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Arbeitskreis Leben (AKL) in Nürtingen: Blick zurück und nach vorn[1] von Andreas Strunk


Der genannte Verein, in dem der Verfasser Mitglied ist, betreibt in Nürtingen und in seiner Dependance Kirchheim Beratungsstellen für Menschen, die in unterschiedlicher Weise mit Konflikten leben, die zu Selbsttötung führen können. Das sind unmittelbar betroffenen Bürgerinnen und Bürger, die sich mit dem Gedanken tragen, einen Ausweg aus ihrem Dilemma zu finden, indem sie sich umbringen. Und das sind mittelbar betroffene Menschen, die beispielsweise als Familienmitglieder, Nachbarn, Lehrer und Erzieherinngen mit den Folgen von beabsichtigter oder verwirklichter Selbsttötung zu kämpfen haben.

Diese recht offene Zielgruppenbeschreibung soll reichen für die Aussagen des vorliegenden Textes.

Eine Sozialpädagogin des genannten AKL berichtet:

„Heute war bei mir in der Beratung eine Frau, die phasenweise unter schweren Depressionen leidet. Eine Geschichte, die über Jahrzehnte läuft. Sie erzählte mir von einem Mann, der damals Nachtwache in der Psychiatrie machte. Die Patientin konnte keinen Schlaf finden und ging ins Stationszimmer. Der Kollege machte ihr folgenden Vorschlag: „Vielleicht gelingt es Ihnen, auf ein Medikament zu verzichten? Lassen Sie uns lieber miteinander reden.“ Dieses Angebot hat geklappt. Die Patientin hat dann mehrfach ein nächtliches Gesprächsangebot angenommen.“

Dieser Mann war der Initiator des AKL Nürtingen, Frieder Alberth. Er studierte damals Sozialpädagogik.

In der Schilderung dieser Begebenheit stecken schon einige interessante Impulse für die Entwicklung der AKL-Arbeit.

Der Nürtinger AKL wurde 1984 als Verein gegründet. Vor diesem Zeitpunkt gab es eine Vorbereitungsphase. Aus dieser Zeit stammt die Episode in der Nürtinger Psychiatrie.

Der kurze Bericht hat bei mir eine Reihe von Fragen aufgeworfen.

  • Was war die Gründungsidee des AKL?
  • In welchem historischen Kontext stand die Gründungsidee?
  • Was ist aus der Gründungsidee geworden?
  • Wie geht es weiter mit dem AKL?

Was war die Gründungsidee des AKL?

In der Gründungssatzung steht als Zwecksetzung u. a.: „…Hilfeleistung in Form der Beratung, partnerschaftliche Begleitung und Vermittlung insbesondere bei selbstmordgefährdeten Menschen, wobei der Verein als Ergänzung zu anderen Einrichtungen tätig wird…“

Die partnerschaftliche Begleitung wird vor allem durch „Laienhelfer“ angeboten.

Dazu gibt es eine schriftliche Vereinbarung, die folgendes regelt: Tätigkeitsbereiche, Vorbereitung/Mitarbeit, Verbindlichkeit und Kontinuität, Weiterbildung/Plenum, Schweigepflicht und Beendigung der Mitarbeit.

Das entsprechende Grundmodell

  • ­Laienhilfe
  • Schulung durch Professionelle
  • Weiterbildung
  • Kooperation mit Professionellen
  • Ergänzung zu anderen Einrichtungen

besteht im Prinzip heute noch.

Über die Gestaltung der Laienhilfe wird ein „psychiatriekritisches Element“ eingeführt. Es geht um die Anliegen, Krisenbewältigung durch eine den Menschen zugewandte, freundschaftliche Begleitung im Vorfeld medizinischer (psychiatrischer) Hilfe zu versuchen und wenn es notwendig sein sollte, dies in Kooperation mit den Agenten von Medizin und Psychiatrie.

Für diese Grundhaltung gibt es Vorbilder, die auch vom AKL-Nürtingen gesucht und gefunden wurden.

Es bestanden damals enge Kontakte zum AKL Tübingen, der 1976 gegründet wurde[1]. Die Kolleginnen und Kollegen aus Tübingen haben Erfahrungen im Zusammenhang mit Telefonseelsorge gemacht und haben erkannt, dass in besonderen suizidalen Krisen Telefonseelsorge allein nicht reicht: als notwendig wurde eine zusätzliche persönliche Begleitung im Alltag der hilfesuchenden Menschen erkannt.

Erfahrungen aus der englischen Telefonseelsorge wurden übernommen. Dort existiert seit 1953 ein Verein „Samaritans“, der parallel zu Telefongesprächen „Befriending“ anbietet, also Lebensbegleitung durch Laienbegleiter[2].

