DGVT-Preis

Traditionell vergibt die DGVT auf ihrem Kongress Preise zur Förderung von Wissenschaft und Forschung im Bereich Psychotherapie/Verhaltenstherapie.

Hervorragende Leistungen auf den Gebieten der Entwicklung der Verhaltenstherapie/Psychotherapie in gesundheitspolitischer Verantwortung und der Weiterentwicklung gesundheitsförderlicher psychosozialer Prävention und Intervention werden mit dem DGVT-Preis (2.500 €) und dem DGVT-Förderpreis (1.500 €) prämiert.

DGVT-Preis steht auch für Distinguished German Visionary Trophy.

Merkblatt zum Download

Der erste Preisträger im Jahr 2000 war Heiner Keupp, Professor für Sozial- und Gemeindepsychologie, der für seine Arbeiten zur Präventionsforschung, zur Selbsthilfe und zu gemeindepsychologischen Perspektiven ausgezeichnet wurde.

Alexa Franke, Professorin für Rehabilitationspsychologie an der Universität Dortmund, erhielt den DGVT-Preis im Jahr 2002. Ausgezeichnet wurde sie für ihre Arbeiten zur „Salutogenese“. Ihrem Engagement ist es wesentlich zu verdanken, dass die Gedanken und die Werke von Aaron Antonovsky im deutschsprachigen Raum bekannt wurden.

Im Jahr 2004 wurde Gerd Sommer, Professor für klinische Psychologie an der Universität Marburg, mit dem DGVT-Preis ausgezeichnet. Er hat in seinem Werk die Bedeutung sozialer Unterstützungssysteme und sozialer Netzwerke für die Prävention psychischer Störungen beschrieben.

Den DGVT-Preis 2014 erhält Prof. Martin Hautzinger. Der Psychologe und Hochschullehrer ist Herausgeber mehrerer Lehrbücher auf dem Gebiet der Klinischen Psychologie und Verhaltenstherapie und seit 1996 Ordinarius für Klinische Psychologie am Psychologischen Institut der Universität Tübingen. Beim DGVT-Kongress 2014 leitete Prof. Hautzinger ein Symposium mit dem Titel „Entwicklungen bei der Therapie und Prävention affektiver Störungen“. Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen dieses Symposiums.

Der DGVT-Preisträger 2016 ist Prof. Frank Nestmann, Dresden. An der Tätigkeit von Prof. Frank Nestmann beeindruckt seine seit Jahrzehnten durchgängig verfolgte psychosoziale Orientierung, die sich insbesondere im Beratungs- und Präventionsbereich manifestiert. Das Preiskuratorium beurteilte insbesondere auch die Netzwerkförderung (z.B. in der Zusammenarbeit mit Jugendämtern) als besonders bedeutsam. Prof. Frank Nestmann wird mit der Preisverleihung als Vertreter einer nicht-pathologisierenden klinischen Psychologie ausgezeichnet, der diese Perspektive auch in die Öffentlichkeit trägt und durch seine Arbeit viele wichtige politische Signale setzt. Als beachtenswert hob das Preiskuratorium auch seine Arbeit im Bereich der tiergestützten Therapie und Beratung hervor.

Die DGVT-Preisträgerin 2018 ist Prof. Dr. Babette Renneberg, Berlin. Das Preiskuratorium überzeugte insbesondere ihre Forschung im Bereich der Persönlichkeitsstörung, in dem sie seit 15 Jahren forscht. Frau Renneberg hat sowohl zentrale Impulse im Grundlagenforschungsbereich (u. a. kognitive Verarbeitung/Wahrnehmung von Ausschlusserfahrung/Aufmerksamkeitsprozesse) gesetzt, als auch im Hinblick auf Interventionsentwicklung zu einem deutlich verbessertem Verständnis und verbesserten Behandlungsbedingungen beigetragen. Eine Vielzahl von international hochrangig publizierten Arbeiten, Lehrbücher und Manuale zeugen von ihrem intensiven Engagement. Sie ist überdies als Vertreterin der klinischen Psychologie sowohl wissenschaftlich, als auch therapeutisch und politisch aktiv, um dem Fach und der Profession Sichtbarkeit und gesellschaftliches Gehör zu verschaffen.

