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VPP 4/2006

Kooperation der Akademie für Fortbildung in Psychotherapie (afp) mit dem Regionalinstitut Tübingen der Milton-Erickson-Gesellschaft

31. Oktober 2006

Seit dem 27. März 2006 liegt das Gutachten des WBP (Wissenschaftlicher Beirat Psychotherapie) vor, in dem Hypnotherapie für bestimmte Indikationen als wissenschaftlich anerkannte Methode empfohlen wird.

 

Von den 41 im Antrag zitierten Studien wurden 22  als Wirksamkeitsbelege akzeptiert; die übrigen wurden aus verschiedenen Gründen (nicht randomisiert, keine ausreichende Katamnese, keine klinische Stichproben u.a.) nicht in die Bewertung einbezogen. Der WBP stellt zusammenfassend fest, "dass die Hypnotherapie bei Erwachsenen für die Behandlung in folgenden Anwendungsbereichen als wissenschaftlich anerkannt gelten kann:  psychische und soziale Faktoren bei somatischen Krankheiten (F 54) sowie Substanzmissbrauch (F1, F55)." Bei Kindern wurde die Anwendung der Hypnotherapie zur Bewältigung von Schmerzen (z. B. bei Krebserkrankungen) anerkannt.
Nach dem Gutachten des WBP zählen somatische Störungen mit psychischer Beteiligung, d. h. eine Vielzahl von Schmerzproblemen (von Geburtsvorbereitung über postoperative Schmerzen zu Fibromyalgie, Migräne und viele Formen chronischer Schmerzen) und bei Suchtverhalten besonders Tabakabusus, aber auch einzelne Verhaltensprobleme wie Insomnie (F 51) zum Indikationsbereich der  Hypnotherapie.

Vor diesem Hintergrund hat die Akademie für Fortbildung in Psychotherapie (afp-Süd) in Kooperation mit dem MEG-Institut Tübingen im Frühjahr 2007 zwei Veranstaltungen in das Jahresprogramm 2007/2008 aufgenommen. Aktuelle Informationen sind ab Dezember unter www.afp-info.de zu finden.

Anke Tolzin

Quelle: VPP 4/2006