das Berufsleben zurück zu kehren, haben Probleme mit den Anforderungen oder zeigen weniger Zufriedenheit mit ihrem Beruf (Alonso et al., 2004; North et al., 2002; Smith, Schnurr, & Rosenheck, 2005). Andersherum können auch der Verlust des Arbeitsplatzes oder arbeitsbezogene Belastungen nach dem Erleben eines Traumas Risikofaktoren für die Persistenz von PTBS-Symptomen darstellen (Nandi et al., 2004). Eine gute Erfüllung der Rolle im Erwerbsbereich ist hingegen ein Prädiktor für die Reduktion der Symptomatik bei PTBS-Patienten im Langzeitverlauf (Pérez Benítez et al., 2013). Die berufliche Rehabilitation stellt also für einen positiven Verlauf der PTBS-Symptomatik einen wichtigen Faktor dar.

Für viele Soldatinnen und Soldaten mit einsatzbezogenen psychischen Störungen bedeutet eine fehlende Eignung für weitere Einsätze eine berufliche und soziale Umorientierung innerhalb oder außerhalb der Bundeswehr. Trotz mittlerweile bestehender Maßnahmen zur Unterstützung solcher Prozesse, gibt es Grund zu der Annahme, dass sich gerade bei Soldatinnen und Soldaten mit einsatzbezogener PTBS aus diesen Umbrüchen weitere Belastungsfaktoren ergeben können, die als posttraumatische Stressoren den Verlauf der Störung ungünstig beeinflussen könnten (Vasterling et al., 2010). Dies ist vor allem dann der Fall, wenn man eine einsatzbezogene PTBS in ihrem beruflichen und sozialen Kontext betrachtet. So ist die Einheit von Soldatinnen und Soldaten eine wichtige Quelle sozialer Beziehungen und sozialer Unterstützung. Dies ist im Besonderen der Fall, da traumatische Ereignisse im Einsatz meist nicht von einer einzelnen Person sondern von einer Gruppe oder der gesamten Einheit erlebt werden (Castro & Adler, 2011). So stellt der Zusammenhalt in der Einheit einen wichtigen Schutzfaktor gegen die Aggravierung von einsatzbezogenen Störungen dar (Brailey, Vasterling, Proctor, Constans, & Friedman, 2007). Eine Herauslösung aus der eigenen Einheit durch die fehlende Eignung für weitere Einsätze wäre demnach durchaus mit einem Risiko verbunden (siehe auch Abschnitt 3.1). Des Weiteren ist zu berücksichtigen, dass Soldatinnen und Soldaten lange auf potenzielle traumatische Ereignisse im Einsatz vorbereitet werden (Castro & Adler, 2011). Die Erfahrung, dennoch in Reaktion auf diese Erfahrungen eine Störung zu entwickeln und im Gegensatz zu anderen Mitgliedern der eigenen Einheit nicht mehr an Einsätzen Teilnehmen zu können, kann möglicherweise Kognitionen und Gefühle des Versagens und der eigenen Schwäche auslösen. Solche traumabezogenen negativen Annahmen über die eigene Person sind sowohl mit dem Auftreten als auch mit der Chronifizierung von PTBS Symptomen assoziiert (Dekel, Peleg, & Solomon, 2013; Shahar, Noyman, Schnidel-Allon, & Gilboa-Schechtman, 2013). Schließlich suchen einige Soldatinnen und Soldaten, die ihren ursprünglichen Dienst nicht mehr ausüben können einen finanziellen Ausgleich in Form von Entschädigungen. Hier gibt es Hinweise, dass langfristige finanzielle Aufwendungen für Betroffene mit einsatzbezogenen Störungen die Rolle als „chronisch krank“ stärken und eher zur Chronifizierung von Symptomen beitragen (Frueh, Grubaugh, Elhai, & Buckley, 2007). Insgesamt deuten die Befunde zur Bedeutung der beruflichen Rehabilitation darauf hin, dass ein Ausschluss von weiteren Auslandseinsätzen bei Soldatinnen und Soldaten mit einer einsatzbezogenen PTBS möglicherweise mit Risiken für die Störungsentwicklung verbunden sein kann.

