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MEDI und Techniker- Krankenkasse schließen Selektivvertrag „zur besonderen psychotherapeutischen Versorgung“ in Baden-Württemberg


(bk). Eine bessere psychotherapeutische Versorgung versprechen MEDI Baden-Württemberg und die Techniker-Krankenkasse. Dazu haben sie einen Selektivvertrag außerhalb der Regelversorgung zur "besonderen psychotherapeutischen Versorgung" geschlossen.

Die Vereinbarung startet ab April 2017. Sie soll für rund 1,1 Millionen Versicherte der Krankenkasse sowie für die rund 2.500 TherapeutInnen im Südwesten deutliche Verbesserungen bringen, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung von MEDI und TK.

So sollen für TherapeutInnen neue Modelle bei der Vergütung psychotherapeutischer Leistungen kürzere Therapien mit häufigen Arzt-Patienten-Kontakten zu Beginn der Behandlung interessanter machen. Auch Gruppentherapien würden aufgewertet, um möglichst vielen PatientInnen zeitnah eine Behandlung zu ermöglichen.

Für PatientInnen sollen lange Wartezeiten auf eine Psychotherapie bald der Vergangenheit angehören: Laut der Vereinbarung sollen PatientInnen in der Regel nicht länger als zwei Wochen auf einen Termin warten – bisher können dabei Monate vergehen. Kürzere Wartezeiten sollen auch dadurch erreicht werden, dass TherapeutInnen freie Therapieplätze ins Internet einstellen.

Mit dem schnelleren Behandlungsbeginn verbinde sich auch die Perspektive auf eine raschere Rückkehr ins Berufsleben und kürzere Klinikaufenthalte. So werde die Gefahr einer chronischen Erkrankung deutlich reduziert.

Die DGVT wird sich an diesem Vertrag, analog zum PNP-Vertrag und zum AOK-Vertrag in Baden-Württemberg, wieder als Verband im Rahmen des sog. Lenkungsausschusses beteiligen mit dem Ziel, diesen weiteren Selektivvertrag kritisch zu begleiten.


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