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Der DGVT-Verein

Die DGVT – engagiert. stark. solidarisch.

DGVT steht für Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie e. V. – ein gemeinnütziger bundesweiter Fachverband für Psychotherapie, Beratung und Psychosoziale Versorgung. Die DGVT engagiert sich in der Gesundheits- und Sozialpolitik und setzt sich insbesondere dafür ein, dass alle Menschen in Deutschland eine gute psychosoziale und psychotherapeutische Versorgung erhalten. Schwerpunktmäßig steht die verhaltenstherapeutische Versorgung dabei im Mittelpunkt. Die DGVT setzt sich für die Forschung, Lehre und Praxis in diesem Bereich ein. Die DGVT versteht sich als demokratische Organisation, die sich für Diversität und Respekt und mit Nachdruck gegen Diskriminierung ausspricht.

Das Gründungsjahr war 1968, damals wurde in München die Gesellschaft zur Förderung der Verhaltenstherapie (GVT) gegründet, aus der sich im Jahr 1976 die DGVT gebildet hatte. Heute ist die DGVT mit ihren über 12.000 Mitgliedern der größte verhaltenstherapeutische Fachverband in Deutschland. Ihre Bundesgeschäftsstelle hat die DGVT in Tübingen.

Zur DGVT gehören die DGVT Fort- und Weiterbildung und der DGVT-Verlag.  

Im Jahr 2010 wurde die DGVT-AusbildungsAkademie gGmbH gegründet, um an aktuell 19 Standorten die Ausbildung zum/zur Psychologischen Psychotherapeut*in oder Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*in anzubieten. Damit ist sie der größte Ausbildungsanbieter für Psychotherapie in Deutschland.

Für die berufsbezogenen Belange der Mitglieder wurde im März 2012 zusätzlich der DGVT-Berufsverband Psychosoziale Berufe (DGVT-BV) e. V. gegründet. 

Die Struktur der DGVT e. V.

Das wichtigste Organ der DGVT ist die Mitgliederversammlung. Sie bestimmt die Geschichte des Vereins. 

Die DGVT wird geführt von einem ehrenamtlichen Vorstand. Der Gesamtvorstand besteht aus dem geschäftsführenden Vorstand mit drei Personen und dem erweiterten Vorstand mit sechs Personen (je ein/e Vertreter*in der drei Kommissionen (AWK, QSK, RDK), der/die Sprecher*in der Gesellschafter*innen der AusbildungsAkademie, die/der Länderratssprecher*in und ein/e PiA-Vertreter*in). 

Der Vorstand wird von gewählten Gremien – den Kommissionen, dem Länderrat und dem Ethikbeirat – unterstützt, die ebenfalls aus ehrenamtlichen Mitgliedern bestehen. Es gibt die Aus- und Weiterbildungskommission (AWK), die Qualitätssicherungskommission (QSK) und die Redaktionskommission (RDK). 

Des Weiteren gibt es in allen Bundesländern Landesgruppen, die sich mit gesundheits- und sozialpolitischen Themen in ihrer Region beschäftigen. Die Landessprecher*innen laden regelmäßig zu regionalen Mitgliederversammlungen ein, so dass die Möglichkeit besteht, sich vor Ort zu informieren und die Arbeit aktiv mit zu gestalten. 

Die DGVT-Mitglieder in den einzelnen Landesgruppen wählen jeweils einen Sprecher oder eine Sprecherin, die zusammen den Länderrat bilden. Der Länderrat wiederum entsendet eine/n Sprecher*in in den erweiterten Vorstand. 

Alle Landesprecher*innen und alle Delegierten der Landespsychotherapeutenkammern bilden zusammen das Gremium Länderkonferenz. Hier geht es vor allem darum, die Themen, die im beruflichen Alltag anstehen, in die Institution, die Entscheidungsbefugnis hat, einzubringen. 

Die DGVT hat zahlreiche Fachgruppen, die sich mit speziellen Themen aus dem psychosozialen Bereich befassen und die inhaltliche Arbeit des Vereins durch ihre Ideen und Initiativen bereichern.

  • Fachgruppe Ältere Menschen in der psychosozialen Versorgung
  • Fachgruppe Forum Beratung
  • Fachgruppe Frauen in der psychosozialen Versorgung
  • Fachgruppe Intersektionalität und Antidiskriminierung 
  • Fachgruppe Kinder- und Jugendliche
  • Fachgruppe Migration
  • Fachgruppe PiA-AG
  • Fachgruppe Nachhaltigkeit

Unsere Schwerpunkte

Für gesellschaftliche Bedingungen, die ein psychisch gesundes Leben ermöglichen

Die Gründungsidee der DGVT findet sich in ihrer Satzung: Die Verwirklichung einer psychosozialen Versorgung,die den Bedürfnissen der Bevölkerung entspricht. Dabei steht nicht die Behandlung psychischer Erkrankungen, sondern deren Vermeidung an erster Stelle. Psychische Beschwerden werden demnach nicht in erster Linie als individuelles Problem, sondern in ihrer gesellschaftlichen bzw. systemischen Bedingtheit verstanden. Gesellschafts- und gesundheitspolitisches Engagement waren und sind deshalb für die DGVT immer untrennbar mit dem Einsatz für psychische Gesundheit verbunden. Politisches Engagement und Förderung der psychischen Gesundheit bilden für die DGVT keine Gegensätze, sondern vielmehr eine Einheit. Der Einsatz für sozial gerechte, diskriminierungsfreie und gesundheitsförderliche Lebensbedingungen sind bis heute Leitmotive für die Arbeit der DGVT.

Die DGVT, der DGVT-Berufsverband die DGVT-Akademie haben ein Positionspapier verabschiedet, mit dem sich der DGVT-Verbund für Diversität und Respekt in einer demokratischen Gesellschaft ausspricht:
DGVT-Position für Diversität und Respekt in einer demokratischen Gesellschaft

Prävention wird als wesentliches Element anerkannt, um psychische Erkrankungen und deren Auswirkungen zu verhindern, zu verzögern oder zu verringern.Die DGVT fühlt sich deshalb bis heute salutogenetischen Ansätzen verbunden, die schon das Entstehen krankmachender Lebensbedingungen verhindern.

Dabei bietet die psychosoziale Beratung das Angebot zum weitestgehend selbstbestimmten Umgang mit Problemen und Ungewissheiten in pluralen Lebenswelten. Niederschwellige Hilfeangebote aktiv zu fördern und auszubauen sind für die DGVT ein zentrales Anliegen.

Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit psychischen Erkrankungen einen einfachen und schnellen Zugang zu Psychotherapie zu ermöglichen, prägt das fach- und berufspolitische Wirken des Verbands. Verhaltenstherapie wird dabei verstanden als ein wissenschaftlich anerkanntes Verfahren, das Patient*innen dabei unterstützt, das eigene Handeln zu reflektieren, notwendige Veränderungen umzusetzen und sie zu einem selbstbestimmten Leben zu befähigen. Dafür braucht es faire und angemessene Arbeitsbedingungen für die Berufe der psychosozialen Versorgung, für die sich die DGVT und der DGVT-Berufsverband berufspolitisch stark machen. Mit vielfältigen qualifizierten Angeboten in der Aus-, Fort- und Weiterbildung stärkt die DGVT ein solches Verständnis in der Arbeit der Berufsangehörigen.