 

4.3 Offenbarungs- und Hilfesuchverhaltens von Soldaten

Ein weiterer Aspekt, der im Hinblick auf mögliche Risiken eines Ausschlusses von weiteren Einsätzen von Personen mit einer einsatzbezogenen PTBS möglicherweise von Bedeutung sein könnte, ist das Offenbarungs- und Hilfesuchverhaltens von Soldatinnen und Soldaten. Im Allgemeinen weisen Soldatinnen und Soldaten mit Einsatzerfahrungen hohe Barrieren auf, wenn es darum geht, professionelle Hilfe aufzusuchen (Hoge et al., 2004; Pietrzak, Johnson, Goldstein, Malley, & Southwick, 2009; Visco, 2009), was das Risiko der Aggravation und Chronifizierung einer bestehenden Symptomatik birgt. Diese Barrieren betreffen bei Soldatinnen und Soldaten vermutlich weniger die Qualität und Erreichbarkeit von Diensten als vielmehr die die wahrgenommene Stigmatisierung, vor allem aber auch befürchtete Karrierenachteile. So gaben in der Studie von Hoge et al. (2004) 50% der Soldatinnen und Soldaten mit positiven Screening für eine psychische Störung an, dass Angst vor Karrierenachteilen ihre Entscheidung, Hilfe aufzusuchen beeinflusse. Es gibt erste Hinweise darauf, dass die Angst vor Karrierenachteilen auch bei Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr in Bezug auf das Offenbarungs- und Hilfesuchverhaltens eine wichtige Rolle spielt (Wittchen et al., 2014; Kowalski et al., in press). Diese Befürchtungen könnten durch die Annahme, im Falle einer Offenbarung der Störung nicht mehr ein Einsätzen teilnehmen zu können möglicherweise verstärkt und das ohnehin geringe Inanspruchnahmeverhalten bei Soldatinnen und Soldaten (Wittchen et al., 2012) weiter gesenkte werden.

 

5. Zusammenfassung und Schlussfolgerungen

Verschiedene Forschungsergebnisse der letzten 15 Jahre deuten darauf hin, dass eine Entsendung von Soldatinnen und Soldaten mit einer einsatzbezogenen PTBS in der Vorgeschichte in weitere Auslandseinsätze mit Risiken für die psychische Gesundheit verbunden sein kann. Diese betreffen einerseits eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für die Manifestation bestehender und das Auftreten weiterer einsatzbezogener psychischer Störungen bei Soldatinnen und Soldaten einer einsatzbezogenen PTBS in der Vorgeschichte. Dabei ist zu beachten, dass diese Zusammenhänge vermutlich nur unter bestimmten Bedingungen (Kampferfahrungen in weiteren Einsätzen, fehlende soziale Unterstützung) gelten und durch eine effektive Traumatherapie abgemildert werden können. Zum anderen gibt es Hinweise darauf, dass die anhaltende Bedrohungssituation aufgrund der Antizipation der Möglichkeit weiterer Traumatisierungen den Therapieverlauf negativ beeinflussen könnte. Auf der anderen Seite sprechen einige Befunde dafür, dass auch ein Ausschluss von weiteren Einsätzen aufgrund von spezifischen Merkmalen von Soldatinnen und Soldaten durchaus mit Risiken behaftet sein kann. Vor allem eine Herauslösung aus der eigenen Einheit, die fehlende Möglichkeit zur Wiederaufnahme der beruflichen Rolle, negative Auswirkungen auf das Selbstbild und die Befürchtung von entstehenden Nachteilen können möglicherweise die Störungsentwicklung negativ beeinflussen.

Auf Basis dieser Befundlage lassen sich kaum eindeutige Schlussfolgerungen bezüglich der Befürwortung oder Ablehnung von weiteren Auslandseinsätzen bei Personen mit einer einsatzbezogenen PTBS in der Vorgeschichte ziehen. Vielmehr ist im Einzelfall eine individuelle Beurteilung der Risiken nötig, ähnlich, wie es heute in der Regel bereits praktiziert wird. Es fehlen jedoch bislang eindeutige Kriterien, die eine zuverlässige Abschätzung der Risiken, sowohl für die Entsendung als auch den Ausschluss von weiteren Auslandseinsätzen erlauben. Hier ergibt sich ein erheblicher Forschungsbedarf. Wie eingangs erwähnt, gibt es unseres Wissens nach bislang keine Studien, welche diese Risiken und ihre Interaktion systematisch untersuchen. Die hier vorgestellten Erkenntnisse sind aus einer Vielzahl unterschiedlicher Befunde abgeleitet, die lediglich einzelne oder mit der Frage assoziierte Aspekte beinhalten, was aufgrund der unterschiedlichen Fragestellungen, Stichproben und Methoden nur sehr eingeschränkte Schlüsse erlaubt. Aus forschungsmethodischer Sicht ist problematisch, dass die Entsendung in weitere Einsätze aus ethischen Gründen keiner Randomisierung zugänglich ist und somit immer eine mögliche Konfundierung der Ergebnisse beinhaltet. Deshalb sind naturalistische, longitudinale und möglichst multizentrische Studien an großen Stichproben nötig, die auf der Basis bisheriger Befunde eine Vielzahl möglicher Einfluss- und Kontrollvariablen erfassen. Ziel dieser Studien sollte eine möglichst gute Vorhersage des individuellen Risikos sowohl für eine Entsendung in weitere Einsätze als auch für einen Ausschluss von Auslandseinsätzen sein, um geeignete Kriterien zur Unterstützung der Entscheidung im Einzelfall ableiten zu können.

