< vorheriger Artikel

Informationsseite „Hilfen für Ukraine-Geflüchtete“


Wir haben eine Informationsseite zum Thema auf unserer Website eingerichtet, die wir fortlaufend aktualisieren werden. Außerdem können Sie sich gerne über unsere Mailingliste Migration zum Thema austauschen. Dazu schreiben Sie bitte eine Nachricht an dgvt(at)dgvt(dot)de mit dem Stichwort: „Anmeldung Mailingliste Migration“.  

https://www.dgvt.de/wir-ueber-uns/fachgruppen/migration1/

Unseren Sondernewsletter zum Thema finden Sie hier:

http://sh1.sendinblue.com/afhvf6em4lpfe.html?t=1648119080

 

Hilfe, wo sie gebraucht wird

Die Hilfsorganisationen rufen, angesichts des erschütternden Angriffskrieges auf die Ukraine und seiner dramatischen Folgen für die Bevölkerung dort, zu Spenden auf.

Wir möchten helfen!

Der DGVT-Verbund unterstützt mit einer Spende von 31.500 Euro die Nothilfe von medico international. Medico international ist Mitglied im „Bündnis Entwicklung Hilft“, einem Zusammenschluss von verschiedenen Hilfsorganisationen.

Medico international dankt dem DGVT-Verbund für diese Spende mit nachfolgendem Brief.

Antwortbrief von medico international, Frankfurt

Initiator der Internationalen Kampagne zum Verbot von Landminen Friedensnobelpreis 1997

Herzlichen Dank für die solidarische Unterstützung durch die DGVT!

Mit den geschätzten 31.500 EUR die durch den DGVT-Verbund und die Ausbildungsambulanzen zusammenkommen, ist es medico international möglich Hilfe und solidarische Unterstützung dort zu gewähren, wo sie dringend gebraucht wird. An den Grenzen der Ukraine, mit unseren Partner:innen in Polen und auf den alten und neuen Fluchtrouten. Auch in den indirekt vom Krieg betroffenen Ländern werden wir die Unterstützung fortsetzen.

Erst letzte Woche waren medico-Kolleg:innen in Polen, haben Partner:innen vor Ort besucht und sich ein Bild von der Lage vor Ort gemacht (https://www.medico.de/blog/abwesenheit-des-staates- 18552). Die medico-Partner:innen der polnischen Grupa Granica sind an der ukrainischen Grenze aktiv. Sie bauen ihre Hilfsnetzwerke auch in der Ukraine aus, leisten praktische Hilfe und teilen Informationen für alle Flüchtenden. Geleitet von der Überzeugung, dass Menschenrechte nicht teilbar sind, setzen sich unsere Partner:innen für alle Menschen auf der Flucht ein. So auch für diejenigen, die bisher an den europäischen Außengrenzen brutal zurückgedrängt wurden und dort weiter in Todesgefahr sind, wie die Menschen, die seit Monaten versuchen, aus Belarus nach Polen zu gelangen. Zudem unterstützt medico das Tubman-Netzwerk, eine afro-deutsche Selbstorganisierung. Die Aktivist:innen holen Migrant:innen mit Bussen ab, die bisher bei der Flucht aus der Ukraine behindert wurden und sich aus Angst vor weiteren rassistischen Anfeindungen und Übergriffen versteckt halten. Zudem sind wir im Austausch mit zivilgesellschaftlichen Akteuren in der Westukraine, die Flüchtende aus den Kriegsgebieten versorgen und Beistand leisten.

Seit über 50 Jahren leistet medico mit Partner:innen aus aller Welt Hilfe im Handgemenge. Es ist unser Auftrag, auch die Opfer des Krieges wahrzunehmen, die angesichts unseres Erschreckens über einen Krieg mitten in Europa übersehen zu werden drohen: Der Krieg in der Ukraine hat eine globale Dimension und Dynamiken, dieser sind wir uns gewahr. Die Zusammenhänge zu sehen und von der Politik ein verantwortungsvolles Handeln einzufordern, auch das wird weiter unser Auftrag sein. Dazu gehört es auch wachsam zu sein, wenn infolge militärischer Eskalation Zögern, Zivilität und Antimilitarismus plötzlich auf der Anklagebank sitzen. Der Raum für eine kritische Auseinandersetzung muss offen gehalten werden.

Weitere Informationen: https://www.medico.de/kampagnen/ukraine-krieg

Ganz herzlichen Dank für diese solidarische Unterstützung!

Anne Jung, Abteilungsleitung Öffentlichkeitsarbeit

 

 

 


Zurück