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Die Sozialpsychiatrie hat das Soziale aus den Augen verloren

Anmerkungen und Ergänzungen zum Artikel von Reinhold Kilian[1] (VPP 3/17, Seite 623ff)


Christian Reumschüssel-Wienert

Von einer kritisch engagierten Sozialpsychiatrie muss man erwarten, dass sie sich aktiv um die Sozialwissenschaften kümmert, sozusagen wissenschaftlich aufsuchend arbeitet, Theorien, Ansätze und Ergebnisse sucht oder konkrete Kooperationen eingeht um gemeinsame Projekte durchzuführen. Sozialpsychiatrie muss Ansätze, Erkenntnisse und Ergebnisse aus anderen Sozialwissenschaften in ihre Arbeit mit einbeziehen und auch zur Reflexion des eigenen Handelns inklusive des „Theoretisierens“ mit einbeziehen[2].

Stattdessen hat man den Eindruck, dass die akademische Sozialpsychiatrie – klinisch, wie sie nun mal ist – darauf wartet, dass die Soziologie sich andient oder dass Soziologen angestellt werden. Es ist irgendwie derselbe Habitus im Wissenschaftsbetrieb, wie in der gemeindepsychiatrischen Praxis: Die Klinik lädt – wenn sie den Blick nach außen richtet – ein und alle müssen kommen oder die Klinik usurpiert und alle müssen fröhlich kooperieren. Aber die Grenzen offen halten und nach draußen gehen… - Näheres bei Cornelia Brink[3].

Sowohl Finzen als auch Kilian konstatieren, dass die akademische Sozialpsychiatrie „unter Ausschluss der Soziologie“ stattfindet, begründen das nur unterschiedlich. Hiermit haben sie beide Recht. In der Neuauflage von „Irren ist menschlich“[4] kommt Gesellschaft nun wirklich kaum noch vor – abgesehen von ein paar Seiten im Kapitel „Umwelttherapeutische Techniken“[5]. Auch in dem Buch zum 40jährigen Jubiläum der Psychiatrie-Enquéte[6] kommt Gesellschaft nur in den Abschnitten der nimmermüden kritischen Begleiter Heiner Keupp[7] und Ernst von Kardorff[8] vor. Da ist selbst in der neuen Jubiläumsbroschüre der DGPPN mehr von Gesellschaft die Rede[9].

Kilian führt das Verschwinden darauf zurück, dass die Soziologie „die bestehenden psychiatrischen Verhältnisse zwar treffend kritisieren, aber wenig zu ihrer Erneuerung beitragen konnte“. Finzen arbeitet sich und die Sozialpsychiatrie nach wie vor am Labeling Approach und alten Goffman ab und hält die mittlerweile über 50 Jahre alte „Grounded Theorie“ für eine „Neuere Strömung in der Soziologie“.

Ich bin allerdings der Ansicht, dass beide Autoren einen verkürzten Blickwinkel haben, denn sie beziehen sich nur darauf, wie ggf. die Soziologie auf die Psychiatrie blicken könnte. Wie oben angedeutet erscheint es m.E. jedoch wichtiger zu schauen, wie die Psychiatrie mit anderen gesellschaftswissenschaftlichen Disziplinen zusammen, sozusagen einen Blick auf die Gesellschaft werfen kann und dies – vielleicht – selbstkritisch - reflexiv wendet. Die neueren Sozialwissenschaften können eventuell Erhellendes zur Psychiatrie beitragen

Für die praktische Sozialpsychiatrie gilt ähnliches, nur anders. Hoffmann-Richter schrieb bereits 1995: „Mit der Entwicklung der Sozialpsychiatrie zur Bewegung rückte die Gesinnungsliteratur in den Mittelpunkt[10]“ und sie konstatierte weiter, dass die deutschsprachige Sozialpsychiatrie seit den 1970er Jahren den Anschluss an die Soziologie als Mutterwissenschaft verloren hat[11]. Dies möchte ich anhand ein paar Beispielen illustrieren und damit zugleich illustrieren, dass es eine Reihe von Sozialwissenschaftlichen Ansätzen gibt, die durchaus von der Sozialpsychiatrie hätten fruchtbar gemacht werden können.

Stattdessen sind die oben zitierten Ansprüche der Sozialpsychiatrie zu einem „bio-psycho-sozialen“ Krankheitsmodell mutiert – ein „Irgendwie–Dingsbums–Schlagwort“ – und mal-so, mal-so ausgelegt werden kann – meist weniger sozial. Dies ist umso fataler, da gegenwärtig z.B. von Aderhold; Priebe und anderen eine Krise der Psychiatrie ausgerufen wird und die Zukunft der akademischen Psychiatrie im Sozialen liegen könnte[12].

