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Rechenschaftsbericht der Internationalen Delegierten für das Jahr 2021


In 2021 verfolgten wir weiterhin die bereits in den Rechenschaftsberichten der letzten Jahre dargelegten inhaltlichen Ziele und Projekte. Wir vertraten die DGVT und ihre inhaltlichen Positionen auf den beiden Jahresversammlungen, die die Satzung der EABCT vorsieht: dem „First Annual Meeting“ (März 2021, aufgrund der Corona-Pandemie virtuell) sowie dem „Second Annual Meeting“ (September 2020, Belfast).

Der jährliche europäische Kongress wurde im September als „Hybrid“-Kongress“ durchgeführt, was die gastgebende irische Gesellschaft für kognitive Verhaltenstherapie (IABCT) und die sie unterstützenden Kolleg*innen der britischen Gesellschaft (BABCP) vor zahlreiche Herausforderungen stellte. Diese wurden erfolgreich gemeistert und die ungefähr 450 Teilnehmer*innen vor Ort und die mehr als 1100 Online-Teilnehmer*innen waren hochzufrieden, dass ihnen beide Optionen geboten wurden.

Für diesen Kongress waren beide internationale Delegierte der DGVT – Andreas Veith und Thomas Heidenreich – auch in das Scientific Committee berufen. Das hochinteressante Programm umfasste neben den üblichen Themen natürlich in großem Umfang auch die Folgen der Corona-Pandemie für die psychische Gesundheit und die Möglichkeiten psychologischer Interventionen.

Auch der Kongress der amerikanischen Gesellschaft ABCT, auf dem wir üblicherweise die DGVT im Rahmen des „International Delegates Meeting“ repräsentieren, fand wiederum nicht wie geplant live, sondern nur virtuell statt.

Insgesamt werden die Erfahrungen mit virtuellen und Hybrid-Kongressen die Kongress-„Landschaft“ verändern. Durch sie bekommen viele Interessierte die Möglichkeit, ohne die teilweise hohen Reisekosten an internationalen Kongressen teilzunehmen. Und natürlich sind auch die positiven Folgen für den Klimaschutz zu nennen.

Darüber hinaus kommunizierten die beiden internationalen Delegierten wichtige Entwicklungen innerhalb der EABCT an den Vorstand und weitere Gremien. Dazu gehörte in 2021 leider auch der Tod von Aaron T. Beck. Noch wenige Monate vorher hatten Thomas Heidenreich und Andreas Veith eine VPP-Ausgabe zu seinem 100. Geburtstag herausgegeben, um damit das Lebenswerk des wichtigsten Begründers der kognitiven Verhaltenstherapie zu würdigen. Auch an der virtuellen Trauerfeier für Aaron T. Beck nahmen wir teil. Als Reaktion auf seinen Tod verfassten wir eine weitere Würdigung in der VPP 4/2021.

Thomas Heidenreich vertritt weiterhin gemeinsam mit Andreas Veith die Interessen der DGVT als „International Representative“. Auf dem Kongress in Belfast wurde Andreas Veith zusätzlich in den Vorstand der Weltkonföderation für kognitive Verhaltenstherapie gewählt. Fast drei Jahre nach der Gründung dieses Zusammenschlusses der internationalen Dachverbände wurde sie in 2021 in New York als gemeinnützige Gesellschaft registriert. Das Ziel dieses Dachverbandes ist es, die Verhaltenstherapie weltweit zu fördern, die Aktivitäten der kontinentalen Verbände zu koordinieren und Einfluss auf wichtige Institutionen des Gesundheitswesens wie z.B. die WHO zu nehmen, wofür die gesetzliche Registrierung eine wichtige Voraussetzung war. Eine erste, nach außen sichtbare Maßnahme war, dass ein „Internationaler Tag der kognitiven Verhaltenstherapie“ ausgerufen wurde, der nun jährlich am 7. April stattfinden soll. Bewusst wurde er auf den gleichen Termin gelegt wie der „Internationale Tag der Weltgesundheit“ der WHO, um die Bedeutung der kognitiven Verhaltenstherapie für die Gesundheit zu betonen. Alle Mitgliedsverbände der in der WCCBT zusammengeschlossenen kontinentalen Verbände sind nun aufgerufen mit Beiträgen jeglicher Art auf die kognitive Verhaltenstherapie aufmerksam zu machen.

Die beiden internationalen Delegierten sind weiterhin eng an neue Entwicklungen angebunden und können entsprechend der Ziele der DGVT Einfluss auf die Entscheidungen der EABCT und nun auch der WCCBT nehmen.

Die Internationalen Delegierten:
Thomas Heidenreich und Andreas Veith


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