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Themen und Veranstaltungen der Fachgruppe Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie (12 / 2001)

Von: Carsten Schmidt

Zur Zeit plant die Fachgruppe Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie in der DGVT einige Veranstaltungen, mit denen wir die fachliche und die politische Arbeit der Fachgruppe fortsetzen wollen.


Fachtagung zur Allgemeinen Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie auf dem DGVT-Kongress 2002 in Berlin

Am Sonntag, den 24.2.2002 führt die Fachgruppe eine ganztägige Fachtagung im Rahmen des Kongressprogrammes durch. Moderiert von Mitgliedern unserer Fachgruppe werden erfahrene und renommierte KollegInnen auf dem Podium Beiträge zur Entwicklung einer Allgemeinen Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters aus ihren jeweiligen Perspektiven vorstellen. Dem Publikum wird über Moderationstechniken und Fragerunden ausführlich die Möglichkeit zur Beteiligung gegeben. Wir halten es für notwendig, dass das bisher in der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie innerhalb der verschiedenen therapeutischen Schulen erarbeitete Wissen und die entsprechende Handlungskompetenz zusammengetragen wird, um Fortschritte bei einer wirklich patientenorientierten effektiven Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie zu erreichen. Um dies zu erreichen, müssen die Stärken und Schwächen der bisher existierenden Therapieschulen offen diskutiert werden und Entwürfe, die der Integration verschiedener Ansätze verpflichtet sind, vorgestellt und besprochen werden. Genau dies wünschen wir uns an diesem spannenden Tag.

Bundestreffen der Fachgruppe auf dem DGVT-Kongress

Am 26.2.2002 wird auf dem Berliner Kongress Gelegenheit sein, dass KollegInnen aus allen Regionen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, gemeinsam die weitere Arbeit der Fachgruppe Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie besprechen können. Einerseits können "Neulinge" sich hier einen ersten Eindruck von der Arbeit der Fachgruppe verschaffen, andererseits können aber auch drängende Themen besprochen werden, etwa die Einbindung der KJPn in die Kammerfraktionen, die regional unterschiedlichen Versorgungsstrukturen, Möglichkeiten einer Vernetzung, z.B. durch Schaffung von Infobörsen über das verfügbare KJP-Angebot, usw.

Weitere Aktivitäten

Darüber hinaus werden noch weitere Themen innerhalb der Fachgruppe intensiv diskutiert, etwa

  • das Verhältnis von Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen zu Psychologischen PsychotherapeutInnen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten
  • die Schaffung eines bundesweiten Kompetenznetzwerkes Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie, die Durchführung einer KiJu-Workshoptagung

und vieles andere mehr.

Wir würden uns freuen, wenn viele von Ihnen / Euch sich dazu entschließen können, an den überregionalen Veranstaltungen der Fachgruppe teilzunehmen, aber auch zu den regionalen Fachgruppentreffen zu erscheinen.

In NRW ist das nächste Fachgruppentreffen für den 2.2.2002 von 10.00 bis 13.15 Uhr in Castrop-Rauxel geplant. Hier besteht zunächst die Möglichkeit einen Fall von den anwesenden KollegInnen supervidieren zu lassen. Anschließend werden die aktuellen Diskussionen und Veranstaltungsvorbereitungen weiter vertieft.
In anderen Regionen treffen sich ebenfalls KollegInnen, um sich über KiJu-relevante Fragen auszutauschen. Mit einem Anruf bei den unten genannten KollegInnen kann erfragt werden, wann sich in den Regionen die KiJu-Fachgruppen treffen.

Für die Fachgruppe Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie
Michael Borg-Laufs, Rita Dittrich

Ansprechpartner:
Bayern: Rudi Merod, Tel. 08041/51 99
Berlin: Alfred Luttermann, Tel. 030/26 17 98 1
Nordrhein-Westfalen: Rita Dittrich, Tel. 05971/92 44 11 - Michael Borg-Laufs, Tel. 0201 238959
Rheinland-Pfalz: Hans-Peter Michels, Tel. 0355/58 18 - 422
Schleswig-Holstein: Carsten Schmidt, Tel. 04331/26 32 2

Neues aus Schleswig-Holstein

Kurz-Info AG-Treffen am 8.9.2001

In unserer vierten Sitzung beschäftigten wir uns schwerpunktmäßig einerseits mit den in Deutschland bestehenden Möglichkeiten zur Ausbildung zum integrativen Lerntherapeuten. Carsten Schmidt berichtete, dass von der Aus- & Weiterbildungskommission des Fachverbandes für integrative Lerntherapie, der er angehört, zur Zeit Richtlinien erarbeitet werden, die mittelfristig zum bundesweiten Standard für eine entsprechende Ausbildung werden sollen. Der Anlass für diese Idee ist, dass sich auf dem lerntherapeutischen Feld im Moment eine Vielzahl von Therapeuten tummelt, teilweise mit unterschiedlicher (Grund-) Ausbildung, teilweise aber auch selbsternannte mit wissenschaftlich höchst fragwürdigen Therapiemethoden.
Zum zweiten stellte Ulrike Grönefeld die Neuropsychologische Gruppentherapie für Kinder mit raumanalytischen und räumlich-konstruktiven Störungen vor und berichtete über den von ihr besuchten Workshop bei den 26. Kinder-VT-Tagen in Bremen.
Zudem wurden mehrere Supervisionsfälle der AG-Gruppenmitglieder besprochen.

Kurz-Info AG-Treffen am 17.11.2001

Unsere fünfte Sitzung stand noch einmal ganz im Zeichen der Diagnostik. So diskutierten wir an Hand eines von Heinz Graumann angefertigten Exzerptes über das Buch von Dietrich Eggert (Von den Stärken ausgehen; borgmann, 2000, 4. Auflage) den Sinn (und Unsinn?) von (insbesondere test-) diagnostischer Vorgehensweise im therapeutischen Kontext. In diesem Zusammenhang wurde auch noch einmal die Bedeutung der in den bisherigen Sitzungen intensiv bearbeiteten Testverfahren HAWIK-III und K-ABC für die differenzierte Erfassung des Entwicklungsstandes von Kindern und Jugendlichen reflektiert.

Termine für die nächsten KiJu-Treffen in Schleswig-Holstein: Sa, 2.3.2002, 9:45 h, Rendsburg; Sa, 27.4.2002, 9:45 h, Rendsburg; Sa, 29.6.2002, 9:45 h, Rendsburg


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