Broschüre der Bundesregierung zum Gender Mainstreaming
Gender Mainstreaming bedeutet, dass bei allen Vorhaben die unterschiedlichen Lebensbedingungen von Frauen und Männern und die Auswirkungen auf beide Geschlechter berücksichtigt werden. Das ist erstmalig ein grundsätzlicher Ansatz in der Gleichstellungspolitik. Die Bundesregierung hat im Juni 1999 Gender Mainstreaming in ihre Geschäftsordnung aufgenommen. Für die Umsetzung ist eine interministerielle Arbeitsgruppe unter Federführung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend verantwortlich. Neben Fortbildungen für die Beschäftigten hat jedes Ressort der Bundesregierung ein Modellprojekt eingerichtet, mit dem das Gender-Mainstreaming-Prinzip erstmals umgesetzt wird. Im Modellseminar des Bundesfamilienministeriums werden Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die Anwendung des Gender-Mainstreaming-Prinzips sensibilisiert und qualifiziert. Zum Abschluss soll ein Leitfaden mit Arbeitshilfen für Entscheidungen von Politik und Verwaltung entstehen. Die Broschüre und die Website geben Antworten auf die Fragen: Was ist Gender Mainstreaming? Wie ist die Situation von Frauen und Männern im Alltag? Wie wird Gender Mainstreaming praktisch umgesetzt? Welche Verfahren und Instrumente gibt es dafür? Was macht die Bundesregierung? Auf der Website stellt die Bundesregierung ihre Modellprojekte zur Anwendung des Gender-Mainstreaming-Prinzips vor. Links führen zu Informationen über die Pilotprojekte der Ministerien.
Die Broschüre ist über die Broschürenstelle des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Postfach 20 15 51, 53145 Bonn, Tel: 0180-5 329 329, E-Mail: broschuerenstelle@bmfsfj.bund.de erhältlich.
[1]:Sozialpolitische Umschau der Bundesregierung Ausgabe Nr. 25 vom 22. Juli 2002; http://www.bundesregierung.dehttp://www.bundesregierung.de
Quelle:"Rosa Beilage zur VPP 3/2002