Wie wir alle wissen, schreitet die gesellschaftliche Entwicklung voran, und zwar meist als weltweiter Siegeszuges des sog. „Neoliberalismus“, den der Soziologe Wolfgang Streeck als eine Revolution bezeichnet[13]. Die damit verbundenen weltweiten, europäischen und deutschen Verwerfungen im ökonomischen, politischen, kulturellen, sozialen und individuellen Bereich sind bisher – von vielfältigen mit ritualisierter Beständigkeit vorgetragenen moralisch motivierten Vorwürfen und Appellen, die mehr von der moralischen Integrität der Verfasser zeugen als analytisch-empirisch fundierte Sachkenntnis, mal abgesehen – an einer sozialpsychiatrisch relevanten Aufarbeitung vorbei gegangen – vielleicht wurden sie nicht einmal wahrgenommen.

Ein paar Beispiele:

Die großen weltweiten epidemiologischen Untersuchungen, die Wilkinson und Pickett veröffentlicht haben konstatieren einen engen Zusammenhang zwischen gesellschaftlichen Verhältnissen, das heißt hier vor allem: der Verteilung von Reichtum (und Armut) und dem Auftreten (nicht nur) psychischer Erkrankungen[14]. Erst in jüngster Zeit wird in Deutschland vereinzelt psychiatrisch epidemiologisch wieder auf Zusammenhänge zwischen sozialer Lage und psychischer Erkrankung Bezug genommen[15]. Aber groß thematisiert wird dieses Thema nicht. Eher so, dass in der Psychiatrie immer noch dir Frage des „social drift“ oder des „social shift“ diskutiert wird. Schon vor nun fast 100 (!) Jahren haben Jahoda und andere in ihrer berühmten Studie der „Arbeitslosen von Marienthal“[16] diese Frage zugunsten einer gut fundierten Wechselwirkung individuellem Handeln unter gesellschaftlichen Rahmenbedingungen theoretisch fundiert, was anscheinend nicht zur Kenntnis genommen wurde. Natürlich wurden in den Sozialwissenschaften weitere Studien zu „subjektiven Folgen von Arbeitslosigkeit“ und Exklusion durchgeführt. Ich erinnere nur an die Studien von Bude und Lantermann zum „Exklusionsempfinden“ [17] oder die Studien von Dörre und anderen zu „Exklusionsspiralen“, die eindrücklich die Folgen von Abstiegsprozessen und Ausgrenzung und subjektiver Aneignung dokumentieren[18]. Dies wären Anknüpfungspunkte für die Sozialpsychiatrie gewesen, um sowohl theoretisch als auch praktisch-empirisch und versorgungsrelevant zu Aussagen zu kommen[19].

Überhaupt hat sich die deutsche akademische Sozialpsychiatrie zum Problem der Exklusion im Zuge des weltweiten Siegeszuges des Kapitalismus mit seinen vielfältigen Folgen recht zurückhaltend geäußert, so dass ich den Eindruck erhielt, die seit Ende der 1980er Jahre verlaufende Diskussion um Ungleichheit, Exklusion und Inklusion[20] ist an der Sozialpsychiatrie – außer einerseits einigen moralisch inspirierten Entrüstungen und anderseits Aktion-Mensch-inspirierten Bekundungen von „Mittendrin von Anfang an“ – vorbei gelaufen, wie auch die gesamte sozialwissenschaftliche Diskussion, die sich mit neo-liberaler Entwicklung und ihren sozioökonomischen, kulturellen und individuellen Folgen beschäftigt.