Auch wenn es gelingt, die Grundlage für Entscheidungen für oder gegen einen erneuten Einsatz durch die Anwendung geeigneter Kriterien zu verbessern, werden diese dennoch mit einem gewissen Risiko verbunden sein. Über die reine Entscheidung für oder gegen weitere Auslandseinsätze hinaus könnten sich aus den hier vorgestellten Befunden Ansätze für Maßnahmen zur Verbesserung der Rückfallprophylaxe und Prävention einsatzbezogener Störungen bei Soldatinnen und Soldaten ableiten lassen. So sollte bei Soldatinnen und Soldaten, die für erneute Einsätze vorgesehen sind und die sich für einen solchen entscheiden, die Verwendung so gewählt werden, dass die Wahrscheinlichkeit erneuter Kampferfahrungen möglichst gering ist, ohne die Betroffenen komplett aus der eigenen Einheit herauszulösen. Darüber hinaus sollten Quellen der sozialen Unterstützung durch therapeutische oder begleitende Maßnahmen mobilisiert und gestärkt werden. Sowohl die Möglichkeit von erneuten belastenden Ereignissen als auch der Umgang mit diesen Ereignissen sollte im Rahmen der Therapie als auch im Rahmen der Einsatzvorbereitung verstärkt thematisiert werden. Zudem sollten geeignete Maße zur Erfassung der Resilienz in die Beurteilung des Therapieerfolgs einfließen. Bei Soldatinnen und Soldaten, die von weiteren Einsätzen ausgeschlossen werden, sollten Möglichkeiten einer zufriedenstellenden beruflichen Perspektive gefördert werden. Ebenso sollte versucht werden, den Verlust des Bezugs zur eigenen Einheit durch andere Möglichkeiten des Kontakts zu Personen mit ähnlichem Erfahrungshintergrund zu kompensieren. Gefühle des Versagens und der Angst vor Stigmatisierung sollten innerhalb der Therapie aber auch im militärischen Kontext thematisiert und bearbeitet werden. Schließlich sollten Soldatinnen und Soldaten in alle Entscheidungsprozesse aktiv einbezogen und gemeinsam zufriedenstellende Möglichkeiten gefunden werden, um einen Abbau von Barrieren und das Offenbarungs- und Hilfesuchverhalten zu fördern. Auch hier sind systematische Untersuchungen nötig, um auf diesen Ansätzen aufbauend bestehende Maßnahmen zu ergänzen und neue Interventionen zu entwickeln, zu erproben und auf ihre Wirksamkeit hin zu überprüfen.

Zusammenfassend verlangt die Frage nach den Risiken einer erneuten Entsendung von Soldatinnen und Soldaten mit einer einsatzbezogenen PTBS in weitere Auslandseinsätze den Einbezug verschiedenster Aspekte und Mechanismen der Störung sowie die Berücksichtigung der spezifischen Merkmale von einsatzerfahrenen SoldatInnen. Bisher fehlt eine empirisch fundierte Datengrundlage, um zuverlässige Kriterien und geeignete Maßnahmen zur Verringerung des individuellen Risikos ableiten oder im Einzelfall Empfehlungen für oder gegen einen erneuten Einsatz geben zu können. Die Initiierung geeigneter Forschungsvorhaben zur Schaffung einer solchen Datengrundlage ist ein notwendiger Beitrag, um zukünftig sowohl eine angemessene Versorgung sowie eine möglichst risikoarme Berufsausübung von Soldatinnen und Soldaten mit einsatzbezogenen Störungen zu fördern.

