Migration

Portrait

Inter- bzw. transkulturelle Psychotherapie und Beratung von Migrant*innen und Flüchtlingen sowie die interkulturelle Öffnung der psychosozialen Versorgung sind die Schwerpunkte dieser Fachgruppe.

Weitere Themen sind:

  • Informationsvermittlung über die psychosoziale Lage von in Deutschland lebenden Migrant*innen und Flüchtlingen
  • fachliche Weiterentwicklung interkultureller Beratung und Psychotherapie
  • Erhöhung der Aufmerksamkeit für interkulturelle Aspekte in der Gesellschaft
  • Förderung einer angemessenen gesundheitlichen Versorgung von Migrant*innen und Flüchtlingen
  • Ausbau der Vernetzung von interessierten Behandlern
  • Förderung der Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen
  • Erfahrungsaustausch, Fallbesprechung, Planung und Durchführung eigener Veranstaltungen

 

Die Fachgruppe steht allen interessierten DGVT-Mitgliedern offen, unabhängig davon, ob sie ihre berufliche Tätigkeit auf den Bereich ausrichten wollen oder nicht, ob sie selbständig oder angestellt tätig sind, ob sie Psychotherapie mit oder ohne Approbation ausüben.

Lernen Sie die DGVT und ihre Aktivitäten kennen! Wenn Sie Interesse an einer Mitwirkung haben, nehmen Sie mit uns Kontakt auf!

Der kollegiale und fachliche Austausch ist darüber hinaus mit einer eigenen Mailingliste „Migration“ möglich. Die Anmeldung erfolgt über die Bundesgeschäftsstelle.

Kontakt: dgvt(at)dgvt(dot)de

Aktuelle Meldungen

Wir haben für Sie viele interessante Informationen zusammengestellt, die Sie für die Arbeit mit Menschen mit Fluchterfahrung und psychischer Erkrankung nutzen können – zur aktuell rechtlichen Lage von Menschen mit Fluchterfahrung sowie sozial- und verwaltungsrechtliche Leistungsansprüche. 

 

Veranstaltungen

Veranstaltungsempfehlung: Symposium "Qualifizierung Dolmetschen im Gemeinwesen" am 24. Januar 2022 in Hamburg

Die Veranstaltung richtet sich an Interessierte zu diesem Thema, an Dolmetscher*innen und Sprachmittler*innen, sowie an Fachkräfte und Verantwortliche aus den Bereichen Gesundheit, Soziales, Behörden und Bildung. Die Teilnahme ist kostenfrei. Das Symposium ist Teil unterschiedlicher Projekte des Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und anderen Akteur*innen, die sich gemeinsam in Hamburg, bundesweit und international für die Professionalisierung des Dolmetschens im Gemeinwesen einsetzen. Ausführlichere Informationen finden Sie unter www.zwischensprachen.de; Den Flyer zum Symposium finden Sie hier.

 

Broschüre

Broschüre "Flüchtlinge in unserer Praxis - Informationen für ÄrztInnen und PsychotherapeutInnen" der Bundesweiten Arbeitsgemeinschaft der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer (BAfF e. V.) 

Die Erstellung der Broschüre wurde gefördert durch die Bundespsychotherapeutenkammer und ProAsyl. Adressaten sind Ärzt*innen  aller  Fachrichtungen,  Psychologische  Psychotherapeut*innen  und  Kinder-  und Jugendlichenpsychotherapeut*innen, die  in  ihrer  Praxis  Flüchtlinge  behandeln  oder  behandeln  wollen.  Die Broschüre informiert  über  die  Situation  von  Flüchtlingen  in  Deutschland  und  die Besonderheiten,  die  es  zu  beachten  gilt,  wenn  Flüchtlinge  medizinische  oder  psychotherapeutische  Hilfe  suchen. Insbesondere sind Themen die Gesundheitsversorgung von Flüchtlingen und deren Barrieren in Deutschland, Trauma und Traumafolgestörungen bei Flüchtlingen, die Gestaltung der Behandlung und Kommunikation, therapeutische Ansätze, Begutachtung und Dokumentation, Krisen und Suizidalität und die Arbeit mit Dolmetscher*innen. Hier geht´s zur Broschüre: "Flüchtlinge in unserer Praxis - Informationen für ÄrtzInnen und PsychotherapeutInnen"