So wurden in der Sozialpsychiatrie bzw. Gemeindepsychiatrie einige wesentliche Innovationen zum Teil geradezu hymnisch gefeiert. Dies gilt insbesondere für die Ex-In „Bewegung“, die von einigen geradezu als Erlösung der Psychiatrie gefeiert wird[21]. Dies gilt ebenso für den populären Recovery-Ansatz und „Resilienz“, sowie für den „Trialog“ und die Partizipation von Psychiatrieerfahrenen an diesem oder jenem. Sicherlich sind das tolle Entwicklungen, die die Sozial- und Gemeindepsychiatrie weit nach vorn bringen, jedoch eine Lektüre der großen israelischen Soziologin Eva Illouz könnte hier ein wenig selbstkritische Reflexion hineinbringen. Illouz beschreibt in ihren Buch „Die Errettung der modernen Seele“[22] nicht nur den Zusammenhang, den die Verbreitung der Psychoanalyse in den USA im letzten Jahrhundert für die Entwicklung des modernen „emotionalen“ Kapitalismus hat, sondern auch, dass die oben genannten Entwicklungen nur auf einer Grundlage eines tiefgreifenden Wandel menschlicher Beziehungen, Individualität und Subjektkonstruktionen möglich sind, die die Herausbildung von „Lebenskompetenzen“[23] analog zur (kapitalistischen) Arbeit konzipiert. Zentral erscheint die Figur des individualistischen „unternehmerisches Selbst“[24]. In diesem kulturellen Kontext ist natürlich eine Koalition von Profis, Psychiatrieerfahrenen und Angehörigen im Trialog durchaus nicht mehr zufällig. Sie besteht in der gemeinsamen Grundannahme eines individualisierten Subjekts, das sich als „Unternehmer seiner selbst“ begreift sowie einem vergleichbaren Schema von „Krankheit und Selbstverwirklichung“ und der gleichen „Erzählung des Selbst“[25], das sich unter Konkurrenzbedingungen selbst optimiert. Hiervon zeugen die unterschiedlichen „Selbstoptimierungsprogramme“, wobei (Selbst-) Management-, Empowerment- und Recovery- oder auch Ex-In- oder auch diverse „social-skills“ Programme eine nicht zufällige Isomorphie aufweisen[26].

Natürlich muss in einer kapitalistisch, individualisierten Gesellschaft auch die Psychiatrie „starke“ Subjekte als Ziel von Behandlung und Rehabilitation haben, sonst würde sie völlig am Leben vorbei gehen, aber sie muss sich davor hüten, z.B. in einem „individualisierenden“ Resilienzdiskus, soziale Ungleichheit auf das Individuum zu verlagern und – vor allem – damit Vulnerabilität gewissermaßen als individuelle Inkompetenz zu diskriminieren[27]. Darüber hinaus zeigt sich, dass auch Recovery-Ansätze eher dann erfolgversprechend sind, wenn sie mit politisch gesellschaftlich-sozialräumlichen Perspektiven verbunden sind[28].

Einer der wenigen, die sich mit der kulturellen Entwicklung und insbesondere mit der Entwicklung von Subjektkonstruktionen auseinandergesetzt haben und in vielen Vorträgen und Veröffentlichungen versucht haben, der sozialpsychiatrischen Öffentlichkeit nahe zu bringen ist Heiner Keupp[29]. In der akademischen Sozialpsychiatrie wird er allerding nicht gehört. Die sozialwissenschaftliche Beschäftigung mit dem Subjekt hat im Anschluss an die grundlegen Veröffentlichungen von Foucault auch in Deutschland Fahrt aufgenommen und genießt als Forschung zur „Gouvernementalität“ einiges Ansehen[30]. Ähnlich wie z.B. Alain Ehrenberg in Frankreich[31] hat sie sich theoretisch und praktisch mit den gesellschaftlichen und subjektiven Folgen der Entwicklung auseinandersetzt. Zu denken wäre hier an Autoren wie Bude[32], Neckel und Wagner[33], Koppetsch[34] oder jüngst recht populär: Nachtwey[35].

Diese Studien verweisen – zugegebenermaßen recht assoziativ – auf die Beschäftigung mit dem Phänomen Stigma, dem Asmus Finzen sich in seinen Relaunch einer älteren Veröffentlichung gewidmet hat[36]. Die blinden Flecken in dem Buch finde ich besonders tragisch, da sich Asmus Finzen oft und auch in dem besagten Heft der SI um Einbeziehung der Sozialwissenschaften in die Sozialpsychiatrie bemüht hat. Wie in seinem Aufsatz in der SPI beschäftigt er sich auch in dem Relaunch zu Stigma in der Hauptsache mit alten Forschungen von Goffman und Garfinkel etc. Neuere Entwicklungen und Forschungen sind anscheinend an ihm vorbei gegangen. Ich kann mir sonst nicht erklären wie zum Beispiel die englische Literatur zur Stigmatisierung an ihm vorbei gegangen ist, die sehr viel umfassender und – vor allem im Zusammenhang mit dem Thema „Exklusion“, das bei Finzen überhaupt nicht vorkommt – den Beitrag von Profis zur Stigmatisierung betont[37]. Darüber hinaus finden Ergebnisse von Koppetsch zur „neuen Konformität“ im deutschen Bürgertum[38] und die beunruhigenden Forschungsergebnisse von Heitmeyer zur mentalen Reaktion der deutschen Bevölkerung zur sozio-ökonomischen Entwicklung keine Erwähnung. Sie konnten zeigen, dass sich das soziale Klima in Deutschland deutlich verschlechtert; er spricht besonders von einer „rohen Bürgerlichkeit“ und dass Teile des Bürgertums die Solidarität mit „denen da unten“ aufkündigen und einen „eisigen Jargon der Verachtung“ pflegen[39]. Auch die UN – BRK findet leider keine Erwähnung.

