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GK-II-Arbeitskreis der angestellten/verbeamteten PsychotherapeutInnen gegründet

Am 15. 2. und 04.04.2003 trafen sich in Frankfurt Vertreter/innen der Verbände aus dem GK II (Gesprächskreis der Psychotherapeutenverbände) zur Konstituierung eines Arbeitskreises PsychotherapeutInnen in Institutionen.


Dieser AK hat sich zur Aufgabe gemacht, die verschiedenen Aktivitäten der Verbände zu Fragen der angestellten und beamteten PsychotherapeutInnen zu bündeln und diese in die Kammern und Organisationen hineinzutragen.

Das Psychotherapeutengesetz und die damit einhergehende "Verkammerung" der Berufe Psychologischer PsychotherapeutIn und Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutIn hatte zunächst hauptsächlich die niedergelassenen KollegInnen im Blick. Die DGVT hat sich in diesem Prozess schon immer besonders für die in Institutionen tätigen KollegInnen stark gemacht. Die Kammervertreter der DGVT arbeiten in den Kammern zu diesem Thema und stellen fest, dass der Bedarf dieser KollegInnen immer mehr gesehen wird.

In dem neuen Arbeitskreis sehen wir die Chance, den Handlungsbedarf für die PsychotherapeutInnen in Institutionen zusammenzutragen. Dies ist auf den ersten Treffen geschehen. Zunächst wurden in einer offenen Liste insbesondere folgende Problemfelder beschrieben:

  • Indikation für Psychotherapie in Institutionen
  • Anpassung des BAT und Einbindung der neuen Berufe, Gleichstellung mit Fachärzten
  • Psychotherapie in der Jugendhilfe
  •  Psychotherapie in der Rehabilitation
  • Psychotherapie in der Psychiatrie
  • Repräsentanz der in Institutionen Arbeitenden in den Psychotherapeutenkammern und der Bundespsychotherapeutenkammer

Des weiteren soll ein Katalog von Gesetzen, Richtlinien, Vereinbarungen und Verordnungen erstellt werden, in die die neuen Berufe eingearbeitet werden müssen.

Der Arbeitskreis hat sich dafür ausgesprochen, dass bei der sich gründenden Bundespsychotherapeutenkammer die in Institutionen Tätigen entsprechend ihrem Anteil bei den Approbierten von ca. 50% repräsentiert sein sollten, um dadurch sicher zu stellen, dass deren Belange gleiches Gewicht erhalten. Dies wird aber nicht der Fall sein, da schon bei den Landespsychotherapeutenkammern eine Unterrepräsentanz gegeben ist.

Bereits seit Januar tagt ein Ausschuss der Arbeitsgemeinschaft der Landespsychotherapeutenkammer. Wegen der personellen Überschneidungen mit diesem Ausschuss ist zu erwarten, dass die Arbeitsergebnisse in die Treffen der KammervertreterInnen zu Angestelltenfragen eingebracht werden können und dass bei der Gründung der Bundespsychotherapeutenkammer die Fragen der in Institutionen Tätigen genügend Beachtung finden. Es wurde gefordert, dass zumindest ein Angestelltenvertreter in den Vorstand gewählt werden soll und ein Ausschuss oder eine Kommission zu Institutionen arbeiten soll.

Johannes Broil
Vertreter der DGVT im AK Psychotherapeutinnen in Institutionen des GK II
Vorsitzender im Ausschuss Psychotherapie in Institutionen der Psychotherapeutenkammer NRW


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