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Gesundheitspolitik  • VPP 1/2008

34.000 zusätzliche Arbeitsplätze im Gesundheitswesen

11. Februar 2008

Ende 2006 hat etwa jeder neunte Beschäftigte in Deutschland im Gesundheitswesen gearbeitet. Zwischen 2005 und 2006 stieg die Zahl der Arbeitsplätze im Gesundheitswesen um 34.000 auf rund 4,3 Millionen, teilte das Statistische Bundesamt im Dezember 2007 mit. Das entspricht einem Beschäftigungswachstum von 0,8 Prozent.

 

Insgesamt hat die Gesundheitsbranche als Arbeitsfeld in den vergangenen Jahren stetig zugelegt. Während sie 2004 um 14.000 Menschen (+ 0,3 Prozent) zunahm, verzeichnete sie 2005 ein Plus von 28.000 (+ 0,6 Prozent) und 2006 einen erneuten Anstieg von 34.000 Beschäftigten (+ 0,8 Prozent). Diese sind vor allem auf 22.000 zusätzliche Arbeitsplätze in den Gesundheitsdienstberufen zurückzuführen. Darunter fallen zum Beispiel Ärzte, Gesundheits- und Krankenpfleger. 11.000 Arbeitsplätze kamen in sozialen Berufen hinzu, etwa für Altenpfleger.

Die Beschäftigung in sonstigen Gesundheitsfachberufen, zum Beispiel als Pharmakanten und in anderen Berufen des Gesundheitswesens (zum Beispiel Reinigungskräfte), blieb 2006 mit einem leichten Anstieg von jeweils 1.000 Personen fast gleich. Im Gesundheitshandwerk gab es 2006 allerdings rund 1.000 Beschäftigte weniger als im Vorjahr. Das betraf zum Beispiel Augenoptiker.

Mit je 1,8 Millionen Personen arbeitete die Mehrzahl der Beschäftigten von 84 Prozent im Jahr 2006 in Einrichtungen der ambulanten sowie stationären und teilstationären Gesundheitsversorgung. In der ambulanten Versorgung gab es mit einem Plus von 7.000 Arbeitskräften allerdings einen deutlich schwächeren Zuwachs als im Jahr 2005, wo es 16.000 waren.

Mehr Personal stellten 2006 vor allem stationäre und teilstationäre Einrichtungen ein. 16.000 zusätzliche Personen wurden fast ausschließlich im Pflegebereich tätig. Damit gab es 2006 zum ersten Mal wieder einen leichten Anstieg von plus 1.000 Personen, nachdem das Krankenhauspersonal in den Jahren von 2003 bis 2005 um insgesamt 50.000 Beschäftigte abnahm.

60 Prozent der 4,3 Millionen Beschäftigten im Gesundheitswesen arbeiteten im Jahr Vollzeit: Die Zahl der auf die volle tarifliche Arbeitszeit umgerechneten Beschäftigten im Gesundheitswesen, das sogenannte Vollzeitäquivalent, lag bei 3,3 Millionen. Es stagnierte 2006 mit einem leichten Zuwachs von 1.000. Der Grund dafür war, dass der Anstieg der Beschäftigten in Teilzeit um drei Prozent und der geringfügig Beschäftigten um fünf Prozent den Rückgang der Vollzeitbeschäftigung um 0,9 Prozent fast aufwog. Im Jahr 2005 war das Vollzeitäquivalent mit einem Minus von 23.000 (- 0,7 Prozent) noch rückläufig.

Quelle: A+S aktuell Nr. 01, 09.01.2008