Aufbau eines landesweiten Netzwerkes von psychologischen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten zur Behandlung psychisch erkrankter oder von psychischer Erkrankung bedrohter Beamtinnen und Beamten
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
im Rahmen des landesweiten Projektes CARE (Chancen, Arbeitsbedingungen richtungsweisend zu entwickeln) will das Land Niedersachsen ein integriertes Versorgungsmanagement zur Behandlung psychisch erkrankter oder von psychischer Erkrankung bedrohter BeamtInnen aufbauen. Dafür werden landesweit sog. CARE-Beratungsstellen eingerichtet, an die sich betroffene BeamtInnen wenden können, um dort zeitnah eine speziell auf den Lehrberuf zugeschnittene Behandlung zu erhalten.
Aus diesem Grund sucht das Land Niedersachsen psychologische PsychotherapeutInnen (Kassenzulassung nicht erforderlich), die im Rahmen einer integrierten Versorgung für BeamtInnen einem ambulanten Netzwerk von TherapeutInnen beitreten möchten und ein Kontingent an Therapieplätzen anbieten mit dem Ziel, eine zeitnahe Therapie für die Betroffenen zu gewährleisten.
Zur Vorbereitung auf die Mitarbeit werden kostenfreie akkreditierte Fortbildungen angeboten, die sich mit dem spezifische Belastungsprofil und speziellen Behandlungsprogrammen für Lehrkräfte beschäftigen.
Bei Interesse finden Sie nachfolgend weitere Informationen im Anhang
1. Allgemeines
Das Land Niedersachsen ist als größter Dienstherr bzw. Arbeitgeber mit ca.130.000 Beamtinnen und Beamten und rund 80.000 Beschäftigten der Gesundheit seiner Bediensteten besonders verpflichtet. Gerade in Zeiten des demografischen Wandels steht das Land hier vor besonderen Herausforderungen. Auch die neue Landesregierung will die bewährten und bereits bestehenden Maßnahmen des Gesundheitsmanagements stärken und um neue Maßnahmen ergänzen.
Im Rahmen des landesweiten Projektes CARE (Chancen, Arbeitsbedingungen richtungsweisend zu entwickeln) will das Land Niedersachsen ein integriertes Versorgungsmanagement zur Behandlung psychisch erkrankter oder von psychischer Erkrankung bedrohter Beamtinnen und Beamten zur Sicherstellung einer rechtzeitigen und angemessenen Behandlung aufbauen.
Landesweit werden sog. CARE-Beratungsstellen eingerichtet, an die sich betroffene Beamtinnen und Beamte wenden können. Auf freiwilliger Basis erhalten sie dort Hilfe und Unterstützung, um
- ungünstige Krankheitsverläufe frühzeitig zu verhindern,
- die Heilbehandlung zeitnah sicher zu stellen und gezielt zu steuern.
Im Zuständigkeitsbereich des Kultusministeriums werden im Rahmen von CARE in den Regionalabteilungen Braunschweig und Hannover der niedersächsischen Landesschulbehörde gesonderte Beratungsstellen für Lehrerinnen und Lehrer aufgebaut.
Damit schafft das Land Niedersachsen insgesamt adäquat zum Versicherten-Service und Versorgungsmanagement der Sozialversicherungsträger ein Angebot zur organisatorischen Unterstützung von Heilbehandlungen und der beruflich orientierten Rehabilitation von Beamtinnen und Beamten.
2. Aufbau eines Netzwerkes von psychologischen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten:
Das Land Niedersachsen sucht psychologische Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (Kassenzulassung nicht erforderlich), die im Rahmen einer integrierten Versorgung für Beamtinnen und Beamte einem ambulanten Netzwerk von Therapeutinnen und Therapeuten beitreten möchten und ein Kontingent an Therapieplätzen anbieten mit dem Ziel, eine zeitnahe Therapie für die Betroffenen zu gewährleisten.
Für den Bereich der Lehrkräfte gelten dabei folgende Besonderheiten:
Die im Zuständigkeitsbereich des Kultusministeriums im Rahmen von CARE aufgebauten gesonderten Beratungsstellen für Lehrkräfte haben zum Ziel den Ratsuchenden zeitnah speziell auf den Lehrberuf zugeschnitteneBehandlungsmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen.
Die Abklärung und Indikation erfolgt durch psychologische Psychotherapeutinnen und psychologischen Psychotherapeuten der CARE- Beratungsstellen in den Regionalabteilungen Braunschweig und Hannover der niedersächsischen Landesschulbehörde.
Die Behandlung in Form einer Kurzzeittherapie (25 Sitzungen plus 5 probatorische Sitzungen) oder Gruppentherapie (bis zu 16 Sitzungen) zur Durchführung lehrerspezifischer Programme z. B. VT Programme wie AGIL) erfolgt durch Therapeutinnen und Therapeuten des Netzwerkes.
3. Gesuchte Qualifikation :
- Approbation als psychologische Psychotherapeutin/psychologischer Psychotherapeut
- psychotherapeutische Qualifikation (Fachkundenachweis in TP;VT)
- Teilnahme an Supervision
- Für die Therapie von Lehrkräften ist zusätzlich Gruppentherapieerfahrung oder Zulassung zur Durchführung von Gruppentherapie erforderlich
4. Angebot für Psychotherapieplätze für Lehrkräften:
- Die Kurzzeittherapie ist im Rahmen der Projektes CARE im Zuständigkeitsbereich des Kultusministeriums von dem nach den beihilferechtlichen Regelungen durchzuführenden Gutachterverfahren befreit.
- Kostenfreie akkreditierte Fortbildung:
Geplant ist den psychologischen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, die sich dem Netzwerk anschließen wollen, eine akkreditierte Fortbildung zu den folgenden Themen anzubieten:
- Lehrergesundheit – das spezifische Belastungsprofil dieser Berufsgruppe erkennen und im Beratungs- und Therapiekontext berücksichtigen
- Einführung in spezielle Behandlungsprogramme für Lehrkräfte z.B. inAnlehnung an das AGIL-Training (Arbeit und Gesundheit im Lehrberuf, von Prof. Dr. Dr. Hillert)
Bei Interesse setzen Sie sich bitte mit Frau Dipl. Psych. Barbara Schulte-Nikoleyczik in Verbindung.
Dipl. Psych. Barbara Schulte-Nikoleyczik
Tel.: 0511-120 7317
E-Mail: Barbara.Schulte-Nikoleyczik@mk.niedersachsen.de