Gesundheitsbewußtsein von jungen Frauen und Mädchen
Wie aber sind sie denn nun wirklich?
Was denken und fühlen die 15 bis 20-jährigen?
Wie kommen sie mit sich und ihrer Welt zurecht?
Wie erleben und nutzen sie Chancen und Grenzen?
Welche Hoffnungen, Ideale oder Ängste haben sie?
Unzählige Fragen fallen mir bei diesem Thema ein. Und neben den schönen, glücklichen und strahlenden "girls", auf Hochglanzpapier gedruckt, die sich wohlig bei bestem Wetter an den tollsten Stränden räkeln, fallen mir Schlagworte ein, wie
"Koma-Saufen", "Ecstasy", "Depressionen", "Essstörungen", "Panik-Attacken", "Beul-Party", "36-Stunden-Rave", "Gewalterfahrung", "Arbeitslosigkeit" ...
Bin ich nun notorische Schwarzseherin oder leide ich an einem Tunnelblick, der mich nur das bemerken läßt, was unter eine dieser Überschriften passen könnte, oder ist die Realität eben wirklich sehr viel düsterer und grausamer, als im "Marienhof"?
Meine täglichen Erfahrungen im Umgang mit arbeitslosen Jugendlichen im Jugendaufbauwerk JobB©-Oldenburg im Kreis Ostholstein, entsprechen nun in keinster Weise den rosarot gefärbten Bildern der Öffentlichkeit. Unsere Mädchen sind oft sehr einsam, verletzt und ganz wenig selbstbewusst. Sie riskieren ihre Gesundheit und oft auch ihr Leben, auf der Suche nach sich selbst und ihren Zielen. Viele von ihnen wirken unendlich verloren und scheinen die Hoffnung auf Besserung schon vor langer Zeit aufgegeben zu haben.
Wer hat Lust, Interesse und den Wunsch gemeinsam mit der AG-Frauen der dgvt und mir einen Fragebogen zu erarbeiten, der sich mit der Situation von jungen Frauen und Mädchen im gesamten Bundesgebiet, quer durch alle sozialen Schichten und unterschiedlichen psychosozialen Arbeitsfeldern, befasst?
Der Sinn und Zweck der Studie soll zunächst einmal in der Beschaffung von umfassenden Informationen über die Lebensumstände der Zielgruppe liegen.
Eventuell ist es ja möglich dabei sinnvolle Präventionsmöglichkeiten und / oder geeignete Hilfsangebote herauszuarbeiten?
Ich möchte den Fragebogen gerne regelmäßig im Rahmen meiner Arbeit mit den arbeitslosen Jugendlichen einsetzen. Unsere TeilnehmerInnen kommen vorwiegend aus sozial schwachen Familien, besitzen zumeist keinen, oder einen niedrigen Schulabschluss und betrachten sich selbst als an der Gesellschaft oder dem System Schule gescheiterte Jungen und Mädchen.
InteressentInnen können sich über die AG-Frauen oder auch direkt bei mir melden.
Diana Will
Steenbeek 29
23669 Timmendorfer Strand
Tel.: 04503-6165
E-mail: Diana.Will@t-online.de
Fax: 04361-627823