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Rechenschaftsbericht der Fachgruppe Kinder und Jugendliche der DGVT für das Jahr 2018


Die Aktiven der Fachgruppe trafen sich im Jahr 2018 am 20. Januar in Hannover. Die Tagung diente primär dem Austausch über die Aktivitäten sowie der weiteren Planung der Unterarbeitsgruppen der Fachgruppe. Es wurde dem Wunsch der Fachgruppe entsprochen, dass mit Milana Kirsch nun stets eine Vertreterin aus der Geschäftsstelle bei den FG-Treffen zugegen ist. 

Die AG Jugendhilfe berichtete über die Notwendigkeit einer Fortführung der Unterarbeitsgruppe in der Hoffnung, dass die Jugendhilfe im Zusammenhang mit der künftigen Ausbildung zum Psychotherapeutengesetz eine wichtigere Rolle spielen wird. Ottmar Stöhr berichtete, dass die Angebote für Interessierte an der Arbeit der Arbeitsgruppe gut angenommen worden sind. Norbert Beck und Wolfgang Schreck sind weiterhin aktiv in einer Unterarbeitsgruppe der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK ); sie hieß früher komplementäre Versorgung, jetzt institutionelle Versorgung.

Die AG Fort- und Weiterbildung reflektierte die Praxistage 2017 und berichtete über die Planungen zum Kongress 2018 sowie zu den Praxistagen 2018, die weiter geplant wurden und am 3./4. November in Münster erfolgreich stattfanden. Auch das Fachgruppentreffen dort war gut besucht.

Ein Bericht dazu war in der VPP 1/19 abgedruckt.

Auch im Rahmen des Kongresses 2018 in Berlin fand am 3. März ein sehr gut besuchtes Fachgruppentreffen statt, kritisiert wurde allerdings, dass zu wenig Platz für die einzelnen Teilnehmer*innen eingeplant worden sei. Der Stand der Fachgruppe Kinder und Jugendliche( KiJu) auf dem Kongress war leider kleiner als sonst und auch die Tischdecken sowie die Fahne mit dem KiJu-Logo haben gefehlt, wodurch der Stand nicht so gut sichtbar war wie in den Jahren zuvor.

Ottmar Stöhr ist 2017 zum Treffen des Zentralen ADHS-Netzwerkes nach Berlin gefahren.

Es entstand die Idee einer Fachtagung 2019 zum Thema ADHS, die diverse Perspektiven beleuchten und sich an unterschiedliche Gruppen des Helfersystems (Schule, Psychotherapeuten, Ärzte) richten könnte. Die neu gebildete Unterarbeitsgruppe ADHS will sich diesbezüglich mit der AWK in Verbindung setzen, um konkreter in die Planung einzusteigen. Die Unterarbeitsgruppe ADHS traf sich auch im März 2018 zum ersten Mal in Berlin.

Michael Borg-Laufs berichtete zum aktuell letzten Stand der Ausbildungsreform. Es werden negative Auswirkungen für das Fachgebiet der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie befürchtet und dass die approbierten Psychotherapeut*innen ohne Fachkunde in Bereichen wie z.B. der Jugendhilfe eingesetzt werden könnten. Die Zustimmung der Bundesländer sei insgesamt noch unklar.

Sebastian Wurm wurde einstimmig als Nachfolge für Constanze Lerch zum Fachgruppensprecher gewählt. Karolin Stengel bleibt weiterhin Fachgruppensprecherin.

Es wurde eine längere Diskussion über die Vor- und Nachteile geführt, die sich ergeben würden, wenn die Fachgruppe KiJu in eine gewählte DGVT-Kommission umgewandelt würde. Unstrittig war, dass die bisherige KiJu-Fachgruppe als Beratungsinstanz neben einer solchen gewählten Kommission weiter bestehen bleiben soll. Es wurde der einstimmige Beschluss gefasst, die Gründung einer KiJu-Kommission innerhalb der DGVT und des DGVT-Berufsverbandes anzustreben. Eine erste Diskussion dazu gab es  auf dem Intergremien-Treffen im Nov. 2018.

Das erste FG-Treffen 2019 fand am 18./19.1.19 in Würzburg in der Einrichtung von Norbert Beck statt.

Die Fachgruppe ist seit Anfang des Jahres in den drei wichtigsten sozialen Netzwerken (Facebook, Instagram, Twitter) vertreten. Das Angebot wurde von den DGVT-Mitgliedern gut aufgenommen, gerade auf Twitter wird eine deutliche Verbesserung der berufspolitischen Vernetzung, auch außerhalb der DGVT, deutlich.

Karolin Stengel nahm am Workshop „Versorgung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher in Deutschland – Bestandsaufnahme und Bedarfsanalyse“ sowie einer Veranstaltung zur medizinischen Kinderschutzhotline teil.

Johannes Weisang vertritt die Fachgruppe weiterhin im Vorstand der Ostdeutschen Psychotherapeutenkammer (OPK) und als Versammlungsleitung im DPT. Wolfgang Schreck vertritt uns im Vorstand der Bundespsychotherapeutenkammer.  Birgit Wich-Knoten ist ebenfalls Mitglied in der Kammerversammlung der Psychotherapeutenkammer in NRW. Janina Fiedler vertritt uns ebenfalls weiterhin in der Psychotherapeutenkammer Niedersachsen.

2018 fanden Kammerwahlen in Baden-Württemberg und in der OPK statt, 2019 finden in NRW die Kammerwahlen statt. Bei der Organisation sind Mitglieder der Fachgruppe beteiligt und stellen sich auch erneut zur Wahl.

Michael Borg-Laufs verfasste eine Stellungnahme zu dem in der Öffentlichkeit vieldiskutierten Kinofilm „Elternschule“. Auch diese Stellungnahme wurde kontrovers aufgenommen und nach Veröffentlichung innerhalb des Fachbereichs diskutiert.

Die Ausbildung bzw. der eigenständige Beruf des Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten in Abgrenzung zum Psychologischen Psychotherapeuten ist weltweit einzigartig. Beim Weltkongress 2019 werden daher  einige Mitglieder der Fachgruppe bei der Planung unterstützen, um auch Angebote speziell für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen zu organisieren.

Karolin Stengel und Sebastian Wurm, FachsprecherIn der Fachgruppe KiJu


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