< vorheriger Artikel

Fehltage aufgrund psychischer Leiden nehmen zu (DAK-Report)


(kb). ArbeitnehmerInnen in Deutschland haben sich nach Angaben der DAK-Gesundheit 2016 seltener krankschreiben lassen als im Jahr zuvor. Der Krankenstand betrug 2016 3,9 %. 2015 hatte er noch bei 4,1 % gelegen, wie aus einem Ende Januar veröffentlichten Bericht der DAK hervorgeht.

Psychische Leiden verursachten im Jahr 2016 unter den DAK-Versicherten mehr Fehltage als noch 2015. Ein Grund für den Rückgang der Fehlzeiten insgesamt dürfte das Ausbleiben einer großen Erkältungswelle gewesen sein. Der Anteil von Krankheiten des Atmungssystems verringerte sich bei den Krankschreibungen von 16,6 auf 14,7 %.

Psychische Erkrankungen sind nun mit 17,1 % auf Platz zwei der Krankschreibungen. Noch nie gab es so viele Ausfalltage im Job wegen psychischer Erkrankungen: Mit rund 246 Fehltagen je 100 Versicherte waren Seelenleiden 2016 auf dem Höchststand. Die Zahl der Fehltage hat sich in den letzten 20 Jahren damit mehr als verdreifacht (1997: 77 Tage).

Bei Frauen wurden rund 60 % mehr Fehltage wegen psychischer Erkrankungen diagnostiziert als bei Männern (311 zu 191 Ausfalltage je 100 Versicherte). Damit kamen bei Frauen seelische Leiden damit erstmals auf Platz eins, gefolgt von Muskel-Skelett-Erkrankungen mit 308 Fehltagen. Bei Männern lagen wie im Vorjahr die Muskel-Skelett-Erkrankungen mit 329 Fehltagen je 100 Versicherte an der Spitze.?

www.dak.de/dak/Bundes-Themen-1314346.html


Zurück