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Rechenschaftsbericht der Fachgruppe „Frauen in der psychosozialen Versorgung“ 2014


Der Fachgruppe Frauen in der psychosozialen Versorgung liegt zurzeit die Vernetzung innerhalb der DGVT am Herzen. Die Fachgruppe Frauen hat im Rahmen des DGVT-Kongresses am Samstag, den 29. März 2014 ein Treffen aller Interessierten organisiert. Ein fachlicher Input der Gendertrainerin Ute Engelmann zu Aspekten der Zusammenarbeit zwischen den Geschlechtern und unterschiedlichen Kommunikationsmustern hatte einen lebhaften Austausch über Erfahrungen in der eigenen Arbeitswelt, aber auch in Gremien, in und außerhalb der DGVT, zur Folge.

Die Fachgruppe Frauen in der psychosozialen Versorgung ist Mitglied im Nationalen Netzwerk Frauen und Gesundheit, das sich 2014 zweimal getroffen hat: 24. Januar 2014 in Bochum beim Kompetenzzentrum Frauen und Gesundheit NRW und am 04. Juli 2014 in Berlin beim Netzwerk Frauengesundheit Berlin. Das Nationale Netzwerk Frauen und Gesundheit ist ein Zusammenschluss von Verbänden und Netzwerken, die sich bundes- oder landesweit zu Frauen- und Mädchengesundheit engagieren.

Anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Nationalen Netzwerkes Frauen und Gesundheit fand eine Fachtagung zum Thema „Selbstbestimmung und Gesundheit von Frauen: Vom hohen Gut zum Werbeslogan?“ am 03. Juli 2014 in Berlin statt. Thema war der ambivalente Begriff der Selbstbestimmung im Zusammenhang mit Frauengesundheit. Der Begriff der Selbstbestimmung war zu Beginn der zweiten Frauenbewegung und, in der Folge, in der Frauengesundheitsbewegung ein zentraler und wichtiger Orientierungspunkt. Die Tagung zeichnete die Bedeutungsveränderungen dieses Begriffes kritisch am Beispiel der reproduktiven Gesundheit und am Thema Selbstoptimierung nach. Dazu gehörte sowohl ein Rückblick auf gesellschaftliche Veränderungen und gesetzliche Rahmenbedingungen, Unterschiede in Ost- und Westdeutschland, als auch ein Blick auf aktuelle Diskurse, wie der Abgabemodalitäten für die "Pille danach". Am Ende der Tagung sind fünf politische Forderungen formuliert worden, die nach der Tagung allen im Bundestag vertretenen Parteien übergeben worden sind.  Näheres unter www.nationales-netzwerk-frauengesundheit.de

Zudem hat das Nationale Netzwerk Frauen und Gesundheit die Pressemeldung  „HPV-Impfung und Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs: Ausgewogene Gesundheitsinformationen unerwünscht“ veröffentlicht. Dies war nötig geworden, sah sich das Netzwerk doch Angriffen ausgesetzt bzgl. ihrer Broschüre zu Gebärmutterhalskrebsfrüherkennung und HPV-Impfung, die in umfassender Weise pro- und contra-Argumente aufzeigt, wie es gute Informationen tun sollten.

Für die Fachgruppe Frauen in der psychosozialen Versorgung:
Ute Sonntag, Irmgard Vogt, Ruth Jäger, Elisabeth Jürgens, Christine Wicke-Blume


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