Natürlich kann ich Finzen im Tenor seines Aufsatzes nur beipflichten, wenn er beschreibt, dass die Sozialpsychiatrische Forschung unter Ausschluss der Soziologie stattfindet, aber nicht nur jener, sondern auch z.B. der Politologie und das, obwohl die Sozialpsychiatrie nach wie vor behauptet, politisch zu sein. Insbesondere die politische Soziologie bzw. die Politikwissenschaften haben neben der großen Theorie z.B. im Anschluss an Gehlen Institutionsbegriffe entwickelt, die Institutionen eher als „Verhandlungsarenen“ beschreiben, in denen Regeln, Akteure und Themen zwar auf (relative) Dauer Bestand haben aber dennoch Gegenstand zum Teil konflikthafter Auseinandersetzungen sind[40] und als Institutionen der „Vergesellschaftung“ und im spezifischeren des deutschen Sozialstaates enorme Relevanz haben[41]. Die akademische Sozialpsychiatrie hat hierzu überhaupt keinen Bezug und arbeitet sich immer noch am Goffman’schen Begriff der „Totalen Institution“ ab. Das ist in England seit einiger Zeit etwas anders[42]. Vor allem aber die sozialpsychiatrischen Praktiker und ihre Verbände haben in ihrem antiinstitutionellen Kampf in seiner antiquierten Verengung – um das mal sehr polemisch zu behaupten – traurige Erfolge zu verzeichnen: Eine sozialstaatliche Institution nach der anderen befindet sich in einem akuten Schrumpfungsprozess oder – wird aufgelöst[43]. Dies verweist zum einen auf die Dialektik, die Kritik im Laufe gesellschaftlicher Entwicklung erfahren kann[44] und zum anderen zum nächsten Thema:

Von allen wird immer noch gelobt, wie politisch damals die Sozialpsychiatrische Bewegung war. Das stimmt auch und man kann zu Recht stolz darauf sein. Sie wurde aber auch gut und reflexiv sozialwissenschaftlich begleitet und zwar von der (meist Münchener) Forschungsgruppe um Heiner Keupp, Ernst von Kardorff, Bernd Röhrle, Barbara Riedmöller sowie Manfred Zaumseil und vielen anderen, die die Sozialpsychiatrie nicht fundamental kritisierten, sondern kritisch reflektierend begleiteten und in kulturelle, ökonomische und sozialpolitische Zusammenhänge stellte. Trotz wichtiger Veröffentlichungen zum Beispiel mit dem Buch: „Die gesellschaftliche Organisation psychischen Leidens“[45] und anderer hat diese Forschungsgruppe einige Jahre nach Beendigung des „großen Modellprogramms“ Ende der 1980er Jahre praktisch ihre kritisch sozialpolitisch-soziologische Begleitung mangels Interesse weitgehend eingestellt. Seitdem existiert keine fundierte politisch-soziologisch kritische Begleitung der Entwicklung der Sozial- und Gemeindepsychiatrie in Deutschland mehr – abgesehen von einigen moralisch inspirierten, an klerikalen Peergruppen orientierten Impulsen. Das ist misslich, da hier ein reflexives Moment einer sich als politisch verstehender Sozialpsychiatrie fehlt. Denn:

