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Rechenschaftsbericht der Europadelegierten für das Berichtsjahr 2020


Das Jahr 2020 war für die internationalen Delegierten zum einen durch die „Nachklänge“ des Weltkongresses für kognitive und Verhaltenstherapien 2019 in Berlin, an dessen Ausrichtung die DGVT als gastgebender Verband beteiligt war, und natürlich auch durch die Corona-Pandemie geprägt.

Für den Weltkongress, der vom 17.-20. Juli 2019 im City Cube in Berlin stattfand, gab es sehr viel positives Feedback. Andreas Veith war als Congress Coordinator (gemeinsam mit Rod Holland) und Thomas Heidenreich als Vorsitzender des Scientific Committee (gemeinsam mit Philip Tata) zentral in die Organisation eingebunden. Schon im letzten Rechenschaftsbericht konnten wir berichten, dass an den Pre-Congress-Workshops fast 1200 Menschen teilnahmen, der gesamte Kongress wurde von mehr als 4000 Menschen aus 85 Ländern besucht. Besonders gelobt wurden neben dem wissenschaftlichen Programm die im Vergleich sehr niedrigen Gebühren für Student*innen und Ausbildungsteilnehmer*innen sowie für Teilnehmer*innen aus ökonomisch weniger starken Ländern. Über 55% der Besucher*innen konnten so zu diesen reduzierten Gebühren teilnehmen und sich über Fortschritte der Verhaltenstherapie informieren. Trotzdem konnte der Kongress am Ende mit einem – allerdings sehr schmalen – finanziellen positiven Ergebnis abgeschlossen werden. Die EABCT als Ausrichter nutzt diesen Betrag für die Förderung europäischer Projekte.

Darüber hinaus verfolgten wir auch 2020 weiterhin die bereits in den Rechenschaftsberichten der letzten Jahre dargelegten inhaltlichen Ziele und Projekte. Insbesondere vertraten wir die DGVT und ihre inhaltlichen Positionen auf den beiden wesentlichen Versammlungen, die die Satzung der EABCT vorsieht: dem „First Annual Meeting“ (März 2020, Athen) sowie dem „Second Annual Meeting“ (September 2020), das dann allerdings aufgrund der Corona-Pandemie virtuell stattfinden musste. Dies galt leider auch für den gesamten EABCT-Kongress des Jahres 2020, der nicht live in Athen ausgerichtet wurde sondern als erster virtueller EABCT-Kongress Internet-basiert stattfand. Trotz des zunächst ungewohnten Formats nahmen über 700 Besucher an diesem sehr erfolgreichen und hochinteressanten Kongress teil. Auch der technische Ablauf war überwiegend reibungslos. Viele Teilnehmer*innen lobten die Möglichkeit an einem internationalen Kongress teilnehmen zu können ohne zu reisen.

Auch der Kongress der amerikanischen Gesellschaft ABCT, auf dem wir üblicherweise die DGVT im Rahmen des „International Delegates Meeting“ repräsentieren, fand dieses Jahr nicht wie geplant in Philadelphia sondern nur virtuell statt. Aber auch dieser Kongress hat sehr gut „funktioniert“. In der EABCT wurde durch diese positiven Erfahrungen eine Diskussion über Möglichkeiten, das Internet auch nach Bewältigung der Corona-Pandemie zu nutzen, um mehr Teilnehmer*innen die Möglichkeit zum Kongressbesuch zu geben, z. B. in der Form von Hybridkongressen. Der Kongress 2020 in Belfast wird ein erster solcher Hybridkongress sein, wenn es die Pandemie zulässt und er nicht auch vollends im Internet stattfinden muss.

Für diesen Kongress wurden beide internationale Delegierte der DGVT – Andreas Veith und Thomas Heidenreich – auch in das Scientific Committee berufen.

Darüber hinaus kommunizierten die beiden internationalen Delegierten wichtige Entwicklungen innerhalb der EABCT an den Vorstand und weitere Gremien. Thomas Heidenreich, einer der beiden Europa-Delegierten der DGVT, ist 2020 nach Ende seiner Amtsperiode als „Training Coordinator“  aus dem Vorstand der EABCT ausgeschieden. Er vertritt aber weiterhin gemeinsam mit Andreas Veith die Interessen der DGVT als „International Representative“.

Die beiden internationalen Delegierten sind demnach weiterhin eng an neue Entwicklungen angebunden und können entsprechend der Ziele der DGVT Einfluss auf die Entscheidungen der EABCT nehmen.

Die Europadelegierten:

Thomas Heidenreich und Andreas Veith


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