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Testpflicht in Praxen – Was gilt für Praxisinhaber*innen, Beschäftigte, Patient*innen und Besucher*innen?

Praxis-Inhaber*innen und Beschäftigte von psychotherapeutischen Praxen müssen bis zum 15. März 2022 einen Immunitätsnachweis für das Coronavirus vorlegen. Diese Regelung wurde im neuen § 20a des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) eingeführt und ist seit 14. Dezember 2021 in Kraft getreten.


Zudem schreibt das IfSG eine verschärfte Testpflicht auch für psychotherapeutische Praxen, Lehrpraxen, Institutsambulanzen et cetera vor. Die Testpflicht gilt sowohl für Arbeitgeber*innen und Beschäftigte als auch für nicht angestellte Praktikant*innen oder Psychotherapeut*innen in Ausbildung (PiA).

Geimpfte / genesene Arbeitgeber*innen und Beschäftigte müssen zweimal wöchentlich einen Antigen-Test durchführen. Hierbei genügt ein Test zur Eigenanwendung ohne Überwachung durch Dritte. Die Tests sind von den Praxisinhaber*innen zu dokumentieren.

Ungeimpfte / nicht-genesene Arbeitgeber*innen und Beschäftigte müssen tagesaktuelle Tests vorweisen (Antigen-Test oder PCR-Test) und mit sich führen.

Patient*innen müssen in psychotherapeutischen Praxen weiterhin keinen negativen Test oder Immunitätsnachweis vorweisen.

Begleitpersonen von Patient*innen sind ebenfalls von der Testpflicht befreit. Das sind zum Beispiel Eltern, die ihre Kinder zur Psychotherapie bringen - diese müssen ebenfalls keinen negativen Test vorweisen. Diese Konstellation hat die aktuelle Änderung des IfSG nun klar gestellt. Zuvor war umstritten, ob Eltern, die ihre Kinder nur zur Behandlung bringen oder begleiten (und nicht in der Stunde selbst anwesend sind), einen Test nachweisen müssen.

Praxisinhaber*innen, Arbeitgeber*innen und Leiter*innen psychotherapeutischer Einrichtungen sind verpflichtet, tägliche Kontrollen der Tests durchzuführen und dies zu dokumentieren. Das Gesundheitsamt ist durch die Leitungen psychotherapeutischer Praxen nur noch auf Anforderung der Behörde zu informieren. Die Meldung bezieht sich zudem ausschließlich darauf, wie das Verhältnis der geimpften zu den ungeimpften Mitarbeitenden ist.

Niedergelassene Psychotherapeut*innen müssen zudem ein Testkonzept für ihre Praxis erstellen. Hierfür genügt eine kurze Zusammenfassung, wann und wie Tests bei den Beschäftigten und der / des Praxisinhaber*in selbst durchgeführt werden und wie die Dokumentation erstellt wird.


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