Dieses Konzept hatte sich international durchgesetzt. Es gab verschiedene internationale Konferenzen u. a. 1962 in der Evang. Akademie in Bad Boll.

Viele Gesichtspunkte und Erfahrungen, die den AKL heute noch beschäftigen, wurden damals schon erörtert.[3]

So schreibt der Psychiater Erwin Stengel (Ko-Präsident der Samariter): „Selbstmorde verhüten, das ist eine Aufgabe, bei der die Mediziner Seite an Seite mit Nicht-Medizinern und Laienorganisationen arbeiten; der Erfolg ihrer Bemühungen hängt vom Grad dieser Zusammenarbeit ab.“

Erwin Stengel fordert in seinem Aufsatz

  • Rollenklarheit bei den Beteiligten
  • Abbau des Misstrauens bei Medizinern
  • vorsichtiger Gebrauch von Statistiken (Statistiken: „Das kann in die Irre führen. Die Faktoren, von denen die Selbstmordziffer abhängt, sind so ungeheuer vielfältig.“)
  • Reduktion der Anziehungskraft zum Selbstmord durch Freundschaft („Befriending“)
  • Entwicklung von Vertrauen durch Freundschaft auf Zeit
  • Vorsicht bei der Beauftragung von Ärzten

In welchem historischen Kontext stand die Gründungsidee?

Ein Teil des Kontextes wurde schon mit dem Hinweis auf die internationale Bewegung der „Samaritans“ dargestellt.

Der AKL Reutlingen/Tübingen hat sich damals auch viel mit dem österreichischen Psychiater Erwin Ringel (1921-1994) auseinandergesetzt. Dieser hat sich umfangreich mit Fragen der Selbstmordverhütung befasst; u. a. hat er in Wien 1948 eine „Lebensmüdenfürsorge“ aufgebaut. Das Kürzel „AKL“ ist vom AKL Reutlingen/Tübingen erfunden worden. Bei dessen Gründung in Anlehnung an Ringel lautete der gewählte Vereinsname „Arbeitskreis Lebensmüdenberatung“. Später wurde daraus „Arbeitskreis Leben (AKL)“.

Die Anfänge der Arbeitskreise stehen in einem „Reformmilieu“ der Jahrzehnte zwischen 1960-1980. in den Bereichen Medizin, Psychiatrie und Sozialarbeit wurde heftig gegen die Zurichtung von Menschen für stationäre Unterbringungsformen, gegen die oft menschenverachtende Macht der Professionellen und gegen die entsprechenden Ideologien argumentiert und es wurden entsprechende Praxisentwicklungen organisiert.

Im Einzelnen kann dies hier nicht dargestellt werden. Ein paar Hinweise auf entsprechende Publikationen sollen aber die damaligen Linien in Erinnerung rufen.

Am Anfang stand für viele das Experiment der Auflösung er psychiatrischen Klinik im italienischen Görz[4]. Treiber waren vor allem Franco Basaglia und seine Frau Franca Basaglia Ongaro.[5] In Amerika gab es eine ähnliche Bewegung. Thomas S. Szasz schrieb eine „schonungslose Anklage gegen die pseudo-liturgischen Elemente im modernen Medizinbetrieb, gegen das priesterliche Gehabe der „Götter in Weiß“ und ihren geradezu größenwahnsinnigen Anspruch auf totale Unterwerfung des Patienten sowie ihren maßlosen Glauben an die eigene Unfehlbarkeit, Allmacht und Allwissenheit.“[6]

Heftig diskutiert wurde die These von Ivan Illich, dass  die Mediziner getragen von entsprechenden kulturellen Kräften, sich selbst die Patienten durch eine „Iatrogenesis“ schaffen, die dann im Medizinsystem „erfolgreich“ behandelt werden können[7].

Auf der Praxisebene gab es schließlich viele sozialpsychiatrische Innovationen. Beispiele: Das Mannheimer Modell[8] und entsprechende Fachtagungen zu gemeindepsychiatrischen Verbünden[9].

In den damaligen Jahren wurde auch über die Entwicklung einer „Volksmedizin“ nachgedacht als Strategie, um die Macht der Ärzte einzugrenzen. Ein Beispiel: Die Tagung der Evang. Akademie Bad Boll „Gesundheitspolitische Alternativen am Beispiel einer Systemanalyse des Gesundheitswesens in Österreich.“[10]

Frieder Naschold vom „Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB)“ skizzierte Überlegungen zur Stärkung präventiver Konzepte in allen Segmenten des Gesundheitssystems als Ergänzung zur beruflichen Arbeit entsprechender Fachkräfte.     

Frieder Naschold forderte vor allem die Entwicklung von Para-Professionalität in den verschiedenen Präventionssegmenten. Diese Forderung stieß damals auf erheblichen Widerstand bei den anwesenden Ärzten.

