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DGVT  • VPP 2/2023

KLIMA – mit diesem Thema eröffnet die Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie e.V. ihren 32. DGVT-Kongress in Berlin

12. Mai 2023

Pressemitteilung vom 15. März 2023
 

 

BERLIN – Am Mittwoch, 15. März 2023, startet der 32. DGVT-Kongress für Klinische Psychologie, Psychotherapie und Beratung an der Freien Universität Berlin (und auch online). Den Eröffnungsvortrag „Nur noch kurz die Welt retten? Die Rolle der Psychologie beim Umgang mit sozial-ökologischen Krisen“ hält Prof. Dr. Gerhard Reese von der Universität Kaiserslautern-Landau. Die Sujets Klima und Nachhaltigkeit setzt die Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie (DGVT) e. V. als Veranstalterin an den Beginn ihres Kongressprogramms und damit auch ganz oben auf ihre Prioritätenliste. 

Starkregen, Überschwemmungen, künstlich beschneite Skipisten, Wasserpegel auf Niedrigstand von Rhein, Elbe und Bodensee – die Klimakrise ist längst direkt vor unserer Haustür angekommen. Und dies sind nur ein paar Beispiele aus einer langen Liste von klimabedingten Veränderungen. Diese Veränderungen wirken direkt und indirekt auf die psychische Gesundheit der Menschen. Zum einen kommt es zu Traumatisierungen und Ängsten aufgrund zunehmender Naturkatastrophen und einer ungewissen Zukunft im Hinblick auf menschenfreundliche Lebensbedingungen. Zum anderen verursachen Erderwärmung und Luftverschmutzung selbst körperliche Beschwerden - wie zum Beispiel kardiovaskuläre und Atemwegserkrankungen – die sich wiederum negativ auf die psychische Gesundheit auswirken. 

Psychotherapeut*innen sind aufgrund ihres Berufsethos gehalten, die psychische Gesundheit zu schützen und zu fördern. Oliver Kunz, Mitglied des geschäftsführenden Vorstands der DGVT, verdeutlicht: „Die Satzung der DGVT legt fest, dass im Vordergrund unserer Bemühungen Maßnahmen präventiver Art stehen, die auf die Veränderung krankmachender Umweltbedingungen abzielen. Daher sehen wir uns in der Verantwortung, uns für den Erhalt und die Sicherung eines sozial-ökologischen Umfeldes einzusetzen und zu engagieren.“ Auf dem Kongress widmen sich neben dem Eröffnungsvortrag noch weitere Veranstaltungen dem Thema „Klima“, wie zum Beispiel das Symposium von Christoph Hausmann „Psychologie des Klima-Engagements (hybrid)“.  

„Man-made disasters“ – unter diesem Titel steht der 32. DGVT-Kongress und legt den Fokus damit auf „menschgemachte“ Krisen, zu der auch die globale Klimakrise gehört. Diese Klimakrise ist längst auch Gesundheits- und Gesellschaftskrise. Als solche nimmt die DGVT sie auf ihre Agenda, und zwar nach „innen“ und nach „außen“. Klima und Nachhaltigkeit sind im größten deutschen verhaltenstherapeutischen Verband Schwerpunktthema aus fach- und beruflicher Sicht, aber auch im Wirken auf praktisch-organisatorischer Ebene. Aus diesem Grund reduziert die DGVT auch Flyer und Werbematerialen auf dem Kongress und stellt zur weiteren Papierreduktion generell auf digitale Prozesse um. Das Catering auf dem DGVT-Kongress ist rein vegetarisch gehalten. Für alle Prozesse und in allen Bereichen der Deutschen Gesellschaft für Verhaltenstherapie e.V. wird Nachhaltigkeit und Klimaschutz mitgedacht. Weitere Infos dazu: www.dgvt.de/aktuelles/nachhaltigkeit/.