Im Kern war und ist die Sozialpsychiatrie auch in ihrem Gestaltungsansatz immer in der Mitte des sozioökonomischen Mainstream angesiedelt, wie ihre Organisationsprinzipien gut belegen. Die Organisationsblaupause für die Organisation gemeindepsychiatrischer Hilfen im regionalen Verbund, d.h. im „Standardversorgungsgebiet“ der Enquete liefert die sog. „fordistisch“ organisierte Fabrik der Massenproduktion. Dies wird deutlich z.B. an dem Prinzip der strikten Arbeitsteilung (Für jeden Spezialfall eine spezielle Institution) und – vor allem – an dem Prinzip der therapeutischen Kette. Das änderte sich etwa 10 Jahre später nach dem großen Modellprogramm bei den Empfehlungen der Expertenkommission. Diese orientierte sich schon an den „postfordistischen“ Entwicklungen kapitalistischer Organisationsformen „flexibler Spezialisierung“ im „lose verkoppelten System“ des Gemeindepsychiatrischen Verbundes. Mit dem personenbezogenen Ansatz der AKTION PSYCHISCH KRANKE[46] wurde dann auch durch die Forderung nach personenbezogenen und überinstitutionell koordinierten Hilfen im Gemeindepsychiatrischen Verbund die industrielle Entwicklung in Richtung Post-Fordismus[47] in der Gemeindepsychiatrie nachvollzogen.

Wie es weitergeht, weiß ich natürlich nicht. Entwürfe einer „Post-Psychiatrie“ bestehen[48]. Skepsis ist angesagt bei einer der großen Hoffnungen der praktischen Gemeindepsychiatrie, nämlich der Forderung nach einem regionalen Psychiatriebudget. Das Budget scheint eine der gegenwärtigen strukturellen großen Reformhoffnungen der Sozialpsychiatrie zu sein und wird zum Teil, wie von Grupp auf der Tagung der APK 2017, als Bollwerk gegen den Neoliberalismus gehandelt. Aber Vorsicht ist angesagt: Vielleicht erweist sich ein Budget tatsächlich als die „Inkarnation des Neoliberalismus im GPV“. Einiges könnte dafür sprechen, denn Budgets erfüllen einige neoliberale Ingredenzien: Unter der Rahmensetzung eines starken und restriktiven Wohlfahrtsstaates (oder seiner Institutionenen der GKV etc.), der in seiner reduzierten Funktion als „Gewährleistungsstaat“ nicht selbst „Wohlfahrt“ produziert, sondern ggf. Qualität, Output, Outcome und Wirkungen definiert, können die Kontraktpartner*innen machen was sie wollen. Das heißt in der „systemischen“ Sprache des Neoliberalismus „Kontextsteuerung“ (Willke). Hier fehlt für die praktische Sozialpsychiatrie eine kritisch-reflektierende sozialpolitisch-wissenschaftliche Begleitung. Aber ist die Sozialpsychiatrie hieran wirklich interessiert?

Dies verweist an einen weiteren Punkt, bei dem völlig anderer Meinung bin als Kilian, der in seinem Aufsatz in der SPI schreibt, dass die Sozialwissenschaften den bei Umsetzung von Reformen beteiligten Psychiatern nicht hilfreich waren. Meines Erachtens wären sie es, wenn sie denn gefragt worden wären. Das versuche ich zu verdeutlichen an der Frage der Gemeindepsychiatrischen Verbünde und der Kooperation. Mittlerweile Jahrzehntelang moniert hier die Sozial- und Gemeindepsychiatrie die ungünstigen Rahmenbedingungen, die Zersplitterung des Sozial- und Gesundheitswesens etc. etc. etc. Das ist natürlich verständlich, da das deutsche Sozialsystem durchaus fragmentiert, versäult und durch „negative Kooperation“[49] strukturiert ist nicht auf Kooperation gründet, aber:

Schon seit Beginn der Psychiatriereform in den 1970er Jahren gab es sozialwissenschaftliche Forschungsvorhaben und Ansätze, die sich einerseits in anderen sozialpolitischen Bereichen mit der kooperativen Leistungserbringung „vor Ort“ heftige Gedanken machten[50], dies zum Teil für die Psychiatrie versuchten fruchtbar zu machen[51] oder auch theoretisch anspruchsvoll darzulegen[52]. Auch in der Zeit  des „Großen Modellprogramm Psychiatrie“ zu Beginn der 1980er Jahre wurden kritische Anmerkungen zu Kooperation und Koordination veröffentlicht[53]; zu anderen Aspekten (Krisendienst) erfolgten weitere Veröffentlichungen[54] oder auch explizit mit dem Thema zum gemeindepsychiatrischen Verbund[55]. Darüber hinaus hat sich die Soziologie interorganisatorischer Beziehungen[56] sowie die Managementliteratur[57] mit dem Thema – in ganz anderen Zusammenhängen – intensiv beschäftigt inklusive des Themas „Weiche Steuerung“[58]. Selbst beim Thema „Integrierte Versorgung“ gibt es theoretisch anspruchsvolle Literatur zum Thema[59]. Soweit ich das überblicken kann, ist dies allerdings von der akademischen Sozialpsychiatrie nicht zur Kenntnis genommen worden – von der praktisch orientierten „Aktion Psychisch Kranke“ allerdings auch nicht.

