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Bericht der Landesgruppe Rheinland-Palz (Rosa Beilage zur VPP 2/2015)


Aus der Psychotherapeutenkammer

Am 18.04.15 fand die Frühjahrsvertreterversammlung der Psychotherapeutenkammer Rheinland-Pfalz statt. Es wurden die ersten beiden von insgesamt 11 neu zu fassenden Satzungen der Kammer verabschiedet. Die Berufsordnung und die Fortbildungsordnung sind nun online abrufbar. Während in der Berufsordnung vor allem das Patientenrechtegesetz berücksichtigt wurde und eine liberalere Handhabung neuer Medien möglich wird, gibt es in der Fortbildungsordnung durchgreifendere Änderungen. Hier wird die Nachweispflicht für Fortbildungen abgeschafft. Das heißt, dass zukünftig keine Verpflichtung mehr besteht, die Teilnahmebescheinigungen, über die die 250 Punkte in fünf Jahren nachgewiesen werden, an die Kammer zu schicken. Natürlich bleibt die Pflicht zur Fortbildung unverändert bestehen. Die Kammer behält sich vor, in Einzelfällen die Fortbildungspflicht zu überprüfen, z.B. wenn es zu Beschwerden durch Patienten kommt. Wird dann festgestellt, dass die Fortbildung nicht im geforderten Umfang (eben die 250 Punkte) nachgewiesen werden kann, werden Maßnahmen wegen Nichterfüllung von Berufspflichten getroffen (z.B. Rüge oder Ordnungsgeld). Der Nachweis für die KV kann weiter über die Kammer erfolgen (die Nachweispflicht gegenüber der KVist gesetzlich vorgeschrieben). Unbenommen ist auch, dass bei Angestellten der jeweilige Arbeitgeber weiterhin Nachweise fordern kann. Nur gegenüber der Kammer muss dies nun nicht mehr erfolgen – ähnlich wie es bei anderen Kammern ist. In der nächsten Vertreterversammlung im Herbst werden dann die weiteren veränderten Satzungen vorgelegt.

Die Billigung des Jahresabschlusses 2014 und die Entlastung des Vorstands waren wichtige Entscheidungen.

In zwei Vorträgen wurden die Vergütungs- bzw. Honorarsituationen bei AusbildungsteilnehmerInnen in der Psychotherapie (PiA/KJPiA) und bei selbstständig arbeitenden KollegInnen problematisiert. Herr Behrens und Herr Dr. Romfeld stellten vor, wie im Pfalzklinikum (eine große psychiatrische Klinik in der Südpfalz) eine Lösung zur Anstellung und Vergütung der PiAs gefunden und umgesetzt wird (z.B. gibt es die Möglichkeit, nach dem Psychiatriejahr eine (Teilzeit)Anstellung mit Bezahlung nach EG 13 zu bekommen). Dies sei für die TherapeutInnen in Ausbildung attraktiv, aber auch für den Arbeitgeber, der eingearbeitete MitarbeiterInnen längerfristig halten kann. Dieter Best informierte über den frustranen Kampf um eine höhere Vergütung ambulanter Leistungen, sei es über die Abrechnung nach EBM oder GOP. Er betonte die Wichtigkeit der Teilnahme an Aktionsmaßnahmen wie am 11. Mai in Frankfurt anlässlich einer Sitzung der KBV.

Zu guter Letzt wurde beschlossen, die PiAs in Rheinland-Pfalz weiter in den Prozess der Ausbildungsreform einzubinden.  

Ein wichtiger Hinweis noch zuletzt: am 22.6. um 18.00 Uhr findet das nächste Landestreffen der DGVT-Landesgruppe in Mainz statt. Eine detaillierte Einladung wird demnächst per Mail an alle Mitglieder versandt.

Andrea Benecke
Landessprecherin Rheinland-Pfalz
Kontakt: rheinland-pfalz@dgvt.de;rheinland-pfalz@dgvt-bv.de


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