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Landesbericht Thüringen (VPP 4/2018)


OPK-Wahl-Veranstaltung

Bei der kommenden OPK-Wahl kooperieren in Thüringen bvvp, VPP(BDP) und DGVT. Im Zuge dieser Kooperation besuchten Kay-Uwe Kleine und Janine Manthey (beide DGVT-Kandidat*innen) eine Fortbildung des bvvp zum Thema „Therapie mit Geflüchteten“, welche am 19. September 2018 in Erfurt stattfand.

Im Anschluss an die Fortbildung gab es einen inhaltlichen Teil zur anstehenden OPK-Wahl. Dabei konnten sich die Kandidat*innen vorstellen, ihre inhaltlichen Positionen darstellen sowie in Kontakt mit den anwesenden Teilnehmer*innen kommen. Im Gegenzug sind zur Veranstaltung der DGVT-Landesgruppe Thüringen am 24. Oktober auch die Vertreter*innen bzw. Kandidat*innen von bvvp und VPP(BDP) eingeladen. Übergeordnetes Ziel der Kooperation ist es, die Interessen der Psychotherapeut*innen gebündelt in die Kammer einzubringen.

Bezogen auf die „Therapie mit Geflüchteten“ wurde klar, dass die vom Auditorium sehr interessiert aufgenommenen Inhalte eines zeitlich größeren Rahmens bedürfen. Es soll daher eine zweite, ausführlichere Veranstaltung zu diesem Thema geben.

REFUGIO Thüringen musste viele Patient*innen trotz dringenden Behandlungsbedarfs abweisen. Hintergrund ist der, dass Geflüchtete seit Anfang 2017 theoretisch Zugang zur Regelversorgung haben, wodurch die weitere Finanzierung von REFUGIO ungesichert ist. Dieser prinzipielle Zugang zu einer adäquaten Behandlung in der Regelversorgung gestaltet sich für traumatisierte Geflüchtete aus mehreren Gründen allerdings schwierig, u.a. weil es zu wenig Kapazität in der Regelversorgung gibt. Festgehalten werden kann, dass sich die anwesenden Berufsverbände gegen den Mittelentzug von REFUGIO einsetzen und die Ansicht vertreten, dass die Regelversorgung auch ohne diese Zusatzaufgabe über ihre Kapazitätsgrenzen hinaus belastet ist. Entsprechende Gesprächsersuche mit den zuständigen Personen in der Politik werden angebahnt.

Bericht vom Treffen der Arbeitsgruppen der SPD in Thüringen zum Thema “Gesundheit und Leistungsgesellschaft"

Die SPD Thüringen traf sich am 21. September 2018 im Erfurter ComCenter und beschäftigte sich mit dem Thema „Gesundheit und Leistungsgesellschaft". Gesprochen wurde über Stress, Hetze und Termindruck, denen die Beschäftigten nahezu aller Branchen ausgesetzt sind. Die Folgen, die dies sowohl für die Gesundheit der Menschen als auch für die gesamte Gesellschaft hat, wurden – soweit in diesem zeitlich engen Rahmen möglich – beleuchtet. Es gab verschiedene Thementische, an denen konkrete Fragen zu einzelnen Aspekten aufgearbeitet wurden (beispielsweise zu den Themen Lehrergesundheit, digitale Gesundheit oder chronische Krankheit und Langzeitarbeitslosigkeit). Sabine Dittmar, die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, war der Einladung zum Treffen der AGs gefolgt. In Ihrem Impulsvortrag stellte sie die psychischen Erkrankungen als einen gesundheitspolitischen Fokus in den Vordergrund. Die Versorgungsengpässe für die Patient*innen – vor allem im ambulanten Bereich – sind in der Bundespolitik als Problem erkannt worden. Wichtig ist, dass wir als Berufsstand aber weiter Druck machen und miteinbezogen werden, damit sich die Versorgung unserer Patient*innen tatsächlich verbessert.  


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