Peter Zimmermann1, Judith Schäfer2, Sebastian Trautmann2

1Zentrum für Psychiatrie und Psychotraumatologie am Bundeswehrkrankenhaus Berlin, Berlin, Deutschland

2Institut für Klinische Psychologie und Psychotherapie & „Center of Clinical Epidemiology and Longitudinal Studies“ (CELOS), Technische Universität Dresden

 

Literaturverzeichnis

Alonso, J., Angermeyer, M. C., Bernert, S., Bruffaerts, R., Brugha, T. S., Bryson, H., … ESEMeD/MHEDEA 2000 Investigators, European Study of the Epidemiology of Mental Disorders (ESEMeD) Project. (2004). Disability and quality of life impact of mental disorders in Europe: results from the European Study of the Epidemiology of Mental Disorders (ESEMeD) project. Acta Psychiatrica Scandinavica. Supplementum, (420), 38–46. doi:10.1111/j.1600-0047.2004.00329.x

Berntsen, D., Johannessen, K. B., Thomsen, Y. D., Bertelsen, M., Hoyle, R. H., & Rubin, D. C. (2012). Peace and war: trajectories of posttraumatic stress disorder symptoms before, during, and after military deployment in afghanistan. Psychological Science, 23(12), 1557–1565. doi:10.1177/0956797612457389

Bonanno, G. A., Mancini, A. D., Horton, J. L., Powell, T. M., LeardMann, C. A., Boyko, E. J., … Smith, T. C. (2012). Trajectories of trauma symptoms and resilience in deployed US military service members: prospective cohort study. The British Journal of Psychiatry, 200(4), 317–323. doi:10.1192/bjp.bp.111.096552

Brailey, K., Vasterling, J. J., Proctor, S. P., Constans, J. I., & Friedman, M. J. (2007). PTSD Symptoms, Life Events, and Unit Cohesion in U.S. Soldiers: Baseline Findings From the Neurocognition Deployment Health Study. Journal of Traumatic Stress, 20(4), 495–503.

Breslau, N., Davis, G. C., Peterson, E. L., & Schultz, L. (1997). Psychiatric sequelae of posttraumatic stress disorder in women. Archives of General Psychiatry, 54(1), 81–87.

Breslau, N., Peterson, E. L., & Schultz, L. R. (2008). A second look at prior trauma and the posttraumatic stress disorder effects of subsequent trauma: a prospective epidemiological study. Archives of General Psychiatry, 65(4), 431–437. doi:10.1001/archpsyc.65.4.431

Bundesministerium der Verteidigung (2013). Zentrale Dienstvorschrift Nr. 46/1. Bonn: Verlag des Bundesministeriums der Verteidigung.

Castro, C. A., & Adler, A. B. (Eds.). (2011). Reconceptualizing combat-related posttraumatic stress disorder as an occupational hazard. In Deployment psychology: Evidence-based strategies to promote mental health in the military (pp. 217–242). Washington, DC: American Psychological Association.

Connor, K. M., & Zhang, W. (2006). Recent advances in the understanding and treatment of anxiety disorders. Resilience: determinants, measurement, and treatment responsiveness. CNS Spectrums, 11(10 Suppl 12), 5–12.

Cozza, K. L., & Hales, R. E. (1991). Psychiatry in the Army: a brief historical perspective and current developments. Hospital & Community Psychiatry, 42(4), 413–418.

Davidson, J. R. T., Payne, V. M., Connor, K. M., Foa, E. B., Rothbaum, B. O., Hertzberg, M. A., & Weisler, R. H. (2005). Trauma, resilience and saliostasis: effects of treatment in post-traumatic stress disorder. International Clinical Psychopharmacology, 20(1), 43–48.

Debell, F., Fear, N. T., Head, M., Batt-Rawden, S., Greenberg, N., Wessely, S., & Goodwin, L. (2014). A systematic review of the comorbidity between PTSD and alcohol misuse. Social Psychiatry and Psychiatric Epidemiology, 1–25. doi:10.1007/s00127-014-0855-7

Dekel, S., Peleg, T., & Solomon, Z. (2013). The Relationship of PTSD to Negative Cognitions: A 17-Year Longitudinal Study. Psychiatry-Interpersonal and Biological Processes, 76(3), 241–255.