Die Arbeit der AKL-Krisenbegleiterinnen und –begleiter kann man als paraprofessionelle Praxis bezeichnen, denn die Ehrenamtlichen werden von Fachkräften (insbes. Sozialpädagogik) geschult, supervidiert und fortgebildet.

 

Was ist aus der Gründungsidee geworden?

Das AKL-Gründungsmodell hat sich bewährt und besteht noch. Prinzipien sind in aller Kürze zusammengefasst:

  • die Sozialpädagogen führen die Erstgespräche
  • Im Bedarfsfall werden die Hilfesuchenden den ausgebildeten Krisenbegleitern zugeordnet
  • diese führen die Alltagsarbeit im Sinne einer „Freundschaft auf Zeit“ durch
  • Kooperationen mit Kliniken, Ärzten und relevanten Institutionen werden von den Sozialpädagogen geplant und evaluiert
  • besondere Projekte (wie z.B. Präventionsarbeit in Schulen, Arbeit mit Lebenslehrern dort) werden durchgeführt.

Ein besonders Problem der AKL-Praxis ist die strukturelle Unterfinanzierung der Beratungsstellen in Nürtingen und in Kirchheim.

Aus öffentlichen Zuschüssen erhält der AKL für seine integrierte Praxis nur 54% (Zuschussgeber: Land Baden-Württemberg, Landkreis Esslingen, die beiden Städte Nürtingen und Kirchheim). 46% der benötigten Mittel muss sich der Verein über verschiedene Strategien des Fundraisings selbst beschaffen. Das war noch nie anders. Dieses strukturelle Dilemma raubt Kraft und Zeit, die besser in der Arbeit mit den Hilfesuchenden investiert werden sollte.

Man kann diesem Dilemma möglicherweise positive Seiten abgewinnen, wie das der AKL-Psychologe getan hat, wenn er schreibt: „Der jährlich sich wiederholende Kampf um das institutionelle Überleben enthält eine ganz besondere Analogie zur psychosozialen Disposition vieler Hilfesuchender in Lebenskrisen. Das ständige Ringen um das finanzielle Weiterexistieren mobilisiert Eigeninitiative und bewirkt eine sehr authentische Empathie für die Lebenslage des Klientels.“[11]

Diese Aussage zeugt allerdings von geringem organisationalem Sachverstand.

Es ist problematisch, ein organisationelles Dilemma nach individualpsychologischen Kategorien zu modellieren.

Der AKL hat aufgrund seiner Praxis einen Anspruch auf eine Ergänzung des geschilderten Finanzierungsmix durch eine Bezuschussung durch Krankenkassen, so dass der AKL-Eigenanteil sich bei maximal 10% der benötigten Mittel einpendelt.

Krankenkassen zahlen bei entsprechender Bedarfslage neben kurativen Maßnahmen auch präventive Maßnahmen.

 

In dieser Struktur lässt sich die AKL-Praxis wie folgt einordnen

  • Prävention als Ursachenbekämpfung
    Hier kann man die Arbeit des AKL einordnen, wenn Aufklärungsarbeit geleistet wird. Welche Ursachen können in eine suizidale Krise führen? Was ist gesamtgesellschaftlich und individuell zu tun, damit entsprechende Ursachen beseitigt bzw. gemindert werden können?
  • Prävention als Früherkennung
    Adressaten dieser Präventionspraxis sind Menschen, die im Sinne einer beginnenden suizidalen Krise, eine Unterstützung brauchen. Früh soll erkannt werden, dass eine drohende Belastungssituation vorliegt. Zum Adressatenkreis gehören auch Familienangehörige, Arbeitskolleginnen und -kollegen, Bekannte usw.

  • Kurative Maßnahmen
    Hier liegen Belastungssituationen vor, die im Sinne der ICD-10-GM Version 2013 als Krankheiten diagnostiziert werden.

    Entsprechende Diagnosen treffen Ärzte.

    Bezogen auf die AKL-Praxis kann das bedeuten:
    1. Ärzte empfehlen im Einzelfall die Unterstützung durch den AKL und sie verzichten auf eigene Maßnahmen, lassen sich möglicherweise über den Erfolg der Unterstützung informieren.
    2. Ärzte empfehlen im Einzelfall die Unterstützung durch den AKL mindestens bis zur Aufnahme einer medizinischen Behandlung.
    3. Klienten des AKL sind krank im Sinne der ICD-10-GM Version 2013; sie verweigern aber den Gang zum Arzt.

Für eine nicht unerhebliche Zahl der AKL-Klienten trifft eine der drei Varianten aktuell zu. Das bedeutet, dass der AKL teilweise direkt kurativ arbeitet bzw. im Vorfeld kurativer Maßnahmen tätig ist.

