Skip to main content
 
Weltmenstruationstag am 28. Mai 2026

Die FG Frauen* der DGVT unterstützt die Entstigmatisierung der Menstruation

28. Mai 2026

Rund ein Viertel der Weltbevölkerung menstruiert regelmäßig. Menstruation ist jedoch weltweit immer noch mit Scham behaftet. Der Weltmenstruationstag, auch internationaler Tag der Menstruationshygiene genannt, will die Menstruation entstigmatisieren. 

Warum ist das nötig? Von 1,9 Milliarden Menschen im Menstruationsalter haben schätzungsweise 500 Millionen während ihrer Menstruation keinen Zugang zu Menstruationsprodukten oder können sie sich nicht leisten. In Ländern wie Äthiopien, Uganda, Niger und Kenia müssen bis zu 70 Prozent der Menschen mit Menstruation darüber hinaus noch ohne ausreichenden Zugang zu sauberem Wasser und medizinischer Versorgung zurechtkommen. In Nepal sind Menschen während der Menstruation vielfach nach wie vor, trotz veränderter Gesetzeslage, der Isolierung ausgesetzt.

Die Fachgruppe Frauen* der DGVT unterstützt die Forderungen nach freiem Zugang zu Menstruationsprodukten, sauberem Wasser und medizinischer Versorgung. Auch in Deutschland wird gefordert, Menstruationsprodukte kostenfrei zur Verfügung zu stellen, zum Beispiel in Schulen und für von Armut betroffene Menschen. Die Forderung, Menstruationsprodukte für alle Menstruierenden in Deutschland kostenfrei zu stellen, wird von der Politik wegen der hohen Kosten abgelehnt. Kommunen nehmen sich mehr und mehr des Themas an. Einige wie zum Beispiel die Städte Bremen und Langenhagen stellen in Schulen Menstruationsprodukte frei zur Verfügung. Auch Universitäten folgen dem Beispiel. Schottland hat es sich als erstes Land der Welt seit 2022 zur Aufgabe gemacht, alle menstruierenden Personen flächendeckend ein Leben lang mit Menstruationsprodukten zu versorgen (vgl. https://www.bjr.de/ueber-uns/gremien/kommissionen/menstruation/initativen-vor-ort )

Auch in der Psychotherapie und in der Psychotherapieforschung findet die Menstruation zunehmend Berücksichtigung. Die Fachgruppe Frauen* beschäftigt sich zurzeit mit dem Thema Prämenstruelle Dysphorische Störung (PMDS), der schweren Form des prämenstruellen Syndroms, die erstmals in der ICD 11 als Erkrankung (ICD11: GA34.41) aufgenommen worden ist. Die erste Veranstaltung dazu fand am 28. Januar 2025 unter dem Titel „Prämenstruelles Syndrom – „natürlich“ Frau[1] und ICD 11“ statt. Materialien dazu sind hier zu finden: https://www.dgvt.de/themenbereiche/frauen/. Weitere Veranstaltungen zu diesem Themenbereich sind geplant.

 

[1] In dieser Veranstaltung wurden andere Geschlechter nicht thematisiert.