Franz, M. R., Wolf, E. J., MacDonald, H. Z., Marx, B. P., Proctor, S. P., & Vasterling, J. J. (2013). Relationships Among Predeployment Risk Factors, Warzone-Threat Appraisal, and Postdeployment PTSD Symptoms: Predictors of Threat Appraisal. Journal of Traumatic Stress, 26(4), 498–506. doi:10.1002/jts.21827

Frueh, B. C., Grubaugh, A. L., Elhai, J. D., & Buckley, T. C. (2007). US Department of Veterans Affairs disability policies for posttraumatic stress disorder: administrative trends and implications for treatment, rehabilitation, and research. American Journal of Public Health, 97(12), 2143–2145. doi:10.2105/AJPH.2007.115436

Hankin, B. L., & Abela, J. R. Z. (2005). Development of Psychopathology: A Vulnerability-Stress Perspective. SAGE Publications.

Högberg, G., Pagani, M., Sundin, O., Soares, J., Aberg-Wistedt, A., Tärnell, B., & Hällström, T. (2008). Treatment of post-traumatic stress disorder with eye movement desensitization and reprocessing: outcome is stable in 35-month follow-up. Psychiatry Research, 159(1-2), 101–108. doi:10.1016/j.psychres.2007.10.019

Hoge, C. W., Castro, C. A., Messer, S. C., McGurk, D., Cotting, D. I., & Koffman, R. L. (2004). Combat duty in Iraq and Afghanistan, mental health problems, and barriers to care. The New England Journal of Medicine, 351(1), 13.

Hoge, C. W., McGurk, D., Thomas, J. L., Cox, A. L., Engel, C. C., & Castro, C. A. (2008). Mild traumatic brain injury in US soldiers returning from Iraq. New England Journal of Medicine.

Jones, E., & Wessely, S. (2003). “Forward psychiatry” in the military: its origins and effectiveness. Journal of Traumatic Stress, 16(4), 411–419.

Jones, M., Sundin, J., Goodwin, L., Hull, L., Fear, N. T., Wessely, S., & Rona, R. J. (2013). What explains post-traumatic stress disorder (PTSD) in UK service personnel: deployment or something else? Psychological Medicine, 43(08), 1703–1712. doi:10.1017/S0033291712002619

Kenneson, A., Funderburk, J. S., & Maisto, S. A. (2013). Substance use disorders increase the odds of subsequent mood disorders. Drug and Alcohol Dependence, 133(2), 338–343. doi:10.1016/j.drugalcdep.2013.06.011

Kessler, R., Sonnega, A., Bromet, E., Hughes, M., & Nelson, C. (1995). Posttraumatic-Stress-Disorder in the National Comorbidity Survey. Archives of General Psychiatry, 52(12), 1048–1060.

Kilpatrick, D. G., Ruggiero, K. J., Acierno, R., Saunders, B. E., Resnick, H. S., & Best, C. L. (2003). Violence and risk of PTSD, major depression, substance abuse/dependence, and comorbidity: Results from the National Survey of Adolescents. Journal of Consulting and Clinical Psychology, 71(4), 692–700. doi:10.1037/0022-006X.71.4.692

Kowalski, J., Jacobi, F., Trautmann, S., Schönfeld, S., Thurau, C., Höfler, M., … Zimmermann, P. (in press). Bewertung und Inanspruchnahme der psychosozialen Versorgung von Soldaten nach Auslandseinsatz. Trauma Und Gewalt.

LeardMann, C. A., Smith, T. C., Smith, B., Wells, T. S., Ryan, M. A. K., & Millennium Cohort Study Team. (2009). Baseline self reported functional health and vulnerability to post-traumatic stress disorder after combat deployment: prospective US military cohort study. BMJ (Clinical Research Ed.), 338, b1273.