  • Prävention als Nachsorge
    Hier handelt es sich um Klienten, die von Medizinern nach stationärer bzw. ambulanter Behandlung an den AKL weitergeleitet werden bzw. um Klienten, die die Unterstützung des AKL zu den entsprechenden Zeitpunkten selbstorganisiert wahrnehmen.

Im Sinne der geschilderten Sachverhalte lässt sich also die Notwendigkeit ableiten, dass sich Krankenkassen an der Finanzierung des AKL beteiligen. Entweder sind die entsprechenden Klienten im Sinne des ICD-10-GM Version 2013 als krank diagnostiziert oder aber sie sind krank, ohne dass eine entsprechende Diagnose vorliegt oder getroffen werden kann.

Wie geht es weiter mit dem AKL?

Im Prinzip ist der AKL eine „hybride Organisation“. Er balanciert zwischen unterschiedlichen Feldern; einerseits zwischen den Bedingungen eines Gesundheitsmarktes und andererseits zwischen bürgerschaftlichem Engagement – dies jeweils vermittelt durch professionelle Sozialarbeit. Insofern handelt es sich um eine soziale Unternehmung getragen von einem kleinen Sozialunternehmen, das nicht ausreichend und nachhaltig genug finanziert wird.

Das Gesundheitssystem entlastet sich auf dem Rücken dieses kleinen Unternehmens. Wie sich das ändern lässt, wurde oben dargestellt.

Der AKL, so wie sich das aus der Perspektive der beiden eng miteinander verbundenen Vereine (Reutlingen/Tübingen und Nürtingen/Kirchheim) darstellt, ist ein Musterbeispiel für eine gelungene Innovation, die im Prinzip über sieben Phasen gelaufen ist und die in der 7. Phase konsolidiert werden muss über die vorgeschlagene Kofinanzierung durch Krankenkassen.

(1)   Eine Idee entsteht als Kritik an einem bestehenden System. Eine Vision kristallisiert sich.

(2)   Träger von Idee und Vision sind risikobereite Menschen, die eine Kerngruppe bilden.

(3)   Die Kerngruppe beginnt mit praktischer Arbeit vor Ort und bildet ermöglichende Netzwerke.

(4)   Von entscheidender Bedeutung ist die achtsame und nachhaltige Haltung und Reflektion der tragenden Vision.

(5)   Auf der Praxisebene entsteht ein Prototyp, der die Vision zur Anschauung und zum Erleben bringt.

(6)   Der Prototyp wird multipliziert und wird an anderen Orten übernommen.

(7)   Notwendig ist eine Finanzierung, die die innovative Praxisarbeit, wenn diese sich bewährt hat, finanziell ausreichend absichert.

Es bleibt spannend, ob es dem AKL gelingt, die endgültige finanzielle Absicherung zu gewinnen, damit er seine innovative Kraft stärker auf die Bedarfe seiner Klientel konzentrieren kann.


[1]Quelle: Blätter der Wohlfahrtspflege‘, Heft 2/2015; Nachdruck mit freundlicher Genehmigung der Redaktion und des Autors.


[1] AKL Reutlingen/Tübingen, 30 Jahre Arbeitskreis Leben e.V. (AKL), Jubiläumsbroschüre, Reutlingen/Tübingen 2006

[2] Vergl. dazu: Chad Varah, Samariter, Stuttgart 1966, S. 7-72

[3] Vergl. dazu: Erwin Stengel, Laienorganisationen und die Verhütung von Selbstmorden, in: Chad Varah, S. 80-95

[4] Franco Basaglia (Hrsg.); Die negierte Institution oder die Gemeinschaft der Ausgeschlossenen, Frankfurt 1973 (italienische Originalausgabe 1968)

[5] Franco Basaglia, Franca Basaglia Ongaro, Befriedungsverbrechen. Über die Dienstbarkeit der Intellektuellen, Frankfurt 1980

[6] Thomas S. Szasz, Theologie der Medizin, Wien. München. Zürich 1980 (amerikanische Originalausgabe 1977)

[7] Ivan Illich, Die Nemesis der Medizin. Von den Grenzen des Gesundheitswesens, Reinbeck bei Hamburg 1981 (englische Originalausgabe 1976)

[8] Niels Pörksen, Kommunale Psychiatrie. Das Mannheimer Modell, Reinbeck bei Hamburg 1974

[9] Aktion Psychisch Kranke (Hrsg.), Der Gemeindepsychiatrische Verbund als ein Kernstück der Empfehlungen der Expertenkommission, Köln 1990)

[10] Vergl. dazu: Materialdienst 13/77 Abteilung Gesundheit, Evangelische Akademie Bad Boll, Mai 1977

[11] Gert H. Döring, 20 Jahre Arbeitskreis Leben (AKL) Nürtingen-Kirchheim e.V. Profil und Metamorphase einer Kriseneinrichtung, in: Suizidprophylaxe 1 (2004), S. 14-16


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