Die Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie (DGVT) schreibt für das Jahr 2018 den DGVT-Preis für Verhaltenstherapie in der psychosozialen Versorgung aus

 

Dieser Preis ist mit 2 500 EUR dotiert und wird in 2-jährigem Turnus für hervorragende Leistungen auf folgenden Gebieten verliehen:

  • Entwicklung der Psychotherapie/Verhaltenstherapie in gesellschafts- und 
    gesundheitspolitischer Verantwortung
  • Weiterentwicklung gesundheitsförderlicher bio-psychosozialer Prävention und Intervention

Bei der Auswahl der PreisträgerInnen sollten die ethischen Rahmenrichtlinien der DGVT für verhaltenstherapeutische und psychosoziale Arbeiten berücksichtigt werden. Darüber hinaus ist von Interesse, ob die PreisträgerInnen einen Bezug zu gesellschaftlich benachteiligten oder gesundheitlich gefährdeten Gruppen haben.

Die PreisträgerInnen sollten innovative Beiträge zur verhaltenstherapeutischen und/oder psychosozialen Praxis, Theorie und Forschung geleistet oder kreative Präventions-, Interventions- und/oder Rehabilitationsperspektiven eröffnet haben. Diese mögen sich noch im Erprobungsstadium befinden oder schon etabliert sein. Entsprechend der Tradition der DGVT sind Arbeiten, die nicht notwendigerweise im aktuellen «Mainstream» klinisch/psychologischer Wissenschaft angesiedelt und die nicht traditionellen Anwendungs- oder Versorgungskonzepten verhaftet sind, von besonderem Interesse.

Der DGVT-Preis für Verhaltenstherapie und psychosoziale Versorgung kann primär für folgende Leistungen in den genannten Gebieten verliehen werden:

  • hervorragende theoretische und wissenschaftliche Arbeiten;
  • wichtige Praxisentwicklungen, Modellprojekte und Initiativen;
  • unkonventionelle «visionäre» Entwicklungsentwürfe verhaltenstherapeutischer und psychosozialer Theorie und Praxis sowie Versuche ihrer Realisierung;
  • wegbereitendes politisches, fachpolitisches oder verbandliches Engagement zur Weiterentwicklung und Förderung der Verhaltenstherapie;
  • herausragende Leistungen in der Aus-, Fort- und Weiterbildung (Günter fragen!);
  • prägende langjährige praktische und/oder theoretische Leistungen («Lebenswerk»).

Der Preis kann an Einzelne wie an Arbeitsgruppen/Teams vergeben werden und ist an keine Verwendungsauflagen gebunden. Nicht berücksichtigt werden aktuelle ehrenamtliche Funk­tionsträgerInnen und hauptamtliche MitarbeiterInnen des Verbandes.

Die unten genannte Jury bittet um Nominierung geeigneter Persönlichkeiten, Arbeitsgruppen bzw. Teams.

Alle Kollegen und Kolleginnen sind aufgerufen, dem Preiskuratorium beeindruckende und wegweisende Arbeiten, Modellvorhaben oder Aktivitäten ihres näheren Arbeitsfeldes und Erfahrungsraumes als preiswürdig zu empfehlen, die bisher noch keine breitenwirksame Publikation und Bekanntmachung erfahren haben.

Ihrem Vorschlag fügen Sie bitte den Lebenslauf und eventuell ein Schriftenverzeichnis der/des Nominierten bei sowie eine kurze Begründung des Vorschlags, aus dem hervorgeht, welche relevanten Leistungen des/der Nominierten Sie als preiswürdig erachten. Bitte beachten Sie hierzu das Merkblatt für Personen-/Teamvorschläge (kann bei der DGVT-Geschäftsstelle angefordert werden). Auch Wiederholungen einer Nomination sind willkommen.

