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Masernschutzgesetz: Weitere Informationen zur Nachweispflicht für Psychotherapeut*innen

Der Paritätische Gesamtverband berichtet über eine weitere Klärung, die in bislang noch offen gebliebenen Fragstellungen zur Nachweispflicht in Bezug auf das Masernschutzgesetz erreicht werden konnte. Seit März 2020 gilt in Deutschland das Masernschutzgesetz. Allerdings blieb lange unklar, ob interdisziplinäre Frühförderstellen, medizinische Behandlungszentren für erwachsene Menschen mit Behinderung, ambulante Rehabilitationseinrichtungen für psychisch erkrankte Menschen und sozialpsychiatrische Dienste von der Nachweispflicht eines Masernschutzes betroffen sind. Auf Nachfrage der behindertenpolitischen Sprecherin der Bundestagsfraktion der Grünen, Corinna Rüffer, gibt das Bundesgesundheitsministerium nun Antworten.


Das Masernschutzgesetz, das am 1. März 2020 in Kraft getreten ist, sieht eine Impfpflicht gegen Masern auch für Psychotherapeut*innen vor. Die Änderungen des Infektionsschutzgesetzes sehen vor, dass Personen, die nach 1970 geboren sind und in Einrichtungen des Gesundheitswesens tätig sind, einen ausreichenden Impfschutz oder eine Immunität gegen Masern aufweisen müssen. Hierzu zählen auch Krankenhäuser, Rehakliniken sowie psychotherapeutische und ärztliche Praxen.

Psychotherapeut*innen müssen einen Impfausweis oder eine ärztliche Bescheinigung vorlegen können, woraus hervorgeht, dass ein Impfschutz oder eine Immunität gegen Masern besteht. Es genügt zunächst, den Nachweis in den Unterlagen zu haben. Psychotherapeut*innen in einem Angestellten-Verhältnis müssen den Nachweis der Leitung ihrer Einrichtung vorlegen. Ausnahmen: Personen, die aufgrund einer medizinischen Kontraindikation nicht geimpft werden können.

Von der neuen Regelung ausgenommen sind die Jahrgänge vor 1971, da nach epidemiologischen Studien in diesen Altersgruppen ein ausreichender Maserschutz in der Bevölkerung besteht.

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