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Rosa Beilage 4/2015  • Cannabis

Ergebnisse der BZgA-Studie: Steigender Cannabiskonsum bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen

03. Dezember 2015
 

(ja). Für die Studie „Der Cannabiskonsum Jugendlicher und junger Erwachsener in Deutschland 2014“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) wurden von Mai bis August 2014 insgesamt 7.000 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 12-25 Jahren mit computergestützten Telefoninterviews befragt. Die Ergebnisse wurden im September 2015 veröffentlicht. Bei den 12-17-Jährigen zeigte sich, dass 10,0% mindestens einmal im Leben Cannabis konsumiert hat. 8,3% gaben an, dass sie in den letzten 12 Monaten vor der Befragung Cannabis konsumiert hatten und 2,2% hatten in den letzten zwölf Monaten mehr als zehnmal Cannabis konsumiert. Bei den 18-25-Jährigen ist der Cannabiskonsum deutlich weiter verbreitet. 37,2% haben mindestens einmal Cannabis konsumiert, während 17,6% in den letzten zwölf Monaten vor der Befragung Cannabis konsumiert hatten. 5,1% konsumieren regelmäßig Cannabis. Die Ergebnisse zeigten außerdem, dass mehr männliche als weibliche Jugendliche und junge Erwachsene Cannabis konsumieren. Zudem zeigten sich soziale Unterschiede bei den Angaben in Bezug auf den Cannabiskonsum. Vor allem bei jungen Arbeitslosen ist der regelmäßige Cannabiskonsum verbreitet. Im Vergleich zu früheren Befragungen zeigt sich ein deutlicher Anstieg des Cannabiskonsums. Nach Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA, ist diese Zunahme „aus gesundheitlicher Sicht eine bedenkliche Entwicklung. Den aktuellen Forschungsergebnissen zufolge leidet die Hirnleistungsfähigkeit mit zunehmender Dauer und Intensität des Konsums von Cannabis. Umfangreiche Präventionsangebote sind deshalb unverzichtbar, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken und junge Menschen davon zu überzeugen, gar nicht erst mit dem Konsum von Cannabis anzufangen.“

Weitere Informationen finden Sie hier: <link www.bzga.de/forschung/studien-untersuchungen/studien/suchtpraevention/&gt;http://www.bzga.de/forschung/studien-untersuchungen/studien/suchtpraevention/</link>

Quelle: Rosa Beilage zur VPP 4/2015