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Nachhaltigkeit und Klimaschutz – Verantwortung übernehmen


Gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen, ist seit der Gründung der Deutschen Gesellschaft für Verhaltenstherapie ein wesentlicher Teil des Selbstverständnisses des größten verhaltenstherapeutischen Fachverbands in Deutschland. Dies gilt nicht nur für die psychosoziale Versorgung. In Zeiten des Klimawandels erstreckt sich diese Verantwortung auch auf ein nachhaltiges Handeln des Verbands und seiner Mitglieder. Im vergangenen Jahr hat sich hierfür eine Arbeitsgruppe innerhalb der DGVT konstituiert, in der die Nachhaltigkeits-Strategie kontinuierlich weiterentwickelt wird.

 

Aktuelle Meldungen:

Bericht vom DGVT(-BV)-Workshop "Meine Rolle als Psychotherapeut*in in der Klimakrise"

Am Samstag, 25. September 2021 fand der DGVT(-BV)-Workshop "Meine Rolle als Psychotherapeut*in in der Klimakrise" in Form einer Videokonferenz mit Kleingruppenarbeitsanteilen statt. Monika Bormann (Vorstandsmitglied von DGVT und DGVT-BV) begrüßte die mehr als 50 Teilnehmer*innen sowie die heutigen Referent*innen Kathrin Macha, DGVT(-BV)-Landessprecherin in Rheinland-Pfalz sowie Sina Hoffmann und Julia Schützler. Alle drei Referent*innen sind bei den Psychologists/Psychotherapists for Future Mainz aktiv.

Globaler Klimastreik am 24. September 2021 – #AlleFürsKlima

Fridays for Future ruft für den 24. September 2021 zum globalen Klimastreik auf. Die DGVT und der DGVT-Berufsverband unterstützen den Klimastreik und den Aufruf an diesem Tag gemeinsam für eine gerechte und konsequente Klimapolitik auf die Straßen zu gehen. Gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen, ist seit der Gründung der Deutschen Gesellschaft für Verhaltenstherapie ein wesentlicher Teil des Selbstverständnisses unseres Verbands. Dies gilt nicht nur für die psychosoziale Versorgung. In Zeiten des Klimawandels erstreckt sich diese Verantwortung auch auf ein nachhaltiges Handeln des Verbands und seiner Mitglieder.


Psychologists/Psychotherapists for Future
Abschlusserklärung Bundeskongress 2021 in Dresden

05.09.2021

Die Psychologists und Psychotherapists for Future (Psy4F) rufen dazu auf, die anstehende Bundestagswahl vor allem zu einer Entscheidung für den Umwelt- und Klimaschutz und sozial-ökologische Gerechtigkeit zu machen.

Vom 3. bis 5. September trafen sich rund 80 Psycholog:innen und Psychotherapeut:innen aus dem gesamten Bundesgebiet, um sich zu psychologischen Themen mit Bezug zur Klimakrise auszutauschen. Den Auftakt bildete eine Demonstration mit Kundgebung in der Dresdner Innenstadt in Kooperation mit den Fridays for Future.

Auf dem Kongress wurden unter anderem folgende Ziele beraten:

  • Die weitere Unterstützung der Klimabewegung in ihren Zielen, die Trendwende zu wirksamen politischen Entscheidungen zur Einhaltung der Pariser Klimaziele, insbesondere der massiven Reduzierung des menschengemachten Treibhausgasausstoßes, zu erreichen.
  • Noch mehr Menschen zu ermutigen, für Klima- und Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit einzustehen und sich nicht nur im privaten, sondern vor allem im gemeinsamen politischen Verhalten für eine nachhaltige sozial-ökologische Transformation einzusetzen.
  • Mit den anderen Gesundheitsberufen und pädagogischen Berufsgruppen gemeinsam Zukunftsvorstellungen für ein an sozial-ökologischen Werten orientiertes, demokratisches Zusammenleben und ein krisenfestes Gesundheitssystem zu entwickeln, sowie Formate zur Bewältigung der Folgen der Klimakrise in der Breite zugänglich zu machen.
  • Die Bewusstmachung von Machtungleichgewichten zu verstärken, die eine sozial-ökologische Entwicklung verhindern und uns, unserer Umwelt und zukünftigen Generationen massiven Schaden zufügen.

Die Psy4F orientieren sich dabei an den Grundprinzipien, die Menschenrechte zu achten, Schaden für Mensch und Natur zu vermeiden und die Menschheit als Teil der an sich schützenswerten Natur zu betrachten. Sie stehen hinter dem wissenschaftlichen Konsens über die menschengemachte Erderhitzung und ihre katastrophalen Konsequenzen. Sie betonen dabei die besondere Verantwortlichkeit des globalen Nordens und appellieren an die Politik, die wenige verbleibende Zeit zu nutzen und diese Verantwortung endlich zu übernehmen.

Zum Hintergrund: Die Psy4F sind eine überinstitutionelle und überparteiliche Gruppierung von bundesweit über 1000 ehrenamtlich aktiven Psycholog:innen und Psychotherapeut:innen, die ihr psychologisches und therapeutisches Fachwissen für den Umgang mit der Klimakrise und zur Förderung einer nachhaltigen Zukunft einbringen. Sie sehen sich als Teil der “For Future”-Bewegung und unterstützen deren Forderungen.

https://www.psychologistsforfuture.org/abschlusserklaerung-buko21/

 



Tübingen - Gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen ist seit der Gründung der Deutschen Gesellschaft für Verhaltenstherapie (DGVT) e.V. und ebenso für den DGVT-Berufsverband Psychosoziale Berufe (DGVT-BV) e.V. ein wesentlicher Teil des Selbstverständnisses der beiden größten verhaltenstherapeutischen Fach- und Berufsverbände in Deutschland. Dies gilt nicht nur für die psychosoziale Versorgung. In Zeiten des Klimawandels erstreckt sich diese Verantwortung auch auf ein nachhaltiges Handeln der Verbände selbst und ihrer Mitglieder. Im vergangenen Jahr hat sich hierfür eine Arbeitsgruppe innerhalb der DGVT konstituiert, in der eine Nachhaltigkeitsstrategie kontinuierlich weiterentwickelt wird.

06.08.2021

Psychotherapeut*innen kennen die Mechanismen, die bei Menschen zu Untätigkeit trotz des Wissens um dringenden Handlungsbedarf führen können. Die zugrundeliegenden sozialpsychologischen Muster sind auch wichtig, um die Rolle von Politik und Medien in der Klimakommunikation besser zu verstehen. Daher kommt Psychotherapeut*innen eine besondere Verantwortung zu, sich aktiv sowohl in den Klimadiskurs einzubringen, als sich auch für eine Bewältigung der Klimakrise zu engagieren. Beim Thema Nachhaltigkeit richtet sich der Blick der DGVT deshalb gleichermaßen nach innen wie nach außen.

Daher arbeitet die DGVT im Klimaforum mit, einem themenspezifischen Zusammenschluss psychotherapeutischer Fachverbände mit insgesamt mehr als 66.000 Mitgliedern. In diesem Kreis wurden konkrete Maßnahmen vereinbart, die einen Beitrag zum Erreichen von Klimazielen darstellen. In den Vorstandssitzungen der DGVT ist die Nachhaltigkeitsstrategie, welcher sich der Verband verpflichtet hat, immer präsent. Etliche Schritte wurden auf diesem Weg bereits gegangen. So bezieht die Bundesgeschäftsstelle der DGVT Strom aus erneuerbaren Energiequellen, in der Reisekostenrichtlinie wurde die Erstattung von Inlandsflügen gestrichen und auch nach einem möglichen Ende der Corona-Pandemie sollen Gremiensitzungen teilweise online stattfinden, um den CO2-Ausstoß durch die Reduzierung von Fahrwegen zu verringern. Bei der Auswahl von Tagungshäusern und Hotels achtet der Verband auf Nachhaltigkeitskonzepte und bevorzugt klimafreundliche Tagungsstätten.

Das Verbrauchsmaterial der DGVT-Bundesgeschäftsstelle wird Zug um Zug auf nachhaltige Produkte umgestellt. Durch die Weiterentwicklung der digitalen Verwaltung wird Papier eingespart und damit zunehmend ressourcenschonend gearbeitet. Wenn Papier, dann recycelt – Printwerbung soll daher künftig nur noch auf Recyclingpapier gedruckt werden. Auch im zugehörigen dgvt-Verlag werden die Publikationen und Produktionsprozesse mit Blick auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit in einem ständigen Prozess überprüft und optimiert. Valerie Pogodda, Verlagsleiterin: „Das Thema ist uns wichtig. Wir agieren hier bewusst und versuchen wo möglich klimaneutrale Varianten des Drucks zu bevorzugen“. In der im dgvt-Verlag erscheinenden Verbandszeitschrift der DGVT hat die Initiative „Psychologists / Psychotherapists for Future (Psy4F)“ zudem regelmäßig die Möglichkeit Texte zu veröffentlichen.

Beim online abgehaltenen DGVT-Kongress Anfang des Jahres beschäftigten sich die Teilnehmer*innen in einem speziellen Symposium mit den Zusammenhängen von Psychotherapie und Klimakrise – auch im Hinblick auf die Frage, wie politisch Psychotherapie sein kann und muss. In einer „Mailingliste Nachhaltigkeit“ können sich DGVT-Mitglieder weiterhin zu diesen Themen austauschen und vernetzen.

Angesichts der jüngst wieder weltweit und auch in Deutschland sichtbar gewordenen dramatischen Auswirkungen des Klimawandels kann es keinen Zweifel daran geben, dass dieses Thema auch für die psychische Gesundheit der(s) Menschen relevant ist und an Bedeutung weiter zunehmen wird. Psychotherapeut*innen sind schon aufgrund ihrer Berufsordnung gehalten, die Gesundheit zu fördern und soziokulturelle Lebensgrundlagen zu erhalten. Über ihre Rolle als Psychotherapeut*innen und ihr Wissen um die Psychologie der Klimakrise („Klima-Emotionen“ und die relevanten psychologischen Mechanismen) wirken unsere Mitglieder in die Gesellschaft hinein.

Die Klimakrise ist auch eine Gesundheits- und Gesellschaftskrise, die nur gemeinsam bewältigt werden kann. Die DGVT stellt sich diesen Aufgaben durch ihren Einsatz für Klimaschutz und Nachhaltigkeit auf allen Ebenen ihres Wirkens – jetzt und in Zukunft.

Weiterführende Links:

www.dgvt.de/aktuelles/nachhaltigkeit

https://www.psychologistsforfuture.org/psychologie-der-klimakrise/

 



Neue Informationsseite zum Thema: Klima, Mensch, Gesundheit

02.08.2021

Unter www.klima-mensch-gesundheit.de stellt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) wissenschaftlich fundierte und qualitätsgeprüfte Informationen zur Verfügung. Besonders zu empfehlen sich die Erklärvideos, Infografiken und Unterrichtsmaterialien, die über die Seite kostenfrei abzurufen sind.



Bericht vom DGVT(-BV)-Landesgruppentreffen Rheinland-Pfalz mit Fortbildung „Meine Rolle als Psychotherapeut*in in der Klimakrise“

15.07.2021

Am Freitag, 2. Juli 2021, fand das DGVT(-BV)-Landesgruppentreffen mit Fortbildung „Meine Rolle als Psychotherapeut*in in der Klimakrise" in Form einer Videokonferenz statt. Andrea Benecke, DGVT(-BV)-Landessprecherin in Rheinland-Pfalz und Ulrich Bestle begrüßten die 25 Teilnehmer*innen sowie die heutigen Referent*innen Kathrin Macha, DGVT(-BV)-Landessprecherin in Rheinland-Pfalz sowie Sina Hoffmann und Julia Schützler. Alle drei Referent*innen sind bei den Psychologists / Psychotherapists for Future Mainz aktiv.
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Mailingliste „Nachhaltigkeit“

