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Rosa Beilage 2/2015

Im Auftrag der TK: Befragung zur Situation von pflegenden Angehörigen

11. Mai 2015
 

(ja). Im Auftrag der TK hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa 1.007 pflegende Angehörige in persönlichen Interviews befragt. Die Studie "Pflegen: Belastung und sozialer Zusammenhalt. Eine Befragung zur Situation von pflegenden Angehörigen" ist in der Reihe WINEG Wissen erschienen.

Unter anderem wurden auch Fragen zum subjektiven Befinden der Pflegenden gestellt. Es zeigte sich, dass die Pflegenden ihren eigenen Gesundheitszustand im Vergleich zur Gesamtbevölkerung weniger positiv einschätzten. Innerhalb der Gruppe der Pflegenden bewerteten allein Pflegende ihren Gesundheitszustand deutlich schlechter ein als gemeinsam Pflegende. 23 Prozent der Befragten gaben an, dass sie sich manchmal so belastet fühlen, dass sie selbst ärztliche Hilfe benötigen. Unter körperlichen Beschwerden wurden unter anderem Erschöpfung/ Stress / Ausgebranntsein (37 %) und Schlafprobleme (29 %) angegeben.  Die Pflege kostet die Angehörigen viel Kraft. Die empfundene Belastung steigt sowohl mit dem Alter des Befragten als auch mit der Pflegestufe des zu Pflegenden an. Es zeigte sich außerdem, dass die Pflegenden von Demenzkranken stärker belastet sind als Pflegepersonen, die Pflegebedürftige mit anderen Grunderkrankungen versorgen.

Jedoch gibt es auch durchaus positive Aspekte. So empfinden die allermeisten der Befragten den Kontakt zu dem Erkrankten als gut (95 %) und die überwiegende Mehrheit erfährt auch Anerkennung für ihre Hilfe (76 %). Viele Angehörige schöpfen auch Kraft aus ihrer Situation. 81 Prozent der Befragten gaben an, dass sie viel Kraft aus dem Wissen schöpfen, dass die/der Pflegebedürftige weiterhin Zuhause wohnen kann. Außerdem haben fast alle Befragten das Gefühl, dass sie die Pflege im Griff haben.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.tk.de/centaurus/servlet/contentblob/699766/Datei/140125/Bestmann-Pflegen-Belastung-und-sozialer-Zusammenhalt-2014.pdf

Quelle: Rosa Beilage zur VPP 2/2015