Landesgruppe Bayern

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Protest bringt was, sogar in Bayern: Die CSU will das Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz in wesentlichen Punkten verändern!

Der Entwurf des Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetzes für Bayern (BayPsychKHG), der von der bayerischen Staatsregierung nach langen Vorbereitungen am 19. April in den Landtag eingebracht wurde, hat massive Proteste von vielen Seiten hervorgerufen. Die DGVT hat wie viele andere Verbände, wie Kammern, Betroffenen- und Angehörigenorganisationen und wie auch viele Bürger heftig gegen diesen Gesetzentwurf Stellung bezogen. Denn er bringt psychisch kranke Menschen in die Nähe von Straftätern. Der Gesetzentwurf zielt insbesondere auf die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung, die durch psychisch kranke Menschen gefährdet sei (so muss man nach Lesen des Entwurfs und der Begründung annehmen) und er will ausführlich die Registrierung und Kontrolle von Menschen, die in der Psychiatrie untergebracht werden, organisieren. Wirkliche Hilfe für die Betroffenen scheint angesichts der Ausführlichkeit der entsprechenden Vorgaben des Gesetzes nicht im Fokus der Autoren gestanden zu haben. Seit April ist in dieser Sache viel passiert: Neben vielen Hintergrundgesprächen, die seither gelaufen sind, muss man dankbar zur Kenntnis nehmen, dass auch die Süddeutsche Zeitung aus München sich engagiert mit der Thematik beschäftigt und ebenfalls in einer Serie von Beiträgen heftige Kritik geäußert hat.

Nachdem bereits wenige Tage nach der Veröffentlichung des Gesetzentwurfs seitens der Staatspartei CSU öffentlich die Bereitschaft zu Zugeständnissen mitgeteilt wurde, zumindest zu einigen, blieb über längere Zeit unklar, wie weit diese gehen würden. Zu befürchten blieb, dass es sich nur um verbale und optische Klärungen und gefälligere Formulierungen handeln würde, dass der Kern des Gesetzes, die Erfassung und Kontrolle von psychisch kranken Menschen aber bestehen bleiben solle - dies lag nicht zuletzt deshalb nahe, weil die CSU ja "rechts von sich keinen Platz lassen will", damit die AfD weniger Chancen im anstehenden Landtagswahlkampf hätte.

Inzwischen liegt der CSU-Antrag zur Änderung des Gesetzentwurfes im Landtag vor und die Fachleute, die Verbände und die Betroffenenorganisationen sind tatsächlich überrascht und erfreut: Fast alle ihrer Forderungen, die zuvor im Aktionsbündnis BayPsychKHG abgestimmt worden waren, sollen umgesetzt werden.

Einige Stichworte zu den vorgesehenen Änderungen am Entwurf:

  • klare Trennung zum Maßregelvollzug für psychisch kranke Straftäter
  • Einfügung einer Präambel, die u.a. betont, dass Entstigmatisierung das Ziel des Gesetzes sei und dass Hilfe im Vordergrund stehen wird. Und dass es letztlich darum gehe, Unterbringungen gegen den Willen der Betroffenen zu vermeiden.
  • völliger Verzicht auf die Unterbringungsdatei
  • falls Unterbringung erforderlich: Förderung dezentraler Unterbringungsmöglichkeiten
  • besondere Regelungen für die angemessene Betreuung von Kindern und Jugendlichen
  • keine Unterbringungsbeiräte, sondern Weiterentwicklung der Besuchskommissionen unter Einbeziehung der Selbsthilfe
  • Stärkung der Stellung von Besuchskommissionen
  • Einbeziehung der Selbsthilfeorganisationen in Versorgungsplanungsgremien und geeignete finanzielle Unterstützung der Selbsthilfe
  • Aufbau eines flächendeckenden Netzes von Beschwerdestellen
  • Begleitevaluation, auch zur Prüfung der Frage, ob den besonderen Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen mit diesem Gesetz Rechnung getragen wird.

Das ist ein schöner Erfolg für alle Beteiligten, und es war sicher wertvoll, dass enorm viele, Einzelpersonen, Institutionen und Verbände, sich beteiligt haben und die Politik, insbesondere die CSU und ihre Gesundheits-, Sozial- und Ordnungspolitiker dort, mit ihren Stellungnahmen in Bedrängnis gebracht haben.

Heiner Vogel

Landessprecher

Anselm Mugele

Erlangen

 

Heiner Vogel


Kontakt: bayern(at)dgvt(dot)de

 


Kammerwahlen Bayern 2017

DGVT, AVM, KrankenhauspsychologInnen, NeuropsychologInnen, Niedergelassene sowie Uni- und HochschullehrerInnen kandidieren gemeinsam.

Vom 13. bis 27. März 2017 finden die Wahlen zur Vertreterversammlung der Psychotherapeutenkammer in Bayern statt. Wir kandidieren im PP-Bereich als Liste "Kammervielfalt - Vereinte PsychotherapeutInnen" (PP-Liste 2) und im KJP-Bereich als "Kammervielfalt - Vereinte KJP" (KJP- Liste 3).

 

 Liebe KollegInnen,

die Wahl der Kammerdelegierten im März wirft ihre Schatten voraus. Wir haben zwei Wahllisten mit erfahrenen und engagierten KollegInnen zusammengestellt, die Ideen und hervorragende Kompetenz einbringen. Es sind zwei Listen, denn es wird separat innerhalb der PP gewählt und auch innerhalb der KJP. Die Listen haben ähnliche Namen und, da wir sie gemeinsam konzipiert haben, sie haben natürlich auch ein fast identisches Programm.