07.01.2020

Die DGVT e.V. hat seit Dezember 2019 eine Mailingliste Nachhaltigkeit eingerichtet und ist damit auf große Nachfrage gestoßen. Zunächst wurde mit eine Umfrage gestartet, um herauszufinden, welches Interesse die Mitglieder der Mailingliste haben. Vielen Dank an diejenigen, die sich an der Umfrage beteiligt haben! Aus der Umfrage wird deutlich, dass die Mailingliste primär zur Informationsgewinnung zum Thema Nachhaltigkeit in der Psychotherapie beitragen soll. Ebenso soll sie zum Austausch und zur Diskussion genutzt werden. Es besteht der Wunsch, dass die DGVT e.V. sich aktiv für Nachhaltigkeit einsetzt und viele finden die Einrichtung eines Arbeitskreises gut und unterstützenswert. Es haben Personen an der Umfrage teilgenommen, die sich vorstellen können an einer Art Arbeitskreis mitzuwirken.

Wenn auch Sie Interesse am Thema haben, melden Sie sich für die Mailingliste an unter: dgvt(at)dgvt(dot)de
Bei Interesse an der Mitwirkung in einem engeren Kreis von Personen, die sich zum Thema austauschen und ggf. Treffen vereinbaren, können Sie sich ebenfalls an dgvt(at)dgvt(dot)de wenden.

Petition anlässlich der UN-Klimakonferenz 2021
20.08.2021
Anlässlich des Klimagipfels in Glasgow, der vom 31.10. bis 12.11.2021 stattfinden wird, haben folgende Organisationen eine Petition verfasst, die sich an die Politiker*innen beim Klimagipfel wendet: Climate Psychology Alliance, Psychologists / Psychotherapists for Future und Extinction Rebellion UK Psychologists.

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Resolution der Psychotherapie-Verbände: Die Potentiale psychotherapeutischer Expertise und verbandlicher Aktivitäten bei der Bewältigung der Klimakrise
07.07.2021
Der Gesprächskreis II (GK II), ein Zusammenschluss von 36 psychotherapeutischen Verbänden, darunter die DGVT, fordert in einer gemeinsamen Resolution, die Potentiale psychotherapeutischer Expertise und verbandlicher Aktivitäten bei der Bewältigung der Klimakrise zu nutzen.

Download PDF: Resolution der Psychotherapie-Verbände



Verbände des GK II rufen zu Klimaschutz und nachhaltigem Handeln auf
12.11.2019
Der Klimawandel und seine Folgen stellen uns alle vor große Herausforderungen natürlich auch uns als Psychotherapeut*innen, denn Psychotherapie hat eine gesellschaftliche Verantwortung. Für uns Psychotherapeut*innen als Berufsgruppe gilt es, unserer Verantwortung gerecht zu werden. Die Zukunft und das Wohlergehen unserer und zukünftiger Generationen sind bedroht, und diese Bedrohung ist ohne politisches Handeln nicht zu überwinden. Die politisch Verantwortlichen sind aufgefordert, die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit mit größter Priorität zu behandeln. 

Download PDF: Stellungnahme Klimaschutz

 

 

Literatur zum Thema

Artikel von Christoph Nikendei mit dem Titel: Klima, Psyche und Psychotherapie.
Quelle: Psychotherapeut, Ausgabe 1/2020; mit freundlicher Genehmigung der Redaktion und dem Autor.
(Link zuletzt geprüft am 02.08.2021)

Artikel von Janina Sterner mit dem Titel: Die Klimakrise - ein Thema für Health in all Policies?
Quelle: impu!se, Ausgabe 104, S. 18–19; mit freundlicher Genehmigung der Redaktion und der Autorin.
(Link zuletzt geprüft am 02.08.2021)


Buch von Lea Dohm, Felix Peterk und Katharina van Bronswijk mit dem Titel: „Climate Action - Psychologie der Klimakrise
Rezension zum Buch von Andrea Sacher. 

 

Linktipps

Neue Informationsseite zum Thema: Klima, Mensch, Gesundheit
02.08.2021
Unter www.klima-mensch-gesundheit.de stellt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) wissenschaftlich fundierte und qualitätsgeprüfte Informationen zur Verfügung. Besonders zu empfehlen sich die Erklärvideos, Infografiken und Unterrichtsmaterialien, die über die Seite kostenfrei abzurufen sind.