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Rechenschaftsbericht des Länderrats für das Jahr 2021


Länderrat/Länderkonferenz

Der Länderrat tagte im Berichtszeitraum wie folgt: Im Januar 2021, im September 2021 und im Januar 2022 jeweils im Online-Format so wie in erweiterter Runde als Länderkonferenz im April 2021 und im Rahmen des Intergremientreffens im Dezember 2021, ebenfalls online.

Schwerpunktthemen des Länderrats im Berichtszeitraum waren u.a. die Entwicklung von Ideen zur Nachwuchsförderung innerhalb unseres Verbandes. Hier wurde die Umgestaltung der PiA-Beiträge in den Blick genommen und angeregt, diese Umgestaltung in einer Task Force mit Blick auf das Gesamtkonzept Mitgliederwerbung zu bearbeiten. Auf den MVen im Juni 2021 wurde der Beschluss gefasst, die Beitragsordnung zu ändern: PiAs können nun kostenlos Mitglied werden, bei einer gleichzeitigen Erhöhung der Regelbeiträge. Der Länderrat freut sich sehr über dieses Ergebnis, da er diese Idee eingebracht und unterstützt hat. Es war ein langfristig vorbereitetes Projekt, in dem Kräfte gebündelt wurden und das sehr gut durch die Task Force und den Vorstand bearbeitet und vorbereitet wurde. Es wird als ein tolles positives Beispiel gesehen, wie innerhalb des Verbandes mit Einbezug aller Gremien ein Thema vorangebracht werden kann.

Weitere Themen waren die Musterweiterbildungsordnung sowie die Reform des Psychotherapeutengesetzes generell und damit auch die komplette Neustrukturierung der Aus- und Weiterbildung. Es war und ist dem Länderrat/der Länderkonferenz wichtig, den weiteren Entwicklungsprozess der Reform zu begleiten.

Ein Thema, das immer wieder aufkam, war die Entschädigung von Ehrenamtlichen. Dieses Thema wurde in der Vergangenheit schon häufig und intensiv in verschiedenen Gremien unseres Verbandes diskutiert. Dabei ging es nicht ausschließlich um monetäre und materielle Entschädigung, sondern auch um den Umgang miteinander und die Wertschätzung der ehrenamtlichen Tätigkeit. Im Umgang miteinander haben sich bereits positive Veränderungen ergeben, sodass das Miteinander respektvoll und wertschätzend ist. Aktuell hatte der Länderrat den Vorstand gebeten, mehr Ressourcen und Unterstützung für die KV-Wahl 2022 einzusetzen, was der Vorstand unterstützte.

Ein weiteres Thema war, dass für viele Kolleg*innen der Umgang mit der politischen Einstellung von Patient*innen – wie auch mit der eigenen politischen Einstellung im Rahmen der Psychotherapie – ein sehr interessantes Thema zu sein scheint. Andrea Benecke, Karl-Wilhelm Höffler und Andreas Böse erklärten sich bereit, eine Veranstaltung dazu anzubieten, die bspw. im Rahmen des Kongresses, unter dem Arbeitstitel „Politik in der Psychotherapie“ angeboten werden kann, das soll weiterverfolgt werden.

Dem Länderrat ist es insgesamt ein Anliegen, neben allgemeinen fach- und gesundheitspolitischen Entwicklungen auch landesbezogene Themen aufzugreifen, eigene Standpunkte zu erarbeiten und diese in die Gremien der DGVT und des DGVT-Berufsverbandes und die verbandsinterne Diskussion einzuspeisen. In den Sitzungen des Länderrats und der Länderkonferenz tauscht man sich weiterhin kontinuierlich über die regionalen Aktivitäten sowie Kammeraktivitäten aus. In vielen Ländern werden regelmäßig Treffen (Landesgruppentreffen, Stammtische) auch mit Wahlen der Landessprecher*innen abgehalten, die den Austausch mit Mitgliedern sowie den Informationsfluss zu den Mitgliedern über unsere Arbeit und Themen ermöglichen. Wo es sinnvoll ist, werden auch gemeinsame Treffen und Veranstaltungen mehrerer Bundesländer angeboten, bei denen dann Fortbildungen angeboten werden.

Veröffentlichungen in den Verbandspublikationen

In unserer Verbandszeitschrift (VPP) sowie im regelmäßig erscheinenden DGVT/DGVTBV-Newsletter wurden diverse Beiträge von Länderrats-/Länderkonferenzmitgliedern veröffentlicht. Insbesondere im Rahmen der Landesberichte kommentieren die Landessprecher*innen und Kammerdelegierten regelmäßig Entwicklungen in der Region. Es sei diesbezüglich auf die Ausgaben von VPP und Newsletter verwiesen.

Veranstaltungen des Länderrats/der Länderkonferenz

Im Rahmen des virtuellen DGVT-Kongresses im März 2021 organisierte der Länderrat eine Informationsveranstaltung zur Ausbildungsreform/Musterweiterbildungs-ordnung. Im ersten Referat gab Dr. Andrea Benecke einen Überblick und eine Einordnung der aktuellen Situation der Ausbildungsreform und der Musterweiterbildungsordnung und stellte die verschiedenen Teile der neuen Aus- und Weiterbildung dar. Wolfgang Schreck knüpfte im zweiten Referat an die Musterweiterbildungsordnung für Psychotherapeut*innen an und zeigte dabei neue Perspektiven durch Einbezug der institutionellen Versorgung bei der Weiterbildung auf. Es gab viel Raum für Fragen und einen regen Austausch. Die Veranstaltung stieß auf große Resonanz.

Landesgruppen, Landessprecher*innen, regionale Aktivitäten

Die Landesgruppen waren im Berichtszeitraum in vielfältiger Weise gesundheits- und fachpolitisch aktiv. Hinzu kommen als weitere Schwerpunkte die Arbeit in den Landesgruppen und die „Mitgliederpflege“. Der Bedarf, in den Ländern regionale Angebote zu gestalten, ist gestiegen. Die Präsenz der DGVT und des DGVT-Berufsverbandes bei den Mitgliedern zu erhöhen sieht der Länderrat als eine seiner Aufgaben an.

Die Landessprecher*innen versuchen, soweit möglich, persönliche Kontakte zu den neu in den Verein eingetretenen Mitgliedern herzustellen und verstehen sich als Ansprechpartner*innen für die DGVT/DGVT-BV-Mitglieder in der jeweiligen Region.

Als Reaktion auf die wegen Corona eingeschränkten Kontaktmöglichkeiten bei Landesgruppentreffen und Kammergruppentreffen wurden den Landes- und Kammergruppen eigene ZOOM-Räume angeboten, die sie selbst verwalten können und für die Landesgruppen- und Kammergruppenarbeit frei nutzen. Viele Landessprecher*innen und Kammerdelegierte sind dem Angebot nachgekommen und boten bspw. Landesgruppentreffen virtuell an, was bei den Teilnehmer*innen sehr gut ankommt und auch nach Corona weitergeführt werden soll.

Berichte über weitere regionale Aktivitäten (Mitgliedertreffen/regionale MVen, regionale Newsletter, inhaltliche Aktivitäten der Vertreter*innen in den Landespsychotherapeutenkammern) sind in den entsprechenden Landesberichten in der VPP bzw. im DGVT/DGVTBV-Newsletter ausführlich dokumentiert.

Landespsychotherapeutenkammern und Bundespsychotherapeutenkammer

Der Länderrat hat sich im vergangenen Jahr intensiv mit der fach- und gesundheitspolitischen Positionierung des Verbands auch in den Psychotherapeutenkammern befasst. Dabei stand die verbandsinterne Diskussion der Themen rund um die Ausbildungsreform sowie die Musterweiterbildungsordnung im Vordergrund.

Kammerwahlen fanden statt im Juni 2021 in Berlin und in Hessen, im November 2021 in Rheinland-Pfalz und im Februar 2022 in Bayern. In allen Ländern konnten sich unsere Kandidat*innen wieder erfolgreich an der Besetzung der Delegiertenversammlung beteiligen.

In Berlin wurden über unsere Liste „NEUE WEGE-DGVT und Freund*innen“ Alexandra Rohe, Peter Tossmann, Antje Neumann, Clemens Povel, Tina Pomrehn und Marc Stephan in die Delegiertenversammlung gewählt. In den Vorstand der Kammer Berlin gewählt wurde Peter Tossmann. Zum DPT delegiert wurden Alexandra Rohe und Marc Stephan.

In Hessen wurde über die Liste „VT-AS – Verhaltenstherapie: Angestellte, Selbständige, Ausbildungsteilnehmer*innen“ Karl-Wilhelm Höffler in die Delegiertenversammlung und in den Vorstand der Kammer Hessen gewählt sowie zum DPT delegiert.

In Rheinland-Pfalz wurden über die „TIMO-Liste“ Andrea Benecke, Ulrich Bestle, Michael Broda, Kathrin Macha und Paul Nilges in die Delegiertenversammlung gewählt. In den Vorstand der Kammer Rheinland-Pfalz gewählt sowie zum DPT delegiert wurden Andrea Benecke und Ulrich Bestle.

In Bayern wurde im KJP-Bereich über die Liste „Kammervielfalt KJP“ und im PP-Bereich über die Liste „Kammervielfalt PP“ erfolgreich kandidiert. Die konstituierende Sitzung ist Ende März geplant. Hierzu kann ggf. mündlich berichtet werden.

Wir freuen uns sehr über diese großartigen Ergebnisse und gratulieren allen gewählten Delegierten!

Danksagung

Ein ganz herzlicher und großer Dank geht an alle Landessprecher*innen, Kammerdelegierten und aktiven DGVT/DGVT-BV-Mitglieder in den Landesgruppen und Kammern, die sich auch in den vergangenen zwei Jahren wieder intensiv im Sinne der Satzungsziele für eine gute psychosoziale Versorgung, Therapieaus- und -weiterbildung und die Weiterentwicklung der damit zusammenhängenden Strukturen und der Verhaltenstherapie eingesetzt haben.

Der Länderrat und die Länderkonferenz wurden seitens des Vorstands durch Oliver Kunz in seiner Arbeit begleitet, dem wir an dieser Stelle ebenfalls herzlichst danken möchten.

Ein besonderes Dankeschön geht an die Geschäftsstelle für die Begleitung und Unterstützung unserer Arbeit. Ohne diese Hilfe würden wir unsere Arbeit gar nicht machen können.

Für den Länderrat:
Andreas Böse und Alexandra Klich


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