Round Table Gespräche / Lesungen


Thema: Die DGVT als Referenzgesellschaft, politische Kraft und Raum für Vielfalt

Ende 2004 habe ich meine Promotion unter dem Titel "WWW - Eine Erfolgsgeschichte mit Differenzen - zur Geschichte der Professionalisierung der Verhaltenstherapie und der Deutschen Gesellschaft für Verhaltenstherapie (DGVT)" abgeschlossen. Diesen Roundtable möchte ich nutzen, um spezifische Ergebnisse und Thesen zur DGVT-Geschichte vorzustellen. Fokussieren werde ich die ambivalente Bewertung der Bedeutung der DGVT für die Professionalisierung der VT durch meine InterviewpartnerInnen: Die DGVT wird als Referenzgesellschaft, politische Kraft, Raum für Vielfalt und Breitenentwicklung der VT beschrieben, zudem werden Versäumnisse und Defizite der DGVT benannt.
Diese Ergebnisse möchte ich für DGVT-Mitglieder und Interessierte zur Diskussion stellen. Die Diskussion soll von der Leitfrage nach der Bedeutung meiner Ergebnisse für die aktuelle und zukünftige Ausrichtung der DGVT bestimmt sein.

Organisation: Christine Daiminger, Berlin

Thema: Health Politics for Gender - Round Table Gespräch

Frauen und Männer sind unterschiedlich gesund und krank. Es gibt mittlerweile in zahlreichen Bereichen (Symptome, Diagnosen, Therapie, Rehabilitation) Wissen über geschlechterbezogene Aspekte der gesundheitlichen Versorgung. Die Berücksichtigung der Kategorie Geschlecht gilt zudem vielfach als ein notwendiges Qualitätsmerkmal.

Die zentralen Fragen des Round Table sind: Wie werden geschlechterbezogene Aspekte in die Versorgungspraxis und insbesondere in Bemühungen um mehr Qualität im Gesundheitswesen eingebracht bzw. einbezogen? Welche Hindernisse werden gesehen und wie können diese abgebaut werden?

Zu diesen Fragen werden Akteure und Akteurinnen befragt, die an Schlüsselstellen arbeiten.

Teilnehmende sind

  • Peter T. Sawicki, Leiter des Institutes für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen
  • Norbert Schmacke, neutraeles Mitglied des Gemeinsamen Bundesausschusses, Professor für Gesundheitswissenschaften und Leiter der Arbeits- und Koordinationsstelle Versorgungsforschung an der Universität Bremen
  • Klaus H. Richter, Mitglied des Vorstandes der Barmer Ersatzkasse
  • Astrid Bühren, Mitglied des Vorstandes der Bundesärztekammer
  • Monika Konitzer, Vizepräsidentin der Bundespsychotherapeutenkammer
  • Stefan Etgeton, PatientInnenvertreter im Gemeinsamen Bundesausschuss und Referent Gesundheit beim Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.-vzbv
  • Thomas Altgeld, Geschäftsführer der Landesvereinigung für Gesundheit Niedersachsen e.V.
  • mit einer Videopräsentation zum Einstieg in das Thema von Claudia Lampert und Eva Baumann (Netzwerk Medien und Gesundheitskommunikation)
  • und mit einem Beitrag zu Geschlecht und Gesundheit von Ingeborg Jahn (Bremer Institut für Präventionsforschung und Sozialmedizin) 

Moderation:     Ulrike Hauffe, Landesbeauftragte für Frauen des Landes Bremen
Organisation:   Nationales Netzwerk Frauen und Gesundheit: Ulrike Hauffe, Dr. Ingeborg Jahn, Ute Sonntag


Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin in Sozialpädiatrischen Zentren (SPZ)

In SPZ (Sozialpädiatrischen Zentren) spielen verhaltenstherapeutische und verhaltensmedizinische Konzepte in der Behandlung von Kindern und Jugendlichenn eine große Rolle. Z. B. bei der Behandlung von Regulations- und Fütterstörungen im Säuglings- und Kleinkindalter, bei der Therapie von Adipositas und Kopfschmerzen, bei Störungen in der Sauberkeitsentwicklung aber auch bei der Behandlung von ADHS und bei oppositionell aggressivem Verhalten und emotionalen Störungen. Neben Trainings mit Kindern und Jugendlichen sind insbesondere Ansätze zur Eltern- und Bezugspersonenberatung von hoher Bedeutung.
Im Rahmen des Round-Tables sollen Erfahrungen in SPZ ausgetauscht und eventuell gemeinsame Aktivitäten geplant werden. Die beiden Organisatoren bieten an, ihre Arbeit in einem Berliner SPZ kurz vorzustellen.

Organisation: Clemens Povel, Romy Herrmann, Berlin

Lesungen

Vorstellung des Buches "Energetische Psychotherapie - Integrativ"

Das Buch "Energetische Psychotherapie - Integrativ. Hintergründe, Praxis, Wirkhypothesen" (Herausgeber: Bohne,  Eschenröder & Wilhelm-Gößling), das im März 2006 im DGVT-Verlag erscheint, wird vorgestellt. Die folgenden Inhalte werden kurz dargestellt: Grundlegende Methoden der Energetischen Psychotherapie (EP); verschiedene Richtungen der EP (Callahan, Craig, Gallo); Parallelen zwischen EP, systematischer Desensibilisierung und EMDR; Integration von EP-Methoden in die Verhaltenstherapie und  die Psychodynamische Psychotherapie; neurophysiologische Hypothesen zu den Wirkmechanismen der EP.

Autoren: Christof T. Eschenröder, Claudia Wilhelm-Gößling, Astrid Vlamynck (Bremen)


"Bitte gib mir nur ein Wort! - Lösungen für das doppelte Dilemma in der Männerpsychotherapie"

Die Psychotherapie mit Männern ist häufig mit einem doppelten Dilemma konfrontiert, nämlich 1) dem sozialisationsbedingten "männlichen Dilemma" des mangelnden Bezugs zu eigenen Gefühlen sowie 2) dem daraus entstehenden "männertherapeutischen Dilemma" der Sprach-, Kontakt- und Hoffnungslosigkeit im therapeutischen Setting. In Anlehnung an das Kongressthema wollen die Bielefelder Männertherapeuten Wolfgang Neumann und Björn Süfke den in ihrem Buch "Den Mann zur Sprache bringen" vorgestellten männerspezifischen Ansatz in dieser Mittagspause ein wenig weiterentwickeln - und zwar in gewohnt kurzweiliger Form mit Hilfe von Geschichten, Fallberichten und Liedern über Männer und Männertherapeuten.

Autoren: Wolfgang Neumann, Björn Süfke (Bielefeld)


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