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Ergebnisse der Versichertenbefragung der KBV


(ja). Vom 30. März bis 5. Mai 2015 hat die Forschergruppe Wahlen Telefonfeld GmbH im Auftrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) mit insgesamt 6.089 zufällig ausgewählten Bürgern und Bürgerinnen eine telefonische Befragung durchgeführt.

PsychotherapeutInnen wurden im Ergebnisbericht der Gruppe der Fachärzte zugeordnet. Es zeigte sich, dass 86% der Befragten im letzten Jahr mindestens einmal einen Arzt aufgesucht haben. Davon waren 39% beim Hausarzt, 15% beim Facharzt und 46% sowohl  beim Haus-, als auch beim Facharzt. Als Gründe für den Gang zum Arzt wurden von 50% der Befragten aktuelle Probleme genannt, von 22% chronische Krankheiten, von 22% Vorsorge oder Impfung und 5% gaben sonstige Gründe an. Bei den chronischen Erkrankungen dominierten die Herz-/Kreislauferkrankungen (31%), danach kamen Rücken-, Gelenk- und Knochenerkrankungen (22%) und Erkrankungen der Atemwege/Asthma (12%). In 3% der Fälle handelte es sich um psychische Erkrankungen.

Die Befragten berichteten insgesamt über relativ kurze Wartezeiten bis zu einem Termin. Die allgemeine Wartezeit lag bei den meisten Befragten unter einem Tag (47%), in 37% der Fälle dauerte sie länger als drei Tage (davon warteten 12% länger als 3 Wochen). Bei der Gruppe der Fachärzte lag die Wartezeit allerdings meistens über 3 Tage (62%). Bei den einzelnen Facharztgruppen zeigten sich deutliche Unterschiede: Während die PatientInnen von HNO-Ärzten (47% über drei Tage) oder Chirurgen (51% über drei Tage) über relativ kurze Wartezeiten berichteten, berichteten die Befragten über lange Wartezeiten bei Frauenärzten (74% über drei Tage) und Hautärzten (71% über drei Tage). Zu den PsychotherapeutInnen werden hier leider keine Befragungsergebnisse berichtet. In Bezug auf die relativ langen Wartezeiten bis zum Therapiebeginn, wäre ein Vergleich mit den PsychotherapeutInnen an dieser Stelle sehr interessant gewesen.

Die meisten der Befragten schätzten ihren Gesundheitszustand in den letzten vier Wochen als sehr gut oder gut ein (34% sehr gut und 46% gut). Von 20% der Befragten wurde der Gesundheitszustand als schlecht eingestuft. Die meisten Befragten gaben an, dass sie viel oder sehr viel für ihre Gesundheit tun (66%). 33% tun für ihre Gesundheit wenig bis fast nichts.

Zusätzlich wurden die Probanden nach der Gesundheitsvorsorge und Gesundheitsversorgung befragt. 76% der Befragten gaben an, dass es genug Hausärzte in Wohnortnähe geben würde, während 20% diese Frage mit „nein“ beantworteten. Davon hatten 26% der Befragten Probleme damit, einen Hausarzt zu finden. In Bezug auf die Fachärzte beantworteten 55% diese Frage mit „ja“ und 40% mit „nein“. Davon berichteten 43% von Schwierigkeiten bei der Facharztsuche.

Weitere Informationen finden Sie hier:

http://www.kbv.de/media/sp/Versichertenbefragung_2015_Berichtband_Bund.pdf

Quelle: Rosa Beilage zur VPP 4/2015


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