Die englische Sozialpsychiatrie hat nicht die Angst vor „Management“ gehabt und entsprechende Literatur veröffentlicht[60]. Aber in der Deutschen Debatte hat die praktische Gemeindepsychiatrie ihre Forderungen nach Verbundsystemen in den Jahren erfolgloser Kooperation oft abstruse Formen angenommen, die sich in Wortungetümen wie „Leistungserbringerverbund“ und anderem äußerten. Meist wurde eine gemeinsame „Grundhaltung“ als Bedingung gelingender Kooperation vorausgesetzt. Dies ist natürlich kooperationsfeindlich, weil als Bedingung auch „gelingender“ Kooperation im GPV gerade unterschiedliche Interessen, ggf. Konkurrenzen und „Grundhaltungen“ vorausgesetzt werden muss. Eine „Win-Win-Situation“ stellt sich darüber hinaus   nicht durch ihre moralische Integrität ein, sondern durch ihren Interessenausgleich.

Um an die Rahmenbedingungen anzuknüpfen: Sozialstaatliche Institutionen und Politiken stellen relevante Rahmenbedingungen für die Organisation gemeindepsychiatrische Hilfen dar. Allerdings hat die Sozialpsychiatrie mit dem Ende des Modellprogramms die theoretisch inspirierte Beschäftigung mit der sozialstaatlichen Entwicklung weitgehend aufgegeben und sich beschränkt auf punktuelle Lobbytätigkeit. Vielleicht liegt hier ein weiteres Trauma vor, nämlich das der völlig verkorksten Begleitforschung des Modellprogramms durch die Fa. PROGNOS. Aber bemerkenswert ist, dass gerade dann, als der deutsche Sozialstaat sich langsam aber sicher sich in seiner Formbestimmung vom Keynesianismus verabschiedet und sich entlang neoliberaler kapitalistischen Gesellschaft wandelt, hört die Sozialpsychiatrie auf, sich hierauf reflexiv und kritisch zu orientieren. Das lässt sich u.a. anhand der politischen Ausrichtung der DGSP gut belegen, muss aber an dieser Stelle unterbleiben. Äußerst misslich ist das trotzdem, da sich der deutsche Sozialstaat seit den 1980er Jahren – trotz einiger Ausweitungen – entscheidend wandelt. Vom Fürsorge- und Versorgungsstaat zu einem Gewährleistungs- und Aktivierungsstaat, der „Public-private-Partnership“ forciert und zunehmend eine „Sozialisationsfunktion“ übernimmt und damit – gewissermaßen als „starker Staat“ – zur Durchsetzung neoliberaler gesellschaftlicher Entwicklung und zur Konstituierung des „unternehmerischen Selbst“ entscheidend beiträgt[61]. Das ist etwas völlig anderes und grundlegenderes als das ewige moralisch entrüstete Gerede von „Sparpolitik“ etc. etc.

Verbunden hiermit ist ein neuer Modus der sozialen Kontrolle – und hiermit nähern wir uns evtl. dem von Finzen beschriebenen „Trauma“ der Psychiatrie, verursacht durch die Soziologie. Die neue sozialen Kontrolle ist nicht mehr (nur) die der der Abweichung, sondern die des „Mitmachens“. Folgt man Wolfgang Streeck und anderen, sind die neuen Formen sozialer Kontrolle „personenzentriert“ und über „Kontextsteuerung“ oder „Verhaltensökonomik“ zu erreichen[62]. Dies funktioniert in erster Linie über Verhaltensapelle an und Aktivierung, Motivierung zu eigene Aktivitäten sowie in den Maßnahmen, die das „unternehmerische Selbst“ (s.o.) zum Ziel haben[63]. Nicht mehr der, der abweicht, wird sanktioniert, sondern der, der nicht mitmacht, seinen ganz eigenen, individuellen Weg zu gehen. Eigene Aktivität wird zum Movens, sozialstaatliche Leistungen zu erhalten. Wir sehen es in der Psychiatrie bei der Einschreibepflicht in Programme der „Integrierten Versorgung“ (§ 140 ff SGB V) sowie im „Bundesteilhabegesetz“, bei dem es in Zukunft Leistungen nur noch auf Antrag geben wird. Mitwirkung, Teilhabe an sozialen und gesundheitlichen, mithin psychiatrischen Leistungen und Recovery, wird zur Pflicht.

