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VPP 4/2012

5. Sommerakademie der afp: „Kraft“ - Qualifizieren und regenerieren an der Ostsee

08. November 2012
 

Vom 21. – 23 Juni 2012 kamen gut 100 Fachleute in Rostock Warnemünde zusammen, um unter dem Leitthema „Kraft“ an der 5. Sommerakademie der Akademie für Fortbildung in Psychotherapie teilzunehmen. Das Strandhotel Hübner bot den Rahmen für eine elegante und entspannte Atmosphäre. Auftakt der Veranstaltung war ein Vortrag von Christof Eschenröder zum Thema „Energetische Psychotherapie“. Die Energetische Psychotherapie beginnt hier in deutschen Gefilden erst langsam Fuß zu fassen und wird teilweise noch skeptisch beäugt. Erfahrungen mit anderen Verfahren wie EMDR zeigen aber, dass es durchaus fruchtbar sein kann, neuen Methoden über aufgeschlossen zu sein und über den Tellerrand der eigenen Therapieschule hinaus zu blicken. Eindrücklich am Vortrag von Herrn Eschenröder war die vorgestellte Psychophysiologie mit bildgebenden Verfahren des Gehirns (Dr. Joaquin Andrade).

Man darf gespannt sein, ob sich die Energetische Psychotherapie langfristig etabliert.

Im Anschluss fand das Landesgruppentreffen Mecklenburg-Vorpommern statt, in dem u. a. Dr. Jürgen Friedrich als Landessprecher wiedergewählt wurde.

Die beiden folgenden Tage starteten mit drei Regenerationsangeboten. Hier ging es darum, KollegInnen die Bedeutung von Selbstfürsorge zu vermitteln. Eine Walking-Gruppe, die Dipl.-Sportlehrer Gert Blümecke leitete, ließ sich auch von schlechtem Wetter nicht aufhalten und lief 45 Minuten am Strand. Auch die Yoga-Gruppe unter der Leitung von Sigrid Bruhn war gut besucht. Das Regenerationsangebot von Bewegung und Achtsamkeit fand den größten Zulauf. Dankenswerterweise war der Leiter Diplommotologe Ralf Möller (GGP Rostock) bereit, sein Angebot zweimal anzubieten, so dass Frühaufsteher bereits um 8:00 Uhr in den Tag starten konnten. Auch diese TeilnehmerInnenkonnten am zweiten Tag an den Strand gehen, was der Regeneration eine ganz besondere Note gab.

In den Workshops wurde sich intensiver mit den angebotenen Themen auseinandergesetzt.

Hierzu gab es folgende Möglichkeiten:

Margit Epstein bot den Workshop „Die regulative Kraft des Körpers erfahren - Selbstfürsorge und Ressourcenaufbau für PsychotherapeutInnen“ an. Christof Eschenröder behandelte die „Energetische Psychotherapie - Überwindung emotionaler Blockaden mit Methoden der Energetischen Psychotherapie“ noch einmal ausführlicher.

„’Du hast keine Chance aber nutze sie’ – Vom professionellen Umgang mit hochstrittigen Paaren“ war das Thema von Heiner Krabbe und Klaus Mücke besprach mit seinen TeilnehmerInnen den Umgang mit „Burnout und anderen Lebenskrisen – als Entwicklungsbeschleuniger, Veränderungsagenten und Schlüssel für eine erfolgreiche(re) Lebensgestaltung“. Alle Workshops wurden gut angenommen und die ReferentInnen zeigten sich zufrieden mit dem Ablauf der Veranstaltung.

Das Abendprogramm der Tagung erhielt große Konkurrenz durch das EM-Fußball-Viertelfinalspiel Deutschland gegen Griechenland. Dennoch kam eine kleine Gruppe von 12 Interessierten zusammen, um sich die Komödie „Vincent will Meer“ (Regie: Ralf Huettner) anzuschauen und mit dem unter einem Tourette-Syndrom leidenden Vincent mitzufiebern, wie er mit der essgestörten Marie und dem zwangsneurotischen Alex nach Italien flieht.

Das überwiegend schöne Wetter bot viel Abwechslung im Freien, um die Pausen mit einem Strandspaziergang oder einem Kaffee in der Sonne zu füllen. Auch der Büchertisch vom DGVT-Verlag wurde sehr positiv angenommen. Hier konnte man in Büchern schmökern und sich das aktuelle Verlags-Programm anschauen.

Der Tagungsort in Warnemünde wurde unterschiedlich aufgenommen – einige TeilnehmerInnen bevorzugen Graal-Müritz (Sommerakademie 2 - 4), da man dort eher unter sich sei und so besser in das Tagungsangebot eintauchen könne. Andere fanden gerade Warnemünde besser, weil es belebter und bunter zugehe. Offensichtlich eine Geschmacksfrage. Hier sind wir gespannt auf die Auswertung der Evaluationsbögen.

Viele TeilnehmerInnen bedauerten die Entwicklung, dass die Sommerakademie nur noch zweijährlich stattfinden wird, genossen doch viele den „jährlichen Treff“ bei der Sommerakademie, um KollegInnen zu treffen und sich mit diesen auszutauschen.

Insgesamt ging das Konzept von Regenerieren und Qualifizieren wieder voll auf. Einen Dank noch mal an dieser Stelle an die Aus- und Weiterbildungskommission, die das Konzept mit entwickelt und über die Jahre begleitet hat.

Das Organisationsteam