Über die Vergabe des DGVT-Preises für Verhaltenstherapie und psychosoziale Versorgung entscheidet das Preiskuratorium:

                                               Prof. Dr. Thomas Heidenreich
                                               Prof. Dr. Christine Knaevelsrud
                                               Dipl. Psych. Oliver Kunz
                                               Prof. Dr. Annette Schröder
                                               Dr. Tobias Teismann
                                               Prof. Dr. Ulrike Willutzki

Jedes Mitglied des Verbandes kann Vorschläge für einen Preisträger / eine Preisträgerin beim Vorstandsreferat der DGVT einreichen.

Bitte senden Sie Ihren Vorschlag bis zum 31. März 2017 an das Vorstandsreferat der DGVT-Geschäftsstelle.

Das Preiskuratorium wählt unter den eingegangenen Vorschlägen aus. Zur Annahme eines Vorschlags ist eine Zweidrittelmehrheit erforderlich.

Die Preisverleihung des DGVT-Preises für Verhaltenstherapie und psychosoziale Versorgung erfolgt jeweils auf dem Kongress für Klinische Psychologie und Psychotherapie der DGVT in festlichem Rahmen.

Stellvertretend für die Jury: Oliver Kunz

Im Rahmen ihrer Nachwuchsförderung verleiht die DGVT im Jahr 2018 den DGVT-Förderpreis

 

für herausragende Nachwuchsleistungen auf dem Gebiet der Entwicklung der Verhaltenstherapie.

Prämiert werden junge WissenschaftlerInnen und PraktikerInnen, die mit ihren ersten wissenschaftlichen Arbeiten (z. B. ausgezeichneten Diplomarbeiten, Dissertationen, Monografien usw.) und/oder durch ihre modellhaften und zukunftsweisenden praktischen Aktivitäten zu Beginn ihrer Berufskarrieren dazu beitragen, eine Verhaltenstherapie in gesellschaftlicher und gesundheitspolitischer Verantwortung weiterzuentwickeln.

  • Grundlagen wissenschaftliche und experimentelle,
  • anwendungsorientierte und methodenbezogene,
  • historische und zukunftsvisionäre,
  • evaluative und kritisch-reflexive

Arbeiten finden ebenso Berücksichtigung wie:

  • innovative verhaltenstherapeutische Praxismodelle und Versorgungskonzepte;
  • erfolgreiches fachpolitisches Engagement;
  • gelungene Anstrengungen eines Erkenntnistransfers von verhaltenstherapeutischem Wissenschaftswissen in Handlungskompetenz unterschiedlicher Berufsgruppen
    oder
  • die öffentlichkeitswirksame Verbreitung verhaltenstherapeutischer Theorie und Praxis.

Der DGVT-Förderpreis kann sowohl an junge EinzelwissenschaftlerInnen / PraktikerInnen vergeben werden als auch an Nachwuchsteams.

Jedes Mitglied des Verbandes kann Vorschläge für einen / eine PreisträgerIn beim Vorstandsreferat der DGVT einreichen. Bitte beachten Sie hierzu das Merkblatt für Personen- / Teamvorschläge (kann bei der DGVT-Geschäftsstelle angefordert werden).

Das DGVT-Preiskuratorium entscheidet nach eingegangenen Vorschlägen über die Vergabe des DGVT-Förderpreises. Der Preis ist mit 1.500 EUR dotiert.

Der Preis wird alle 2 Jahre jeweils im Rahmen des Kongresses für Klinische Psychologie, Psychotherapie und Beratung verliehen. Einsendeschluss für den DGVT-Förderpreis 2018 ist der 31. März 2017.

