Berufsverband der Angestellten Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten (BdAP) gegründet
Der BdAP war hervorgegangen aus der bereits ein Jahr zuvor gegründeten Arbeitsgemeinschaft der PsychotherapeutInnen in Beratungsstellen (APB), deren Hauptziel die Vertretung der besonderen Interessen der KollegInnen in Beratungsstellen sowie in anderen Bereichen war, die bei der Umsetzung des PsychThG<//abbr> nicht gebührend berücksichtigt worden waren. Besonders ausgeprägt war die Vernachlässigung dieser Gruppe (bis hin zur Nichtbeachtung) in Rheinland-Pfalz (zur Entwicklung in Rheinland-Pfalz siehe u.a. die verschiedenen Länder-Berichte in den letzten Ausgaben der VPP und der Rosa Beilage).
Von daher lag es nahe, dass diese Gruppierungen nach Wegen und Möglichkeiten suchten, ihre Interessen sowie die Interessen der von ihnen zu versorgenden breiten Bevölkerungsschichten geltend zu machen. Eine solche Möglichkeit war die Organisation dieser Gruppen in der APB.
Die folgenden Entwicklungen in 2000 erforderten weitergehende Überlegungen i.S. einer neuen Organisationsform, die schließlich zur Gründung des BdAP führten[13].
Zweck und Zielsetzung des BdAP ist die Vertretung der besonderen Interessen der Angestellten PsychotherapeutInnen als einer großen Gruppierung (in Rheinland-Pfalz beispielsweise mehr als die Hälfte der Kammermitglieder), die jedoch aufgrund der besonderen Umstände bei der Entwicklung und mehr noch bei der Umsetzung des PsychThG<//abbr> darauf achten musste (und muss), dass diese besonderen Interessen genügend berücksichtigt und beachtet werden. Innerhalb der Gruppierung der angestellten PsychotherapeutInnen waren wiederum die von der APB repräsentierten Gruppierungen in besonderer Weise benachteiligt.
Der BdAP sieht somit seine Verbandsziele als spezielle Akzentuierung besonderer Interessen innerhalb des Spektrums und vor dem Hintergrund allgemeiner Interessen der PsychotherapeutInnen (PP und KJP) insgesamt. Zur Vertretung dieser allgemeinen Interessen wird der BdAP mit allen anderen relevanten Verbänden i.S. einer gemeinsamen Interessenvertretung konstruktiv zusammenarbeiten. Besonders nahe sieht sich der BdAP dabei naturgemäß den Verbänden der Allianz und hier wiederum der DGVT<//abbr>. Zudem hat die DGVT<//abbr> als großer Fachverband bei fachlich-inhaltlichen Themen und Fragestellungen eine zentrale Position und Funktion.
Weitere Informationen und Bemerkungen:
- Mehrere Gründungs- und Vorstandsmitglieder des BdAP sind zugleich DGVT<//acronym><//abbr>-Mitglieder; sie arbeiten außerdem aktiv in der DGVT<//acronym><//abbr>-Landesgruppe mit. In der Allianz arbeiten sie eng mit den Mitgliedern des Kammer-Gründungsausschusses der dort organisierten Verbände zusammen, und sie haben Entwürfe zu einer Wahlplattform der Allianz vorgelegt. Diese Entwürfe sind in vielen und zentralen Punkten den DGVT<//acronym><//abbr>-Plattformen aus Berlin und NRW vergleichbar und ähnlich.
- Eine detaillierte Darstellung der Interessenlage und der Verbandsziele des BdAP ist in Kürze verfügbar (auf Wunsch werden wir darüber informieren).
- Vordringlich ist zunächst jedoch die Konzentration auf die Kammerwahl. Die Wahrung und Vertretung der besonderen Interessen der Angestellten PsychotherapeutInnen wird hierbei naturgemäß eine zentrale Rolle spielen.
Speyer, den 19.10.2001 Hans Werner Kneller
Anschrift: Lange Gewann 21, 67346 Speyer, Tel. 06232-42998
[13] Die wesentlichen Argumente dieser Diskussion sind im Artikel "BdAP oder APB oder was? - Argumente für und wider zwei verschiedene Konzepte" zusammengefasst. Er kann bei H.W. Kneller angefordert werden, Anschrift siehe unten.