MacDonald, H. Z., Proctor, S. P., Heeren, T., & Vasterling, J. J. (2013). Associations of postdeployment PTSD symptoms with predeployment symptoms in Iraq-deployed Army soldiers. Psychological Trauma: Theory, Research, Practice, and Policy, 5(5), 470–476. doi:10.1037/a0029010

Nandi, A., Galea, S., Tracy, M., Ahern, J., Resnick, H., Gershon, R., & Vlahov, D. (2004). Job loss, unemployment, work stress, job satisfaction, and the persistence of posttraumatic stress disorder one year after the September 11 attacks. Journal of Occupational and Environmental Medicine, 46(10), 1057–1064. doi:10.1097/01.jom.0000141663.22902.0a

North, C. S., Tivis, L., McMillen, J. C., Pfefferbaum, B., Cox, J., Spitznagel, E. L., … Smith, E. M. (2002). Coping, functioning, and adjustment of rescue workers after the Oklahoma City bombing. Journal of Traumatic Stress, 15(3), 171–175. doi:10.1023/A:1015286909111

Noy, S., Levy, R., & Solomon, Z. (1984). Mental health care in the Lebanon War, 1982. Israel Journal of Medical Sciences, 20(4), 360–363.

Pérez Benítez, C. I., Zlotnick, C., Dyck, I., Stout, R., Angert, E., Weisberg, R., & Keller, M. (2013). Predictors of the long-term course of comorbid PTSD: a naturalistic prospective study. International Journal of Psychiatry in Clinical Practice, 17(3), 232–237. doi:10.3109/13651501.2012.667113

Perkonigg, A., Kessler, R. C., Storz, S., Wittchen, H., & others. (2000). Traumatic events and post-traumatic stress disorder in the community: prevalence, risk factors and comorbidity. Acta Psychiatrica Scandinavica, 101(1), 46–59.

Pietrzak, R. H., Johnson, D. C., Goldstein, M. B., Malley, J. C., & Southwick, S. M. (2009). Perceived Stigma and Barriers to Mental Health Care Utilization Among OEF-OIF Veterans. Psychiatric Services, 60(8), 1118.

Raabe, F. J., & Spengler, D. (2013). Epigenetic Risk Factors in PTSD and Depression. Frontiers in Psychiatry, 4. doi:10.3389/fpsyt.2013.00080

Rona, R., Hooper, R., Jones, M., Iversen, A., Hull, L., Murphy, D., … Wessely, S. (2009). The Contribution of Prior Psychological Symptoms and Combat Exposure to Post Iraq Deployment Mental Health in the UK Military. JOURNAL OF TRAUMATIC STRESS, 22(1), 11–19. doi:10.1002/jts.20383

Sandweiss, D. A., Slymen, D. J., Leardmann, C. A., Smith, B., White, M. R., Boyko, E. J., … Millennium Cohort Study Team. (2011). Preinjury psychiatric status, injury severity, and postdeployment posttraumatic stress disorder. Archives of General Psychiatry, 68(5), 496–504. doi:10.1001/archgenpsychiatry.2011.44

Sartor, C. E., McCutcheon, V. V., Pommer, N. E., Nelson, E. C., Grant, J. D., Duncan, A. E., … Heath, A. C. (2011). Common genetic and environmental contributions to post-traumatic stress disorder and alcohol dependence in young women. Psychological Medicine, 41(7), 1497–1505. doi:10.1017/S0033291710002072

Schnurr, P. P., & Lunney, C. A. (2012). Work-Related Outcomes Among Female Veterans and Service Members After Treatment of Posttraumatic Stress Disorder. Psychiatric Services, 63(11), 1072–1079.

Shahar, G., Noyman, G., Schnidel-Allon, I., & Gilboa-Schechtman, E. (2013). Do PTSD symptoms and trauma-related cognitions about the self constitute a vicious cycle? Evidence for both cognitive vulnerability and scarring models. Psychiatry Research, 205(1-2), 79–84. doi:10.1016/j.psychres.2012.07.053

Smith, M. W., Schnurr, P. P., & Rosenheck, R. A. (2005). Employment outcomes and PTSD symptom severity. Mental Health Services Research, 7(2), 89–101.

Smith, T. C., Ryan, M. A. ., Wingard, D. L., Slymen, D. J., Sallis, J. F., & Kritz-Silverstein, D. (2008). New onset and persistent symptoms of post-traumatic stress disorder self reported after deployment and combat exposures: prospective population based US military cohort study. British Medical Journal, 336(7640), 366–371.

Solomon, Z., & Benbenishty, R. (1986). The role of proximity, immediacy, and expectancy in frontline treatment of combat stress reaction among Israelis in the Lebanon War. The American Journal of Psychiatry, 143(5), 613–617.