Bei den Listen haben wir - zumindest auf den ersten Plätzen - abwechselnd Männer und Frauen platziert, wir haben KollegInnen aus unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern einbezogen und auch KollegInnen aus allen Regionen Bayerns dabei. Angestellte und niedergelassene KollegInnen sind etwa gleichmäßig dabei, bei den Niedergelassenen sind es sowohl VertragspsychotherapeutInnen als auch sog. KostenerstatterInnen, bei den Angestellten ist schließlich die Breite der institutionellen Kontexte vertreten. In unserem Programm finden sich diese verschiedenen Perspektiven wieder. Sie lassen sich sinnvoll zusammenführen - mit den gemeinsamen Zielen "Verbesserung der Versorgung" und "Verbesserung der Situation der KollegInnen"!

Wir haben sechs Informationsveranstaltungen geplant: In München, Nürnberg, Regensburg, Augsburg, Würzburg und Bamberg. Dort wollen wir über aktuelle Anliegen der KollegInnen informieren: Die neue Psychotherapierichtlinie und die Tarifsituation bei Angestellten. Aber auch über die anstehende Kammerwahl, die anstehenden Probleme und unser Programm  möchten wir mit Ihnen diskutieren.

Wir laden herzlich ein:

Info-Veranstaltung unserer Wahllisten "Kammervielfalt - Vereinte PsychotherapeutInnen/KJP":

  • mit Infos zur neuen Psychotherapierichtlinie,
  • zur Tarifregelungen bei Angestellten und
  • zur Kammerwahl und zu unserem Programm ....

Bamberg, Donnerstag, 23. Februar, 19.00 Uhr, AVM, Promenadestraße 8

Würzburg, Donnerstag, 2. März, 19.00 Uhr, AVM-Tagungszentrum, Eichhornstraße 2

München, Freitag, 3. März, 19.00 Uhr, AVM-Ambulanz, Kaiserstraße 14

Nürnberg, Montag, 6. März, 19.00 Uhr, Caritas-Pirckheimer-Haus, Königstraße 54

Regensburg, Dienstag, 7. März, 19.00 Uhr, AVM-Ambulanz, Albertstraße 2

Augsburg, Mittwoch, 8. März, 19.00 Uhr, Praxis Markus Hertle, Schaezlerstraße 6

Wichtig: Wer kommen will, möge uns bitte (wg. der Raumplanung) informieren: info(at)kammervielfalt(dot)de.

Wenn Sie vorab etwas mehr über unsere KandidatInnen erfahren möchten, dann können Sie schon einmal auf die Homepage www.kammervielfalt.de bzw. die Facebook-Adresse www.facebook.com/kammervielfalt/
schauen.

Heiner Vogel, Maria Gavranidou, Rainer Knappe, Monika Sommer,
Rudi Merod und Susanne Haamann (für die PP-Liste) und
Willi Strobl, Anne Knappe, Norbert Beck und Bettina Naumann (für die KJP-Liste)

Kammerwahl in Bayern entschieden – DGVT-Wahlbündnis erreicht wieder acht PP-Sitze und einen KJP-Sitz

16.02.2012

Bei der Kammerwahl in Bayern hat die DGVT, die mit einigen anderen Verbänden im Wahlbündnis „Bayerns Vielfalt“ angetreten war, acht von 37 Delegiertensitzen im PP-Bereich errungen und im KJP-Bereich einen von acht.


Wahlen zur dritten Delegiertenversammlung der Psychotherapeutenkammer Bayern vom 23. Januar bis 6. Februar 2012

16.12.2011

Vom 23. Januar bis 6. Februar 2012 findet in Bayern die nächste Kammerwahl statt. Die Delegierten der Psychologischen Psychotherapeuten und der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten werden für eine dritte Amtsperiode gewählt. Die DGVT möchte sich wieder als starker Verband positionieren, der sich für eine bedarfsgerechte psychotherapeutische Versorgung einsetzt.


Bericht der Landesgruppe Bayern ('Rosa Beilage' zur VPP 2/2007)

14.06.2007

Psychotherapeutenkammer: Erste Delegiertenversammlung der zweiten Wahlperiode am 29. März 2007


Bericht über die erste Delegiertenversammlung in der zweiten Wahlperiode der Psychotherapeutenkammer Bayern am 29. März 2007: Vorstandswahlen und das Übliche

20.04.2007

Die neu gewählte Delegiertenversammlung (DV) hat nun zum ersten Mal am 29.3.07 getagt und die wichtigsten Wahlen durchgeführt.


Das Psychotherapeutengesetz und die Ausbildung der Psychotherapeuten

09.12.2006

Der Beitrag beschreibt einige Aspekte der Entstehung des Psychotherapeutengesetzes von 1998, insbesondere hinsichtlich der Ausbildungsanforderungen für die neuen Berufe Psychologischer Psychotherapeut und Kinder-/Jugendlichenpsychotherapeut und der Unterschiede zur Psychotherapieweiterbildung vor dem In-Kraft-Treten des Gesetzes. Es werden die bisherige Entwicklung in den zwei Jahren seit In-Kraft-Treten des Gesetzes und mögliche Konsequenzen für die Entwicklung der psychotherapeutischen und psychosozialen Versorgung und des Berufsfeldes diskutiert und Probleme dargestellt.


Zur Bewertung des Gutachterverfahrens für die ambulante Verhaltenstherapie durch die GutachterInnen

11.02.2003

(Replik auf den Text von Altherr et al. zum Gutachterverfahren in der Zeitschrift Verhaltenstherapie 1/2002)


  • Rudi Merod
  • Willi Strobl
  • Heiner Vogel