DGVT-Preis-Vergabe 2016 im Rahmen des 29. DGVT-Kongresses für Klinische Psychologie, Psychotherapie und Beratung vom 24. – 28. Februar 2016 in Berlin an der FU

 

Bereits seit dem Jahr 2000 verleiht die DGVT im Rahmen ihres Kongresses Preise zur Förderung von Wissenschaft und Forschung im Bereich Psychotherapie/Verhaltenstherapie.

Prämiert werden herausragende Leistungen bei der Weiterentwicklung der Verhaltenstherapie/Psychotherapie in gesundheitspolitischer Verantwortung und auf dem Gebiet gesundheitsförderlicher psychosozialer Prävention und Intervention.  Der DGVT-Preis ist mit 2.500 Euro dotiert, der DGVT-Förderpreis mit 1.500 Euro.

Der DGVT-Preisträger 2016 ist Prof. Frank Nestmann, Dresden.

An der Tätigkeit von Prof. Frank Nestmann beeindruckt seine seit Jahrzehnten durchgängig verfolgte psychosoziale Orientierung, die sich insbesondere im Beratungs- und Präventionsbereich manifestiert. Das Preiskuratorium beurteilte insbesondere auch die Netzwerkförderung (z.B. in der Zusammenarbeit mit Jugendämtern) als besonders bedeutsam. Prof. Frank Nestmann wird mit der Preisverleihung als Vertreter einer nicht-pathologisierenden klinischen Psychologie ausgezeichnet, der diese Perspektive auch in die Öffentlichkeit trägt und durch seine Arbeit viele wichtige politische Signale setzt. Als beachtenswert hob das Preiskuratorium auch seine Arbeit im Bereich der tiergestützten Therapie und Beratung hervor.

Der DGVT-Preis an Frank Nestmann wird am Samstagnachmittag, 27. Februar 2016 im Rahmen des Round Table „(Kritische) Beratung und soziale Gerechtigkeit“ am DGVT-Kongress in Berlin verliehen. Der Raund Table wird organisiert vom Forum Beratung der DGVT, in dem Frank Nestmann seit dessen Gründung mitarbeitet. Die Laudatio hält Colin Feltham, Sheffield.

Der DGVT-Förderpreis geht im Jahr 2016 an mehrere Preisträgerinnen. An der Arbeit von Isabelle Habedank und Sarah Lennartz aus dem Bereich der experimentellen Grundlagenforschung überzeugte das Preiskuratorium das aufwändige und sehr gut umgesetzte Untersuchungsdesign und vor allem die Anwendungsorientierung. Das Interventionsangebot ist niederschwellig und über das Internet sehr gut erreichbar. Für eine ansonsten eher schwer zu erreichende PatientInnengruppe stellt es daher ein wichtiges ergänzendes Versorgungsangebot dar. Der DGVT-Förderpreis an Isabelle Habedank und Sarah Lennartz wird am Donnerstagvormittag, 25. Februar 2016 im Rahmen des Symposiums „Internet und Mobilmedien bei der Behandlung psychischer Störungen“ am DGVT-Kongress in Berlin verliehen.

Einer bislang vernachlässigten PatientInnen-Gruppe, nämlich Jugendlichen, widmet sich die Arbeit von Simone Matulis. Ausgezeichnet wird hier die Entwicklung einer verhaltenstherapeutischen Intervention für komplexe Problematiken. Das Behandlungsrational für Jugendliche, die nach sexualisierter und körperlicher Gewalt in der Kindheit eine Posttraumatische Belastungsstörung aufweisen, nimmt gelungene Anpassungen bereits vorliegender Behandlungsansätze für diese spezifische PatientInnengruppe vor. Diese erscheinen dem Preiskuratorium als gut geeignet, den besonderen Bedürfnisse Jugendlicher gerecht zu werden. Der DGVT-Förderpreis an Simone Matulis wird am Samstagvormittag, 27. Februar 2016 verliehen im Rahmen des Symposiums Neue Entwicklungen in der Behandlung der PTBS bei Jugendlichen und Erwachsenen“ am DGVT-Kongress in Berlin.

