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Detlef Deutschmann und Bernd Schäfer

Bericht der Landesgruppe Schleswig-Holstein II ('Rosa Beilage' zur VPP 2/2002)

05. März 2007

Am 16. März 2002 fand die 4. Mitgliederversammlung der DGVT-Landesgruppe Schleswig-Holstein statt. Dankenswerter weise konnten wir wieder Räumlichkeiten in der Medizinisch-psychosomatischen Klinik Bad Bramstedt nutzen, die sich schon bei den vorangegangenen Mitgliederversammlungen nicht zuletzt auch wegen ihrer zentralen Lage in Schleswig-Holstein bewährt hatten.

 

Besonders erfreulich war festzustellen, dass die bei den letzten Mitgliederversammlungen erprobte Mischung aus einem berufspolitischen Teil und einem fachlich-inhaltlichen Teil dazu anregte, dass mehrere Teilnehmer der letzten Mitgliederversammlung auch diesmal wieder teilgenommen haben.
Zunächst berichteten wir (Bernd Schäfer und Detlef Deutschmann als Landessprecher) ausführlicher, als dies sonst in der VPP/Rosa Beilage möglich ist, über die aktuellen berufspolitischen Entwicklungen im Lande sowie unsere ganz persönlichen Einschätzungen dazu. Daraus entwickelte sich zunehmend eine sehr lebhafte und konstruktive Diskussion darüber, wie die DGVT-Landesgruppe ihre Positionen insbesondere in den weiteren Prozess der Kammergründung erfolgreich einbringen kann. Inhaltliche Themenschwerpunkte waren dabei u.a. die Fragen, wie trotz unserer vergeblichen Anstrengungen, dies schon im Heilberufegesetz zu verankern (s. dazu unsere Berichte in der letzten VPP/Rosa Beilage), eine angemessene Vertretung der Interessen der Angestellten in der zukünftigen Kammer zu erreichen ist, wie zukünftige Kammerbeiträge in einer zumutbaren Größenordnung gehalten werden können und ob hier nicht doch noch einmal über eine länderübergreifende Kammer nachgedacht werden sollte.

Weiter berichteten wir über unsere Aktion zur Jahreswende, in der wir eine Vielzahl von nicht in der DGVT organisierten PsychotherapeutInnen im Lande über berufspolitische Entwicklungen im Zusammenhang mit der Kammergründung informiert hatten, sowie über die für uns ausgesprochen positive und umfangreiche Resonanz darauf. Hier zeigte sich, dass insbesondere unter den angestellten Psychotherapeuten aufgrund des geringen Organisationsgrades in Verbänden der Informationsbedarf teilweise noch recht groß ist.
In einem zweiten Teil stellte Peter Hegeler als einer der zuständigen Institutsleiter das DGVT-Ausbildungszentrum für Verhaltenstherapie in Hamburg vor.

Nach der Mittagspause berichtete Wolfgang Kotheimer über eine von ihm in Itzehoe über viele Jahre aufgebaute gemeinwesenorientierte Begegnungsstätte in einem wohl ursprünglich als "sozialer Brennpunkt" zu bezeichnenden Stadtteil sowie die mit diesem Projekt verbundenen vielschichtigen therapeutischen, psychosozialen, pädogogischen sozialpädagogischen Maßnahmen, Angebote für die unterschiedlichsten Zielgruppen von Kleinkindern bis Senioren, Schwierigkeiten in der Aufbauphase sowie inzwischen erzielte Veränderungen in dem Stadtteil, aber auch die Bedrohung dieses und anderer Projekte in Zeiten, in denen die Städte durch ihre Überschuldung immer mehr in ihren Handlungsmöglichkeiten eingeengt sind.

Abschließend wurde als Termin für die nächste Mitgliederversammlung der 21. September 2002 festgelegt.

Bezüglich Heilberufegesetz und Kammergründung hat sich über den in der letzten VPP/Rosa Beilage berichteten Stand hinaus nicht viel getan. Das Ministerium hat die Veröffentlichung des geänderten Heilberufegesetzes nun für die nächsten Wochen angekündigt. Danach wird es wohl den Errichtungsausschuss berufen.