Für die Sozial- bzw. Gemeindepsychiatrie ist in diesem Zusammenhang zweierlei bedeutsam: Bei einem so gestalteten sozialstaatlichen Arrangement ist es von großer Relevanz, diejenigen, die nicht besonders gut aktiv sind, die nicht besonders gut aktiv teilhaben können oder wollen – also die „Letzten“, um diesen doofen, diskriminierenden Ausdruck zu benutzen[64] – nicht zu vergessen. Also diejenigen, für die die neuen Empowerment-, Recovery-, EX-In und sonstigen auf „Aktivierung“ zielenden Programme irgendwie nicht greifen. Hier sieht Bude neue Linien der Exklusion[65].

Und andererseits an die aktuelle Politik aktueller Interessengruppen der Sozialpsychiatrie adressiert: Vielleicht könnte man die aktuellen Vorstellungen der „Sozialpsychiatrischen Dienste“ vor dem Hintergrund der geschilderten Entwicklungen noch mal reflektieren, bevor man „Segel setzt“[66].

Nicht in beiden Aufsätzen wurde es thematisiert, aber es steht in der Luft: Ist die „Anthropologische Psychiatrie“ eine Alternative zur Sozialpsychiatrie?

Seit einiger Zeit versteht sich die „Anthropologische Psychiatrie“ als Nachfolgewissenschaft der Sozialen Psychiatrie. Sie beruft sich insbesondere auf die grundlegenden Ansätze von Karl Jaspers und Ludwig Binswanger[67].

Wenn man die hier in Ansätzen skizzierten gesellschaftlichen Bedingungen und Entwicklungen in Betracht zieht, dann erscheint die anthropologische Psychiatrie eine bewusste Abkehr von einer Sozialpsychiatrie, die die konkreten gesellschaftlichen Bedingungen ihrer Theorie und Praxis in Betracht zieht, diese in ihrer Theorie und Praxis kritisch reflektiert und in ihren Konsequenzen aufzeigt. Die Anthropologische Psychiatrie praktiziert zwar, aber sie kann diese Praxis nur „moralisch“ und nicht in ihren realen gesellschaftlichen Konsequenzen reflektieren. Das ist eben: Anthropologische Psychiatrie und nicht: Sozialpsychiatrie.

Man kann diese „Weltflüchtigkeit“ der Sozialpsychiatrie im Wandel der Zeit ganz gut verfolgen: Der große Caspar Kuhlenkampff hatte für die (west-) deutsche Nachkriegspsychiatrie nicht wirklich gute Worte übrig. Er schrieb im Jahr 1971: „ So verblieb man zunächst in eigentümlicher Praxisferne, psycho-pathologisch engagiert, daseinsanalytisch und phänomenologisch philosophierend“[68]. Das sah Dörner damals ähnlich. Heute beschreibt er dies als „denkerische Ermöglichung von späteren Entwicklungsschritten“, für die wir der ersten Nachkriegsgeneration zu danken hätten[69]. So ändern sich die Zeiten…

Dies hoffen wir auch für die „Anthropologische Psychiatrie“ in dem Sinne, dass sie sich, wie auch international gefordert wird, mehr politisiert[70] und dass die Zukunft der Psychiatrie eine „Soziale Psychiatrie“[71] ist. Na los – ich bin dabei!

In großer Verbundenheit, CRW

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[1]Quelle: sozialpsychiatrische informationen, Heft 4/2017 – 47. Jg.; Nachdruck mit freundlicher Genehmigung der Redaktion und des Autors.

[2] (Dörner 1972, 8 ff.), hierzu auch: (Gleiss, Seidel und Abholz 1973, 78) , (Finzen 1995, 122 f.)

[3] (Brink 2010)

[4] (Dörner, Plog, et al. 2017)

[5] (Niemann-Mirmehdi und Montag 2017)

[6] (Armbruster, Dietrich, et al. 2015)

[7] (Keupp 2015)

[8] (von Kardorff 2015)

[9] (Hauth, Falkai und Deister (Hrsg.) 2017)

[10] (Hoffmann-Richter 1995, 21)

[11] (Hoffmann-Richter 1995, 21)

[12] (Priebe, Burns und Craig 2013)

[13] (Streeck 2013); ich fasse den Begriff jedoch nicht nur als ökonomisches, sondern auch als ein kulturelles Verhältnis, „als einen Kult des starken Ichs, dem das soziale Miteinander, die Rücksicht auf die Schwachen und das Kollektiveigentum des Wohlfahrtsstaates geopfert wurde“ (Bude 2016, 13).