Ehrungen für innovative Ansätze in der Psychotherapie

 

DGVT honoriert die Arbeiten von Prof. Martin Hautzinger aus Tübingen sowie von drei NachwuchswissenschaftlerInnen mit Preisverleihungen auf dem DGVT-Kongress in Berlin.

Den DGVT-Preis 2014 erhielt Prof. Martin Hautzinger. Der Psychologe und Hochschullehrer ist Herausgeber mehrerer Lehrbücher auf dem Gebiet der Klinischen Psychologie und Verhaltenstherapie und seit 1996 Ordinarius für Klinische Psychologie am Psychologischen Institut der Universität Tübingen.
Beim DGVT-Kongress 2014 leitete Prof. Hautzinger ein Symposium mit dem Titel
„Entwicklungen bei der Therapie und Prävention affektiver Störungen“. Die
Preisverleihung erfolgte im Rahmen dieses Symposiums.

Die Laudatio hielt Frau Prof. Dr. De Jong-Meyer.

Den DGVT-Förderpreis teilten sich in diesem Jahr drei NachwuchswissenschaftlerInnen. Die Jury beurteilte drei Bewerbungen als gleichermaßen preiswürdig. Der DGVT-Förderpreis 2014 ging an folgende NachwuchswissenschaftlerInnen:

Dr. rer. nat Daniel David Ebert wurde ausgezeichnet für die Entwicklung eines verhaltenstheoretischen Versorgungskonzeptes zur Stabilisierung von stationären psychotherapeutischen Therapieerfolgen und für
die Entwicklung und wissenschaftliche Evaluation von verschiedenen onlinebasierten präventiven und therapieunterstützenden
Gesundheitstrainings.

Dr. rer.nat. Samia Härtling erhielt den DGVT-Förderpreis für die Entwicklung
eines spezifischen und innovativen Programms zur Behandlung der Errötungsangst.

Dr. Nele Nyenhuis wurde für die Entwicklung und Evaluation eines Trainingsprogramms zur Sekundärprävention einer Anpassungsstörung bei anhaltendem Tinnitus geehrt.

Die Preisverleihungen des DGVT-Förderpreises für David Daniel Ebert, Samia Härtling und Nele Nyenhuis fanden während des DGVTKongresses in Berlin im Rahmen des „Symposiums der DGVT-FörderpreisträgerInnen und Stipendiatinnen“ statt, in dem die FörderpreisträgerInnen ihre Arbeiten vorstellten.

DGVT-Preis 2012

 

Den DGVT-Preis erhielt im Jahr 2012 Prof. Bernd Röhrle, geboren 1947, seit 1993 Professor für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Philipps-Universität Marburg und ein DGVT-Urgestein (Mitglied seit 1969). Er wurde für seine innovative Weiterentwicklung der Psychotherapie in gesellschafts- und gesundheitspolitischer Verantwortung geehrt. Der DGVT-Förderpreis (1500 Euro) ging an Dr. Michael Witthöft, Jahrgang 1976, der für seine innovativen experimentellen Arbeiten zum besseren Verständnis somatoformer Störungen ausgezeichnet wurde. Er hat mit seinen Forschungen die Grundlagen für eine Weiterentwicklung bestehender Therapien geschaffen.

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DGVT-Preis 2010

 

Der DGVT-Preis ging im Jahr 2010 an die Diplom-Psychologin Dr. Tania Lincoln. Die Preisträgerin arbeitete als Privatdozentin an der Philipps-Universität in Marburg. Dort initiierte sie im Jahr 2005 ein Projekt zu kognitiver Verhaltenstherapie bei Schizophrenie in der ambulanten Versorgung. Dabei wurde von Anfang an großes Augenmerk auf die Anwendbarkeit im Gesundheitssystem und auf die mit der Erkrankung häufig verknüpften gesellschaftlichen Probleme gelegt.

Den DGVT-Förderpreis erhielt die CANDIS-Arbeitsgruppe an der TU Dresden unter der Leitung von Dr. Eva Hoch.

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DGVT-Preis 2008

 

Der DGVT-Preis ging an das Borderline-Projekt Darmstadt. Den DGVT-Förderpreis für herausragende Nachwuchsleistungen zur Entwicklung der Verhaltenstherapie erhielt Dr. Christine Knaevelsrud vom Berliner Behandlungszentrum für Folteropfer für ihre Dissertation über ein internetbasiertes Programm zur Behandlung von PatientInnen mit einer posttraumatischen Belastungsstörung.

Im Jahr 1998 wurde das Borderline-Projekt Darmstadt gegründet. Mittlerweile gehören zu diesem Netzwerk zehn PsychologInnen (davon neun VerhaltenstherapeutInnen und eine tiefenpsychologisch ausgebildete Therapeutin) und drei ÄrztInnen/PsychiaterInnen, die als tiefenpsychologische TherapeutInnen zugelassen sind. Auf der Grundlage der dialektisch-behavioralen Therapie (DBT) werden Gruppen aus jeweils acht PatientInnen und zwei TherapeutInnen gebildet. Zentraler Bestandteil des wegweisenden Darmstädter Konzepts für die Behandlung von Borderline-PatientInnen ist die für die TeilnehmerInnen verpflichtende Kombination aus Gruppen- und Einzeltherapie bei unterschiedlichen TherapeutInnen.

Die vier Therapiebausteine umfassen Einzeltherapie, Fertigkeitentraining in der Gruppe, Telefonkontakt im Notfall und regelmäßige Intervision der TherapeutInnen. In Kooperation mit dem psychologischen Institut der TU Darmstadt fand eine regelmäßige Evaluation der Therapieerfolge statt. So trägt das Borderline-Projekt Darmstadt zu einer dringend notwendigen Verbesserung des Therapieangebots für PatientInnen bei, deren Selbstverletzungsrisiko bei 70 bis 80 Prozent liegt und deren Erkrankung mit einer hohen Suizidgefährdung einhergeht. Zugleich hält die DGVT die projektbezogene Zusammenarbeit selbstständiger TherapeutInnen unterschiedlicher Fachrichtungen in einem Netzwerk bei gleichzeitiger wissenschaftlicher Begleitung für einen vorbildlichen und zukunftsweisenden Ansatz.

Christine Knaevelsrud erhielt den DGVT-Förderpreis 2008 für ihre Dissertation, in der sie mit wissenschaftlichen Methoden die Wirksamkeit einer in den Niederlanden entwickelten internetbasierten Kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) bei posttraumatischen Belastungsstörungen (PTB) nachgewiesen hat. In einer Studie mit 96 PatientInnen belegte Knaevelsrud, dass im Rahmen der seit den 90er-Jahren angebotene „Interapy“ eine positive und stabile therapeutische Beziehung hergestellt und eine signifikante Reduktion der PTB-Symptomatik und anderer psychopathologischer Messungen erzielt werden kann. Diese Arbeit entspricht in besonderem Maße den Zielen der Deutschen Gesellschaft für Verhaltenstherapie, die sich für psychosoziale Konzepte und Methoden zur Verhütung und Behandlung psychischer Störungen auf der Grundlage der empirischen Verhaltens- und Sozialwissenschaften einsetzt.

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DGVT-Preis 2006

 

Der DGVT-Preis ging im Jahr 2006 an Roswitha Beck, die einen Verein zur Unterstützung Gemeindenaher Psychiatrie in Rheinland.Pfalz gegründet hatte und damit die Prinzipien des Empowerments, die an den Hochschulen erforscht und beschrieben wurden, in Alltagshandeln umsetzt.

Den DGVT-Förderpreis erhielten Michaela Pfeifer und Kerstin von Bültzingslöwen für die Entwicklung eines kognitiv-verhaltenstherapeutischen Gruppentrainings für Frauen mit Wechseljahresbeschwerden.

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