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Sitzung des Gesprächskreis II (GK II) der Psychotherapeutenverbände am 26. April 2003

Der Gesprächskreis II der Psychotherapeutenverbände hat sich auf Grund der politischen Lage zu einer außerordentlichen Sitzung am 26. April 2003 in Berlin getroffen. Nach den Berichten aus den einzelnen Verbänden und den Hinweisen auf Aktuelles diskutierte der GK II folgende Themen:


1. Konstituierende Sitzung der Bundesfachkommission Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichen Psychotherapeuten (FK PP/KJP) der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) am 9./10. April 2003 in Berlin.

Eine entsprechende Presseerklärung von ver.di zur Sitzung finden sie in dieser VPP, Seite 378. Die Kommission setzt sich aus PPs und KJPs zusammen, die Mitglieder bei ver.di sind; sie wurden von ver.di durch ihre Landesvorstände nominiert. Aus der Runde des GK II sind Hans-Werner Stecker, VPP, und Heiner Vogel, DGVT, Mitglieder der Bundesfachkommission. Besonders freuen wir uns, dass Wolfgang Niens aus Niedersachsen zum Sprecher der Fachkommission und Veronika Mähler-Dienstuhl aus Nordrhein-Westfalen zu seiner Stellvertreterin gewählt wurden, die beide engagierte DGVT-Mitglieder sind. Der GK II äußert großes Interesse an einem Austausch mit der Kommission in fachpolitischen Fragen.

2. Bericht aus dem Arbeitskreis des GK II „Psychotherapien Institutionen“

Über das Treffen des Arbeitskreises Anfang April hat Johannes Broil in dieser Ausgabe der VPP, Seite 376 berichtet. Auf diesem Treffen erörterte der Arbeitskreis Möglichkeiten gemeinsamen Handelns und die Bildung von Projektgruppen/Kompetenzteams, wie z. B. Psychotherapeuten in Kliniken und Psychotherapeuten in Beratungsstellen. Man verständigte sich über Organisations- und Repräsentationsformen der Angestellten bzw. tauschte sich über Strategien zur ausreichenden Repräsentanz von Angestellten in der Bundespsychotherapeutenkammer aus. Der Arbeitskreis soll weiterhin eng an den GK II angebunden werden.

3. Leistungsziffern und EBM-Verhandlungen

Im Januar war kurzfristig ein Gespräch mit Krankenkassenvertretern vereinbart worden, in dem versucht wurde, die Positionen der PP/KJP zu den Punktezahlen im EBM für die verschiedenen Psychotherapeutischen Leistungen zu vermitteln (vgl. Rosa Beilage 1/03, S. 39/40). Zwischenzeitlich sind die Verhandlungen zwischen KBV und Krankenkassen über den EBM weitergegangen und es scheint so, als ob das Gespräch wenig bewirkt hat. Deshalb soll ein neuer Termin versucht werden, ein entsprechendes Schreiben wurde abgestimmt (siehe Anhang 1).

4. Strukturveränderungen im Gesundheitswesen

Der GK II verabschiedete den von einer Delegation des GK II erarbeiteten Briefentwurf (siehe Anhang 2 zu diesem Bericht) an die GesundheitspolitikerInnen der Parteien zur anstehenden Gesundheitsreform. Die Forderungen der Psychotherapeutenverbände entnehmen sie bitte dem ebenfalls abgedruckten Schreiben. Um Ihre Vorstellungen zu Reformen im Gesundheitswesen direkt mit den politischen VertreterInnen zu besprechen, hat die Delegation um baldige Gesprächstermine mit der Politik gebeten. Die ersten Gespräche fanden bereits statt.

5. Bundespsychotherapeutenkammer[4]

Detlev Kommer, Deutscher Psychotherapeutenverband (DPTV), hatte bereits am Tag zuvor ein Positionspapier für die Politik für die Bundespsychotherapeutenkammer verteilt, das die Grundlage für Gespräche zwischen den verschiedenen Verbänden darstellte zur Frage einer möglichen Kandidatur für den Vorstand der Bundespsychotherapeutenkammer. Es hatten bereits Gespräche zwischen dem DPTV, der Deutschen Gesellschaft für Psychoanalyse, Psychotherapie, Psychosomatik und Tiefenpsychologie (DGPT), der Vereinigung der Kassenpsychotherapeuten und der Vereinigung Analytischer Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten in Deutschland (VAKJP) stattgefunden mit dem Ergebnis, dass alle Beteiligten dem Papier zustimmen und sich auf dieser Basis auf Kandidaten aus den genannten Verbänden für die Vorstandsposition einigen konnten.

[4] Weitere Informationen zur Gründung der Bundespsychotherapeutenkammer finden Sie in dieser Rosa Beilage im Anschluss an diesen Bericht.

6. Disease-Management-Programme (DMPs)

Der Beratende Fachausschuß der Kassenärztlichen Bundesvereinigung hat Experten benannt, die den zuständigen KBV-Referenten zuarbeiten. Diese bringen die Ergebnisse in die Arbeitsausschüsse des Koordinierungsausschusses ein, der dann die Anforderungsprofile für die DMPs erlässt bzw. jährlich aktualisiert. Der beratende Fachausschuss arbeitet darüber hinaus an einem Papier, das allen beratenden Fachausschüssen zur Verfügung gestellt werden soll.

Darin soll dargelegt werden, an welchen Stellen im Ablaufplan eines DMPs psychosoziale Faktoren berücksichtigt und wie PsychotherapeutInnen konkret einbezogen werden können.

Der Gesprächskreis II macht hier noch einmal seine Forderungen deutlich, dass VertreterInnen der Psychotherapeutenverbände zu den Anhörungen eingeladen werden müssen.

Anhang 1 zum GK II-Bericht

Anhang 2 zum GK II-Bericht


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