[14] (Wilkinson und Pickett 2006), (Wilkinson und Pickett 2009)   (Wilkinson und Pickett 2016 5. Aufl.)

[15] (Lampert, et al. 2005); (T. Becker 2014); (Rapp, et al. 2015); Zur kritischen Diskussion der folgenden kritischen Kritik siehe: (Dornes 2016)

[16] (Jahoda, Lazarsfeld und Zeisel 1975)

[17] (Bude und Lantermann 2006), (Bude und Lantermann 2008), (Bude und Lantermann 2010)

[18] (Dörre, et al. 2013); (Hirseland und Ramos Laboto 2010 )

[19] (Reumschüssel-Wienert 2015)

[20] (Bude und Willisch 2008); (Castel und Dörre 2009); (Kronauer 2010); (Stichweh und Windolf (Hrsg.) 2009); (Bude und Staab (Hrsg.) 2016)

[21] Siehe hierzu: Utschakowski und Achberger

[22] (Illouz 2011)

[23] Dieser Begriff stammt von (Kaufmann 1997)

[24] (Bröckling 2007)

[25] (Illouz 2011)

[26] (Illouz 2011); (Bröckling 2002), (Bröckling 2007), (Bröckling 2010); (Schollas 2014)

[27] (Medico International 2017)

[28] (Hopper 2007)

[29] (Keupp, et al. 2013, 5. Aufl.)

[30] (Foucault 2014 (3. Aufl.)), (Foucault 2014a (3. Aufl.)); (Bröckling, Krasmann und Lemke (Hrsg.) 2000); (Lemke 2008 (2. Aufl.)) (Bröckling 2002), (Bröckling 2007), (Bröckling 2010)

[31] (Ehrenberg 2008), (Ehrenberg 2011)

[32] (Bude 2014)

[33] (Neckel und Wagner (Hrsg.) 2013)

[34] (C. (. Koppetsch 2011), (C. Koppetsch 2013)

[35] (Nachtwey 2016)

[36] (Finzen 2013)

[37] Siehe hierzu: (Thornicroft 2006); (Social Exclusion Unit 2004); (Karsay 2011); (Russo 2011); auch: (Reumschüssel-Wienert 2015)

[38] (C. Koppetsch 2013), (C. Koppetsch 2014)

[39] (Heitmeyer 2011); (Groß, Zick und Krause 2012)

[40] Siehe hierzu grundlegend: (Mayntz und Scharpf (Hrsg.) 1995), (Mayntz und Scharpf 1995a); (Göhler 1997); (Mayntz 2004)

[41] (Rieger 1992)

[42] (Chow und Priebe 2013)

[43] (Böhle und Schneider (Hrsg.) 2016); (Sennet 2007)

[44] Sieh hierzu: (Boltanski und Chiapello 2003)

[45] (Keupp und Zaumseil 1978)

[46] (Kruckenberg, et al. 1999)

[47] Zur industriellen Entwicklung, siehe: (Kern und Schumann 1984); (Malsch und Seltz (Hrsg.) 1988); (Piore und Sabel 1989)

[48] (Heißler 2012)

[49] (Scharpf, Reissert und Schnabel 1976); (Scharpf 1993)

[50] Siehe z.B. (F.-X. (. Kaufmann 1979)

[51] Siehe z.B. (Runde 1972); (Wolff 1978)

[52] (Japp 1986)

[53] (Mitzlaff 1983a), (Mitzlaff 1983b)(Mitzlaff 1987)

[54] (Bergold und Filsinger 1993)

[55] (Armbruster, Schulte-Kemmna und Widmaier-Berthold (Hrsg.) 2006)

[56] (Scott 1986)

[57] (Sydow und Windeler 2000), (J. Sydow 2001), (J. Sydow 2001a)

[58] (Göhler, Höppner und De La Rosa 2009)

[59] (Ernst 2008)

[60] (Reynolds und Thornicroft 2000); (Thornicroft und Tansella 2009)

[61] (Lessenich 2008), (Lessenich 2012)

[62] (Streeck 2015)

[63] (Behrend 2008)

[64] (Castel 2008)

[65] (Bude 2015)

[66]https://www.sozialpsychiatrische-dienste.de/

[67] (Bock, Dörner und Naber (Hrsg) 2004)

[68] (Kulenkampff 1971, 3 f.)

[69] (Dörner 2017, 707)

[70] (Heinz, Charlet und Rapp 2015)

[71] (Priebe, Burns und Craig 2013)


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