Vasterling, J. J., Proctor, S. P., Friedman, M. J., Hoge, C. W., Heeren, T., King, L. A., & King, D. W. (2010). PTSD Symptom Increases in Iraq-Deployed Soldiers: Comparison With   Nondeployed Soldiers and Associations With Baseline Symptoms, Deployment   Experiences, and Postdeployment Stress. Journal of Traumatic Stress, 23(1), 41–51. doi:10.1002/jts.20487

Visco, R. (2009). Postdeployment, Self-Reporting of Mental Health Problems, and Barriers to Care. Perspectives in Psychiatric Care, 45(4), 240–253.

Wittchen, H. U., Schönfeld, S., Kirschbaum, C., Trautmann, S., Thurau, C., Siegert, J., … Zimmermann, P. (2013). Rates of Mental Disorders Among German Soldiers Deployed to Afghanistan: Increased Risk of PTSD or of Mental Disorders In General. J Depress Anxiety, 2(133), 2167–1044.

Wittchen, H.-U., Schönfeld, S., Kirschbaum, C., Thurau, C., Trautmann, S., Steudte, S., … Zimmermann, P. (2012). Traumatische Ereignisse und posttraumatische Belastungsstörungen bei im Ausland eingesetzten Soldaten. Deutsches Ärzteblatt International, 109.

Wright, K. M., Cabrera, O. A., Eckford, R. D., Adler, A. B., & Bliese, P. D. (2012). The impact of predeployment functional impairment on mental health after combat. Psychological Trauma: Theory, Research, Practice, and Policy, 4(3), 260–269. doi:10.1037/a0024373

Zimmermann, P., Hahne, H. H., & Ströhle, A. (2009). Psychiatrische Erkrankungen bei Bundeswehrsoldaten – Veränderungen in der Inanspruchnahme medizinischer Versorgungssysteme im Vergleich der Jahre 2000 und 2006. Trauma Und Gewalt, 3, 316–327.


Angaben zu den AutorInnen:

PD Dr. med Peter Zimmermann

Peter Zimmermann ist leitender Arzt am Zentrum für Psychiatrie und Psychotraumatologie des Bundeswehrkrankenhauses Berlin. Er ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und besitzt Zusatzqualifikationen für die Psychotraumatologie und die Gruppenanalyse. Er verfügt über eine Weiterbildungsermächtigung von 3 Jahren für das Fach Psychiatrie und Psychotherapie. Zudem ist Herr Zimmermann Autor zahlreicher Arbeiten zu Versorgung und Behandlung einsatzbezogener Störungen bei Soldaten der Bundeswehr.

Korrespondenzadresse:     Peter Zimmermann
                                           Bundeswehrkrankenhaus Berlin
                                           Scharnhorststraße 13, 10115 Berlin
                                           Email: peter1zimmermann@bundeswehr.org


Dipl.-Psych. Judith Schäfer

Judith Schäfer ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Klinische Psychologie und Psychotherapie der Technischen Universität Dresden. Sie ist Projektmitarbeiterin der bundesweit durchgeführten PID-PTSD+³-Studie, welche die psychische Gesundheit von Bundeswehrsoldaten im Zusammenhang mit Auslandseinsätzen untersucht. Ihr Arbeitsschwerpunkt liegt im Bereich der Forschung zu kognitiv-affektiven Veränderungen im Rahmen von Traumafolgestörungen. Frau Schäfer befindet sich zudem in einer postgradualen Ausbildung zur psychologischen Psychotherapeutin.

Korrespondenzadresse:     Judith Schäfer
                                           Institut für Klinische Psychologie und Psychotherapie
                                           Chemnitzer Str. 46, 01187 Dresden
                                           Email: judith.schaefer@tu-dresden.de


Dipl.-Psych. Sebastian Trautmann

Sebastian Traumann ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Klinische Psychologie und Psychotherapie der Technischen Universität Dresden. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt in der klinisch-epidemiologischen Forschung im Bereich einsatzbezogener und Traumafolgestörungen. Herr Trautmann ist Projektleiter der bundesweit durchgeführten PID-PTSD+³-Studie, welche die psychische Gesundheit von Bundeswehrsoldaten im Zusammenhang mit Auslandseinsätzen untersucht. Er befindet sich zudem in einer postgradualen Ausbildung zum psychologischen Psychotherapeuten.

Korrespondenzadresse:     Sebastian Trautmann
                                           Institut für Klinische Psychologie und Psychotherapie
                                           Chemnitzer Str. 46, 01187 Dresden
                                           Email: sebastian.trautmann1@tu-dresden.de

 


Zurück