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5. Tagung „Psychotherapie-State-of-the-Art“ der DGVT Fort- und Weiterbildung


Vom 10. bis zum 11. September 2016 fand in Potsdam die 5. Tagung „Psychotherapie State-of-the-Art“ zum Thema Anpassungsstörungen statt. Etwa 50 TeilnehmerInnen nutzten die Gelegenheit, sich beim Eröffnungsvortrag und in drei Workshops zu diesem Thema fortzubilden und zusätzlich, etwa bei einem gemeinsamen Abendessen, kollegialen Austausch zu pflegen.

Im Eröffnungsvortrag „Diagnostische und therapeutische Entwicklungen für die Anpassungsstörungen – der ICD-11-Impuls“ stellte Andreas Maercker von der Universität Zürich den aktuellen Stand des Wissens über Anpassungsstörungen umfassend dar. Er zeigte die Entwicklung von einer „Verlegenheitsdiagnose“ zur Anerkennung einer Problematik mit großem Leidensdruck und spezifischen Verhaltens- und Denkmustern auf. Schließlich öffnete Maercker einen Ausblick auf neue und zukünftige kognitiv-verhaltenstherapeutische Behandlungsprogramme und andere vielversprechende Therapieansätze.

In den Workshops wurden dann einige dieser Ansätze zur Behandlung von Anpassungsstörungen vorgestellt. Während Mareile Rahming und Frank Mutterlose in ihrer Veranstaltung die Behandlung mithilfe der Akzeptanz- und Commitment Therapie (ACT) präsentierten, stellte Alexander Reichardt das Training emotionaler Kompetenzen in den Fokus. Neben diesen beiden transdiagnostisch ausgerichteten Therapieverfahren, welche auf die Problematik der Anpassungsstörungen zugeschnitten wurden, war der Workshop von Konrad Reschke mit dem Namen „TAPS“ (Therapieprogramm für Anpassungsstörungen) einer kognitiv-verhaltenstherapeutischen Behandlungsform gewidmet, die speziell für diesen Problembereich entwickelt wurde.

Insgesamt zeigten sich die TeilnehmerInnen mit der Tagung, die erneut im schönen Ambiente des Neuen Palais stattfand, sehr zufrieden, so dass wir uns schon auf die nächste Veranstaltung in Potsdam freuen.

Das Organisationsteam


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