Skip to main content
 
Rosa Beilage 2/2014

Ausgaben für Gesundheit in Deutschland im Jahr 2012

23. Mai 2014
 

(nsch). Laut einer Pressemeldung des Statistischen Bundesamtes überstiegen die Ausgaben für Gesundheit in Deutschland im Jahr 2012 erstmals die Marke von 300 Milliarden Euro. Mit einem Wert von 300,4 Milliarden Euro waren diese um 6,9 Milliarden Euro oder 2,3 % höher als 2011. Auf jeden Einwohner entfielen demnach gut 3.740 Euro (2011: 3.660 Euro). Die Gesundheitsausgaben betrugen 11,3 % des Bruttoinlandsproduktes– im Jahr 2011 waren es 11,2 % und im Jahr 2010 11,6 %. Die gesetzliche Krankenversicherung war 2012 mit 172,4 Milliarden Euro der größte Ausgabenträger. Dabei lagen die Ausgaben um 2,3 % oder 3,9 Milliarden Euro über denen im Jahr 2011. Die Ausgaben im ambulanten Bereich betrugen 147 Milliarden Euro und stiegen somit im Vergleich zum Vorjahr nur unterdurchschnittlich an (um 2,1 %). Zurückzuführen ist diese Mäßigung des Anstiegs auf den geringen Anstieg der Ausgaben in Apotheken. Verantwortlich dafür sind die Maßnahmen zur Begrenzung der Ausgaben im Arzneimittelbereich, die Anfang 2011 mit dem Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes (AMNOG) in der gesetzlichen Krankenversicherung in Kraft traten. Weiterhin waren die stärksten Anstiege in den ambulanten Pflegeeinrichtungen mit  6,9 % auf 11,3 Milliarden Euro und bei den Praxen sonstiger medizinischer Berufe wie zum Beispiel physio-, sprach- oder ergotherapeutischen Praxen mit + 3,3 % auf 9,9 Milliarden Euro zu verzeichnen. Zudem fielen auf den (teil-)stationären Sektor, wie bereits im Vorjahr, 37 % der gesamten Gesundheitsausgaben. Hier stiegen die Ausgaben um 2,8 Milliarden Euro auf 110,3 Milliarden Euro. Die wichtigsten (teil-)stationären Einrichtungen waren die Krankenhäuser (+ 2,5 % auf 78,8 Milliarden Euro), gefolgt von den Einrichtungen der (teil-)stationären Pflege (+ 2,5 % auf 22,8 Milliarden Euro) sowie den Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen mit 8,7 Milliarden Euro (+ 4,0 %). 

Weitere Informationen können unter folgendem Link eingesehen werden: www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2014/04/PD14_126 _23611.html