 

Informationen

DGVT-BV-Info "Hinweise zur Abrechnung der Behandlung von Flüchtlingen" 

Außerdem finden Sie hier die DGVT-BV-Info „Hinweise zur Abrechnung der Behandlung von Flüchtlingen“ mit einem Überblick über die aktuell gültigen Abrechnungsmodalitäten für die psychotherapeutische Behandlung von Flüchtlingen.  

Rechtliche Informationen zum Thema 

Hier finden Sie Informationen des Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zum Asyl- und Flüchtlingsschutz. Ganz aktuell sind hier auch die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Asylverfahren erläutert. Die Website gibt es auch auf Englisch, Französisch und Arabisch. 

Diese Website ist ebenfalls vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Sie gibt rechtliche Informationen über die Entscheidungsmöglichkeiten bei einem Asylantrag. Bei jedem Asylantrag prüft das Bundesamt auf Grundlage des Asylgesetzes, ob eine der vier Schutzformen – Asylberechtigung, Flüchtlingsschutz, subsidiärer Schutz oder ein Abschiebungsverbot – vorliegt. 

DGVT begrüßt das Vorhaben im Koalitionsvertrag, Sprachmittlung ins SGB V aufzunehmen

Im Koalitionsvertrag von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP werden zahlreiche Themen der Gesundheits- und Sozialpolitik aufgegriffen. Unter anderem wird angekündigt, dass die Sprachmittlung auch mit Hilfe digitaler Anwendungen im Kontext notwendiger medizinischer Behandlung Bestandteil des SGB V werden soll. Damit könnte Sprachmittlung zukünftig unter anderem auch im Rahmen von Richtlinien-Psychotherapie finanziert werden - dies stellt eine jahrelange Forderung der DGVT dar! 

Wir werden das Gesetzgebungsvorhaben politisch eng begleiten und unterstützen.

Finanzierung von Sprachmittlungskosten für Geflüchtete

Die Bundesweite Arbeitsgemeinschaft der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer (BAfF) weist darauf hin, dass in der Beratung oder Therapie von Geflüchteten Fachkräfte und Klient*innen häufig keine gemeinsame Sprache teilen. Zur Verständigung zwischen Therapeut*in und Klient*in muss in diesem Fall auf ein*e Sprachmittler*in zurückgegriffen werden. Zur Unterstützung bei der Beantragung von Sprachmittlungskosten bzw. Klagen stellt die BAfF Arbeitshilfen und Musteranträge zur Verfügung. 

Neue Wege der Behandlung für geflüchtete Menschen mit psychischen Belastungen

Krieg, Flucht, unsichere Lebensumstände - vor, während und nach der Flucht sind geflüchtete Menschen oft Belastungen ausgesetzt, die das Risiko für psychische Erkrankungen verstärken können. Doch bis zum heutigen Tag werden sie nur unzureichend durch das deutsche Gesundheitssystem abgedeckt.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert daher seit 2019 sieben deutschlandweite Verbundprojekte in ihrer Forschung zu innovativen Versorgungsansätzen für Geflüchtete. Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick über die beteiligten Projekte und Informationen zu Möglichkeiten der Studienteilnahme. 

 

Pressemitteilungen zum Thema

DGVT und DGVT-BV: ebenfalls für bessere Unterkunft und Versorgung von Geflüchteten in Deutschland

Der Verein demokratischer Ärztinnen und Ärzte (vdää) unterstützt in einer Pressemitteilung die Forderungen der Arbeiterwohlfahrt (AWO) die Unterbringungs- und Versorgungssituation von Geflüchteten in Deutschland angesichts der Covid-19-Pandemie zu verbessern. Auch die DGVT und der DGVT-BV sehen diesbezüglich Handlungsbedarf und erklären hier ebenfalls ihre nachdrückliche Unterstützung der AWO-Forderungen. Das Standpunktpapier „Unterbringung von geflüchteten Menschen und die Corona-Pandemie – Forderungen an die Politik und Empfehlungen an die Praxis“ hat die AWO Mitte Oktober veröffentlicht. 

