Bericht der Landesgruppe Hessen (Rosa Beilage zur VPP 3/2017)
Unterstützung von kammerpolitisch aktiven Frauen
Unsere beiden Berufe, Psychologische PsychotherapeutInnen (PP) und Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen (KJP) werden immer „weiblicher“. Der Anteil der Frauen unter den Approbierten und PiA steigt weiter. Die Zahlen für Hessen sind eindeutig:
Anteil von Frauen bei den PP: 72 %
Anteil von Frauen bei den KJP: 76 %
Anteil von Frauen bei den PiA-Mitgliedern der Kammer: 83 %.
Schaut man sich aber die Gremien an, in denen Kammerpolitik „gemacht“ wird, stellen sich die Zahlen etwas anders dar:
Auf parlamentarischer Ebene liegt der Frauenanteil in der hessischen Delegiertenversammlung bei 56 % und in den Ausschüssen/Kommissionen der Kammer bei 59 %. Bei den Ausschussvorsitzenden sind dann aber nur 3 von 9 Ausschüssen mit Frauen besetzt.
Etwas besser ist Anteil von Frauen bei den Vorstandsmitgliedern: 67 % (immerhin der beste Wert unter allen Landeskammern). Darüber hinaus hat Hessen als einziges Bundesland sowohl eine Präsidentin wie auch eine Vizepräsidentin.
Bei den hessischen Delegierten zum Deutschen Psychotherapeutentag (ohne Ersatzdelegierte) liegt der Frauenanteil bei 64 %.
Im Vorstand der Bundespsychotherapeutenkammer liegt der Frauenanteil bei 20 % (eine Frau bei fünf Bundesvorstandsmitgliedern). Das Präsidium wird von 3 Männern gebildet, einem Präsidenten und zwei Vizepräsidenten.
Der hessische Kammervorstand hat diskutiert, welche strukturellen Veränderungen geeignet sein können, dass sich Frauen entsprechend ihrem Anteil in der Mitgliedschaft in den Gremien der Kammer engagieren. Zu einem „Ratschlag“ werden alle in den Kammergremien aktiven Frauen eingeladen, um zu diskutieren, wie Frauen mehr als bisher in die Kammerarbeit einbezogen werden können.
Für unsere hessische Liste VT-AS ist diese Initiative auch im Hinblick auf die Förderung von PiA und Neuapprobierten in der Kammerpolitik sehr wichtig. Die Gründungsväter und -mütter der Kammer sind mittlerweile in ihrer beruflichen Laufbahn so weit fortgeschritten, dass das Ende der beruflichen Tätigkeit in Sicht kommen könnte. In den nächsten Jahren wird eine neue Generation von Kolleginnen (und Kollegen) die Berufspolitik übernehmen (müssen). Dafür wollen wir jetzt die Rahmenbedingungen schaffen.
Karl-Wilhelm Höffler
Landessprecher Hessen
Kontakt:
hessen@dgvt.de; hessen@dgvt-bv.de