Forschungsprojekte zur Versorgung von psychisch Kranken
(wd). Das Bundesgesundheitsministerium fördert fünf neue Forschungsprojekte zur Verbesserung der Versorgung von Menschen mit psychischen Störungen. Die Projekte wurden nach einer Ausschreibung unter insgesamt 42 Antragstellern ausgewählt.
Häufig führen psychische Erkrankungen bei den Betroffenen zu großen Belastungen und Einschnitten der Lebensqualität, betonte Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr bei der Vorstellung der Projekte. "Für diese Menschen wollen wir mit dem neuen Förderschwerpunkt Erkenntnisse gewinnen, die zur Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung beitragen." Die Ergebnisse der Untersuchungen werden 2015 und 2016 erwartet.
In einem ersten Modul steht die Stärkung der evidenzbasierten Versorgung bei den Krankheitsbildern ADHS und Depression im Vordergrund. Hier sollen die Umsetzung möglichst evidenzbasierter Leitlinien evaluiert, Gründe der Nicht- bzw. nur teilweisen Umsetzung identifiziert und Lösungsansätze zur Behebung möglicher Defizite entwickelt werden. In einem zweiten Modul sollen innovative sektorenübergreifende Versorgungsnetze einschließlich der Zusammenarbeit zwischen beteiligten Leistungsträgern evaluiert werden.
Folgende Projekte wurden zur Umsetzung ausgewählt:
- VERA - Versorgungsverlauf bei Depressionen in Arztpraxen (Projektnehmer: TU Dresden)
- IVPOWER - Wirksamkeit und Effizienz von Verträgen zur integrierten Versorgung von Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen (Projektnehmer: Universität Ulm)
- AgeMooDe+Synergie - Versorgung depressiver alter Menschen in Deutschland (Projektnehmer: Universität Leipzig)
- ImLeiV-ADHS – Implementierung leitlinienorientierter Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit ADHS (Projektnehmer: Universität Köln)
- Vernetzte Versorgung 13+1, AQUA-Institut Göttingen
Quelle: Pressemitteilung des Bundesgesundheitsministeriums vom 9.7.2013. Weitere Informationen zum Thema seelische Gesundheit: www.bmg.bund.de/Glossarbegriff_Seelische_Gesundheit/