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Rechtsanspruch auf Alltagsunterstützung für Eltern mit psychischer Erkrankung und deren Familien


Bundesfamilienministerin Franziska Giffey möchte Familien mit Eltern, die psychische Probleme haben oder suchtkrank sind, künftig stärker unterstützen. Den betroffenen Familien will sie einen Rechtsanspruch auf Alltagsunterstützung wie Haushaltshilfe oder Kinderbetreuung gewähren, sagte sie den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland.

Nach Giffeys Vorstellung sollen sich hilfsbedürftige Eltern nicht mehr in einem Antrag ans Jugendamt wenden müssen, wenn sie etwa eine Haushaltshilfe oder eine Kinderbetreuung erhalten wollen. Stattdessen dürfen sie sich unmittelbar an eine Beratungsstelle oder ein Familienzentrum wenden. Damit solle gewährleistet werden, dass ernsthafte Krisen erst gar nicht entstehen.

Vorgesehen sei zudem, dass sich betroffene Kinder und Jugendliche künftig selbst und auch ohne Einverständnis der Eltern Hilfe holen können. Es sei oft so, dass Eltern mit psychischen oder Suchterkrankungen gar nicht merken, dass sie oder die Kinder Unterstützung benötigten. Bisher können Kinder und Jugendliche sich allerdings nur dann Hilfe bei Beratungsstellen suchen, wenn eine sogenannte Not- und Konfliktlage vorliegt, etwa bei Gefahr für Leib und Leben. Diese Bedingung würde dann entfallen.

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