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Fonds für Opfer von sexuellem Missbrauch sind fast ausgeschöpft

09. Juni 2016

Für den seit Mai 2013 existierenden Fonds Sexueller Missbrauch haben mehr als 5.000 Menschen Anträge für zusätzliche Therapien und andere Hilfen gestellt. Nun ist der mit rund 58 Millionen Euro gefüllte Fonds fast leer. Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Seit dem 1. Mai 2013 gibt es den Fonds Sexueller Missbrauch für den familiären Bereich. Betroffene können hier Hilfen bis zu 10.000 Euro beantragen. Der Fonds unterstützt Erwachsene, die noch immer unter sexuellem Missbrauch in der Kindheit und Jugend leiden, aber bei ihrer Krankenkasse keinen Anspruch auf eine passende Therapie oder Lebenshilfe haben. Es können verschiedene Leistungen, wie beispielsweise Psychotherapien, Kosten für die individuelle Aufarbeitung des Missbrauchs, sowie Beratungs- und Betreuungskosten beantragt werden.

Im Jahr 2010 wurden den Opfern in Deutschland 100 Millionen Euro zugesprochen. Bis April 2016 hatten mehr als 5.000 Menschen Anträge gestellt. Pro Person wird dabei mit bis zu 10.000 Euro kalkuliert. Die Frist für Anträge wurde im April 2016 verlängert. Nun ist jedoch der mit rund 58 Millionen Euro gefüllte Fonds fast leer. Von 14 Bundesländern fehlt weiterhin jegliche Bereitschaft zur finanziellen Beteiligung. Nur Bayern und Mecklenburg-Vorpommern waren bereit in den Fonds einzuzahlen. Vom Bund wurde ein Beitrag von 50 Millionen geleistet.