9. DGVT Praxistage der Kinder- und Jugendlichenpszchotherapie in Köln
Gewalterfahrungen von Kindern und Jugendlichen
- Psychotherapie mit TäterInnen und Opfern -
Liebe KollegInnen,
ausgelöst durch spektakuläre Ereignisse nimmt das Thema Gewalt in der öffentlichen Wahrnehmung von Zeit zu Zeit immer wieder einen besonderen Raum ein und betrifft auch unsere Profession: Wie kann Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen hier hilfreich sein und welchen Beitrag können psychotherapeutische Erkenntnisse zu Verhinderung solcher Ereignisse leisten? Diesen Themen möchten wir uns bei den 9. Praxistagen der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie widmen.
Psychotherapie als Leistung des Gesundheitssystems hat definitionsgemäß nur eine kurz- oder mittelfristig einsetzende nachsorgende Funktion: bei Gewalthandlungen entweder als Krisenintervention oder Behandlung für Opfer und Täter. Einerseits besteht eine hohe Kompetenzerwartung an PsychotherapeutInnen, über die einzel- und /oder gruppentherapeutische Arbeit hinaus, bei der Gewaltproblematik des Kindes oder Jugendlichen das soziale Umfeld (Familie, Kindergarten, Schule, Peergroup) einzubeziehen. Andererseits werden diese Aufgaben im Leistungskatalog des Verrechnungssystems der Krankenkassen nicht aufgeführt.
Wir wollen Möglichkeiten und Grenzen einer Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen in diesem Bereich aufzeigen und dabei folgenden Fragen nachgehen:
Welche Rolle übernimmt Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie in dieser Thematik?
Welches Spektrum an Verhaltensweisen weist bei dieser Klientel auf eine tatsächlich behandlungsbedürftige Gewaltneigung hin?
Welche spezifische Kompetenz müssen TherapeutInnen mitbringen?
Wie kann psychotherapeutische Kompetenz hier präventiv eingesetzt werden?
Neben einem umfangreichen Fortbildungsangebot werden Sie als Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutIn und Psychologische/r PsychotherapeutIn bei den Praxistagen auch die Gelegenheit finden, sich mit KollegInnen auszutauschen.
Die Fachgruppe Kinder und Jugendliche der DGVT (Fachgruppe KiJu), die Leitung des DGVT-Ausbildungszentrums für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie Köln (ABZ Köln) und die Aus- und Weiterbildungskommission (AWK) freuen sich, Sie in Köln begrüßen zu dürfen und wünschen Ihnen eine gelungene Veranstaltung!
Die 9. DGVT-Praxistage der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie werden in Kooperation mit der Universität Köln, Department für Heilpädagogik und Rehabilitation durchgeführt.
Die Vorbereitungsgruppe
Jürgen Bellingrath, Rita Dittrich, Manuela Epting, Anne Linkemann, Gerd Per, Günter Ruggaber, Judith Schild, Ralf Spieß, Birgit Wich-Knoten
Das Programm im Überblick
Vortrag
Columbine, eine Dekade danach: Was wissen wir über die Prävention schwerer Formen von Gewalt an Schulen?
Prof. Dr. Herbert Scheithauer, Berlin
© www.koelntourismus.de
Kurzworkshops (5 UE / 7 Fortbildungspunkte)
1. Gewalt in Familien: Datenlage und Interventionsideen - Ausgebucht -
Michael Borg-Laufs, Mönchengladbach
2. Wissenschaft trifft Praxis: Wie evidenzbasiert sind Konzepte zur Gewaltprävention bei Kindern und Jugendlichen? - Entfällt -
Mario Gollwitzer, Marburg
3. Welche Bilderbücher liegen in Ihrem Wartezimmer?
Elisabeth Jürgens und Ruth Jäger, Braunschweig
4. EMDR bei Kindern - Ausgebucht -
Annette Kissenbeck, Essen
5. Geschwisterinzest
Die Krise der Betroffenen und Angehörigen – eine besondere Herausforderung für HelferInnen
Werner Meyer-Deters, Bochum
6. Mobbing, Bullying, Cyberbullying - Ausgebucht -
Kirsten Zimmermann und Anton Walcher, Berlin
7. TäterInnen-Therapie mit Jugendlichen mit Sexualdelikten - Ausgebucht -
Bernd Siepmann, Bochum
8. Kinder und Jugendlichen mit Zuwanderungsgeschichte - Entfällt -
Erziehung, Gewalt und Fördermöglichkeiten
Haci-Halil Uslucan, Magdeburg
9. Gewalt gegen sich selbst - Ausgebucht -
Selbstverletzung und Suizidalität bei Kindern und Jugendlichen
Armin Claus, Köln
Angebote für LehrerInnen

10. In Beziehung bleiben!
Anregungen für LehrerInnen, die mit aggressiven SchülerInnen „zu kämpfen haben“
Sabine Esch, Titisee-Neustadt
11. Gewaltprävention
Früherkennung und Prävention von Krisen an Schulen
Ellen Glanz-Born, Köln; Christiane Federlin, Bonn und Ute Schnell-Micka, Köln
© www.koelntourismus.de
Langworkshops (8 UE / 10 Fortbildungspunkte)
1. Gewalt in Familien
Strukturell familientherapeutische Aspekte
Klaus Eickmann, Wuppertal
2. Therapieprogramm für Kinder mit aggressivem Problemverhalten (THAV) - Ausgebucht -
Martin Faber, Köln
3. Schulvermeidendes Verhalten - Ausgebucht -
Martin Knollmann, Düsseldorf
4. Gewaltauffällige Mädchen und junge Frauen Förderung und Intervention - Entfällt -
Max Kreuzer und Bernd Geiger Battermann, Mönchengladbach
5. Kompetenztraining mit Eltern sozial auffälliger Kinder (KES) - Ausgebucht -
Gerhard Lauth, Köln
6. Sexuell übergriffige und gewalttätige Kinder und Jugendliche - Ausgebucht -
Intervenieren, verstehen und behandeln
Werner Meyer-Deters, Bochum
7. Frühe Hilfen - Entfällt -
Möglichkeiten der Prävention häuslicher Gewalt
Gerhild Schöberl, Berlin
8. Fallseminar: Gewalt in Familien - Entfällt -
Beratung und Therapie im Kontext der Jugendhilfe
Wolfgang Schreck, Gelsenkirchen
9. Opfer- und TäterInnentherapie bei sexuellem Missbrauch von Kindern und Jugendlichen - Ausgebucht -
Daniel Seyfried und Bernd Siepmann, Bochum
10. Spannungsfelder der neuen Medien - Ausgebucht -
Oliver Johannes Wilhelm und Dieter Schuchardt, Darmstadt
Angebot für Studierende:

11. Der Weg ist das Ziel oder:Was soll ich nur nach dem Studium machen?
Tipps und Anregungen erfahrener KollegInnen aus dem psychosozialen und therapeutischen Feld zur Planung des eigenen Berufswegs
Judith Schild, Münster