Standpunktpapier der Arbeiterwohlfahrt

Pressemitteilung des Verein demokratischer Ärztinnen und Ärzte

Die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) fordert zur Bundestagswahl 2021: Traumatisierte Flüchtlinge nicht abschieben.

Hier geht’s zur Pressemitteilung der BPtK vom 15. September 2021.

 

Passende Fortbildung zum Thema

DGVT-Fortbildung: „Das kommt mir Spanisch vor!“ – Besonderheiten in der Therapie von Patient*innen mit Migrationshintergrund", THEMENSEMINAR

 

 

 

Literatur & Links

Wir haben für Sie viele interessante Informationen zusammengestellt, die Sie für die Arbeit mit Menschen mit Fluchterfahrung und psychischer Erkrankung nutzen können – zur aktuell rechtlichen Lage von Menschen mit Fluchterfahrung sowie sozial- und verwaltungsrechtliche Leistungsansprüche. Darüber hinaus werden Empfehlungen für Literatur und Links aufgeführt. 

 

Bücher: 

  • Lidl, A., Böttche, M., Abdallah-Steinkopf, B., Knaevelsrud, C. (Hrsg.) Psychotherapie mit Flüchtlingen. Neue Herausforderungen, spezifische Bedürfnisse. Schattauer
  • Maier, T., Morina, N., Schick, M., Schnyder, U. (Herausgeber). Trauma – Flucht – Asyl. (1. Aufl. 2019). Göttingen: Hogrefe

 

Artikel:

  • Schröder, H., Zok, K., & Faulbaum, F. (2018). Gesundheit von Geflüchteten in Deutschland–Ergebnisse einer Befragung von Schutzsuchenden aus Syrien, Irak und Afghanistan. WIdO-monitor. Jg, 15, 1-20. 
  • Razum, O., Bunte, A., Gilsdorf, A., Ziese, T., & Bozorgmehr, K. (2016). Gesundheitsversorgung von Geflüchteten: Zu gesicherten Daten kommen. Deutsches Ärzteblatt, 113(4). 

 

Empfehlungen Videos:

  • In diesem Video wird eine typische Szene in der psychotherapeutischen Arbeit mit Dolmetschenden in der Behandlung von geflüchteten Personen gezeigt (Sprachen: hocharabisch/ deutsch); Das Videos erklärt die Regeln in der Arbeit mit Dolmetschenden in der psychotherapeutischen Versorgung (Sprachen: hocharabisch/ deutsch).

  • Das zweite Video nimmt die Szene auf der psychotherapeutischen Arbeit mit Dolmetschenden in der Behandlung von geflüchteten Personen auf (Sprachen: hocharabisch/ deutsch); der Fokus liegt hierbei auf der klassischen Sitzordnung, dem sukzessiven Übersetzen von Inhalten, sowie dem Verwenden kurzer Sinnabschnitte, damit es für die dolmetschende Person leichter ist, zu übersetzen.
  • In diesem Video vom Max-Planck-Institut (MPI) für Psychiatrie werden die typischen Symptome nach Trauma und Flucht erklärt und ebenfalls erläutert, wie sich geflüchtete Personen Hilfe suchen können (Sprachen: deutsch/ englisch/ arabisch/ dari/ pashtu/ somali/ kurdisch).

 

Ansprechpartner*innen und Anlaufstellen:

  • BPtK

BPtK Pressehintergrund: Psychische Erkrankung und Gewalt (vom 19.05.2021)

Die BPtK hatte 2015 ein Symposium zur Versorgung psychisch kranker Flüchtlinge veranstaltet.

  • Dolmetscherpools: